VOODOO SIX: First hit for free

VOODOO SIX: First hit for free

Dickes Lob von bekannten Künstlern kann ja oft mal nach hinten losgehen und eher skeptisch machen. Und natürlich ist First hit for free nicht das beste Debütalbum seit Jahren, wie uns Steve Harris (IRON MAIDEN) gern erzählen möchte. Eine positive Überraschung ist die Scheibe aber durchaus, die ja nur fast ein Debüt ist. Als Feed my soul wurde der Erstling von VOODOO SIX bereits 2006 veröffentlicht, nur im kleinen Rahmen. Nun wurde die Scheibe von Mike Fraser neu gemischt, der sein Können ja schon bei AC/CD, VAN HALEN, AEROSMITH und vielen mehr bewiesen hat. Dazu noch mit Faith einen neuen Song für die Single, und fertig ist First hit for free.

Dass die Knaben aus London und dem Südosten Englands verschiedenste Musikrichtungen zusammentragen, tut der Scheibe sehr gut, auch wenn der Grundtenor klar in den 70ern liegt. Oft denkt man an LED ZEPPELIN, an alte Hard-Rocker wie BUDGIE oder FOGHAT, beim coolen Walking on nails klaut man auch mal direkt bei BLACK SABBATHs NIB. Dagegen stehen ein moderner, druckvoller Sound und kraftvolle, fette Riffs, die man so auch bei 90er und aktuellen Metal-Bands findet. Man braucht nicht nur die starken Leads zu hören, um zu erkennen, dass hier auch PANTERA– und BLACK LABEL SOCIETY-Fans an Bord sind. Die klare Stimme von Henry Rundell atmet den Geist des Classic-Rock, passt perfekt zum immer sehr melodischen, trotzdem mächtig heavy Sound der Band. Vorgebraten bekommt man alles mit beachtlicher Frische und Spielfreude, es klingt nichts nach geplanten Erfolgen oder angesagtem Sound, hier gibt es tatsächlich nur Rock, Metal und viel Schweiß. Nicht permanent mit Tritt in den Hintern, auch mal etwas verspielt oder balladesk ohne Kitsch stimmt auf First hit for free wirklich alles.

Ganz so daneben liegt Herr Harris also doch nicht. Dass diese Scheibe neu aufgelegt wurde, ist definitiv gut. Reinhören ist für traditionelle Hard-Rocker, Metaller und auch Stoner-Fans wohl Pflicht, hört mal rein, aber LAUT!

Veröffentlichungstermin: 10.10.2008

Spielzeit: 58:53 Min.

Line-Up:
Henry Rundell: Vocals
Matt Pearce: Guiatrs
Chris Jones: Guitars
Tony Newton: Bass
Grav: Drums

Produziert von Mike Fraser
Label: Locomotive Records

Homepage: http://www.voodoosix.com

MySpace: http://www.myspace.com/voodoosix

Tracklist:
1. Faith
2. No friend of mine
3. Feed my soul
4. Walking on nails
5. Crawl
6. I am the sun
7. Saints & sinners
8. One more day
9. Mistaken
10. Shine on
11. Century
12. Slip inside

Frank Hellweg
Frank (“WOSFrank”) ist seit 2002 bei vampster und alt genug, um all die spannenden Bands live gesehen zu haben, als die selber noch jung und wild waren! Er kümmert sich um Reviews, News und andere Artikel sowie um interne Hintergrundarbeit. Lieblingsbands: TROUBLE, CANDLEMASS, BLACK SABBATH, SWALLOW THE SUN. Genres: Doom, Stoner, Classic/Retro/Hard Rock, US/Power Metal, Southern/Blues Rock, Psychedelic/Progressive Rock, Singer/Songwriter.