PATHFINDERS: Ares Vallis

“Ares Vallis” von PATHFINDERS ist ein ambitioniertes Debütalbum einer Band, die sich zwar thematisch festgelegt hat, aber stilistisch – im Rahmen des Groove Metals – noch auf der Suche nach ihrer Homebase ist.

Die französische Groove Metal-Band PATHFINDERS hat ihr spezielles Thema bereits mit der Gründung gefunden: den Mars. Dementsprechend ist auch das Debütalbum “Ares Vallis” nach einem Ausflusstal auf dem Mars benannt, wo vielleicht einmal Wasser durchgeflossen sein könnte. Auch die Lyrics auf dem Album handeln von Geschichten und Abenteuern rund um den Mars. Tja, und auch das nicht gerade zu Sprüngen in die Atmosphäre animierende Cover-Artwork versucht das Interesse zum Roten Planeten auszudrücken.

PATHFINDERS fehlt kompositorisch noch der Rote Faden

Stilistisch müssen sich PATHFINDERS ihren Weg noch bahnen, wenngleich der Terminus “Groove Metal”, den man für “Ares Vallis” anwenden kann, ja ohnedies sehr dehnbar ist. Im Falle des Quintetts aus Fontainebleau fallen in dieser Hinsicht Progressive, Thrash, Djent und Core Elemente noch mit rein. Dann gibt es aber auch Passagen, wo die Band eher geradewegs nach vorne losrockt (“Evolution”) und andere Songs, wo sie ihren Groove-Landsleuten von GOJIRA oder auch LAMB OF GOD nacheifern. Hier fehlt kompositorisch noch der sprichwörtliche Rote Faden. Vor allem weil es einfach schwächere und ja, somit auch langweiligere Songs (“Damned Earth”, “Precious Star”) gibt. Und wenn dann Songs von einer progressiveren Ausrichtung Gebrauch machen wollen, dann fügen sich die Elemente noch nicht so gekonnt ineinander, wie man es von Prog-Könnern gewohnt ist (“Impostors”, “Ghosts of Mars”).

“Ares Vallis” hat auch seine spannenden Momente

Aber “Ares Vallis” hat auch seine spannenden Momente – aufgrund seiner (ambivalenten) Abwechslung und den überraschenden Song-Abfolgen, als dass man sie so recht weiß, womit PATHFINDERS als nächstes anrücken werden. Hinzu kommt der – sagen wir – interessante Gesang von Clément Levy. Hier wechselt Licht und vermeintlicher Schatten ziemlich stark. So klingen manche Clean-Passagen etwas unrund – wie etwa in “Explode Inside”, das mir vom Songwriting stellenweise recht gut gefällt, – und es überschlägt sich auch die sehr hohe Stimme in den Rap-Passagen von “Impostors”. Doch dann packt einen der Gesang in einem Song wie “The Light” ungemein. Hier brilliert der Sänger sowohl im Clean-Bereich als auch mit seinem Geschrei, das im Übrigen einige Oktaven überspringen kann und somit dem Album eine weitere Dynamik hinzufügt. Somit ein ambitioniertes Debütalbum einer Band, die sich zwar thematisch festgelegt hat, aber stilistisch noch auf der Suche nach ihrer Homebase ist.

Veröffentlichungstermin: 16.04.2021

Line-Up:
Jérémy Gaucher – Bass
Romain Gaucher – Gitarre
Jérémy Barthélémy – Schlagzeug
Benjamin Daguet – Gitarre
Clément Levy – Gesang

Spielzeit: 54:22 Min.

Label: Music-Records

Mehr im Netz: https://pathfinderstheband.wixsite.com/
Mehr im Netz: https://www.facebook.com/PATHFINDERS_Official-281039352836870

PATHFINDERS “Ares Vallis” Tracklist

1. Landing (1:20)
2. Impostors (4:59) (Video bei YouTube)
3. Damned Earth (4:03) (Audio bei YouTube)
4. Evolution (3:32)
5. Precious Star (4:07)
6. Explode Inside (5:12)
7. Annihilate Them All (4:41)
8. The Light (4:14)
9. Pressure (4:334)
10. Ghosts of Mars (4:18)
11. Bad Guardians (4:56)
12. Peste Noire (8:14)