THUNDERSTORM: Sad Symphony

Doom ist angesagt, traditioneller Doom Metal mit einigen wenigen schnelleren Passagen, um genau zu sein. Wohl aufgrund der Tatsache, daß „Sad Symphony“ das Debütalbum der Band darstellt, wirkt die Umsetzung dieses musikalischen Ziels allerdings noch etwas unausgereift…

Mächtig erhebt sich die Musik THUNDERSTORMs gleich zu Anfang – mächtig und majestätisch, traurig und zähfließend. Der Einstieg in das Debüt der Italiener hätte kaum besser gewählt werden können, denn genauso geht es auch weiter. Doom ist angesagt, traditioneller Doom Metal mit einigen wenigen schnelleren Passagen, um genau zu sein. Wohl aufgrund der Tatsache, daß „Sad Symphony“ das Debütalbum der Band darstellt, wirkt die Umsetzung dieses musikalischen Ziels allerdings noch etwas unausgereift, will sagen, die Songs packen einen nicht unbedingt; der Hörer wird nur selten wirklich in einen Strudel aus Melancholie und schwerer Schönheit hinabgesogen. Sicherlich gibt es derartige Momente in dieser traurigen Symphonie, z.B. in „Time“, dem Höhepunkt der CD; aber leider haben sich die Stärken THUNDERSTORMs noch nicht vollständig ausgebildet, und auch Sänger Fabio wirkt auf mich noch ein wenig blaß. Hinzu kommt die Tatsache, daß es mir persönlich an hymnischen Melodien fehlt – auf „Sad Symphony“ dominiert mehr der trockene, schwermütige Doom, und der kann schnell langweilig werden. Nur manchmal (z.B. in „The Rite“) blitzt diese epische Komponente auf, die solche Musik für mich erst wirklich interessant macht.

Das soll aber nicht heißen, dieses Album sei schlecht. Ganz im Gegenteil, ich kann mir sehr gut vorstellen, daß viele „Disciples Of Doom“ dieses Album sogar lieben werden. Und wenn THUNDERSTORM noch ein wenig mehr Abwechslung in die Songs brächten, auch besonders, was den Gesang angeht (ein bißchen Kreischen hier und da wäre doch mal nicht schlecht z.B.) und einen größeren Schwerpunkt auf melancholischer Erhabenheit setzen würden, kann ich mir durchaus vorstellen, daß hier etwas großes heranwächst.

VÖ: Winter 2000/2001

Spielzeit: 50:43 Min.

Line-Up:
Fabio Thunder – guitars, vocals

Omar – bass

Massimo Torrini – drums

Produziert von Luigi Stefanini
Label: North Wind Records

Homapage: http://www.geocities.com/thunderstormlair

Tracklist:
1. Ascension

2. Dark Knight

3. Time

4. The Rite

5. Sphere Of Mine

6. Vision Of Death

7. The Prophecy

8. Sad Symphony

9. Faded Memory