METAKLAPA: The Choir Of Beasts

Klapa ist ein traditioneller Harmoniegesang aus Kroatien. Eine Kunstform, die 2012 zum immateriellen Weltkulturerbe der UNESCO erhoben wurde. Diesen pflegen die sechs als METAKLAPA vereinten Männer in verschiedenen Klapas. Alle echte Metalfans, haben sie sich auf „The Choir Of Beasts“ zusammengetan, um Klassiker von IRON MAIDEN in eben dieser Form umzusetzen. A-cappella, einzig mit vielstimmigem Gesang, immer mit dem Ausdruck des Klapa im Hinterkopf. Warum sie sich IRON MAIDEN ausgesucht haben, das wird schnell klar. Die Metal-Helden bieten die passende Melodieführung in ihren Songs. Und eben hier setzen METAKLAPA an und präsentieren diese Bandklassiker ganz neu.

METAKLAPA präsentieren auf „The Choir Of Beasts“ IRON MAIDEN-Klassiker ganz neu

Wo „Aces High“ einer der großen MAIDEN-Knaller ist und energisch aus den Boxen drückt, geht es hier etwas zurückhaltender zu. Die verschiedenen Stimmen von brummelig tief bis energisch metallisch hoch bauen sich immer weiter auf. Man hört gebannt zu, wie die Jungs die Fülle an nebeneinander laufenden Melodien des Originals umsetzen. Und eben das gelingt super, es wird kraftvoll Druck aufgebaut. Mal bewegen sich die Stimmen auseinander, finden dann doch wieder zusammen. Natürlich klingt es seltsam, wenn ein Metal-Klassiker auf diese Weise zerlegt wird. Aber es funktioniert! Ernüchtertes Kopfschütteln wie bei so manchen GREGORIAN MASTERS OF CHANT- oder DARK TENOR-Sachen gibt es hier nicht. Ok für gepflegtes Headbangen reicht es natürlich auch nicht. Auch nicht bei „Wasted Years“, beim Original ja unvermeidbar. Man hört genau hin, was als nächstes passiert. Die beiden tragenden Stimmen des Projekts hat man schnell raus. Die aber auch nur in Begleitung der anderen Stimmen ihre Wirkung erzielen.

IRON MAIDEN-Klassiker vorgetragen nur mit Gesang – funktioniert!

So lauscht man konzentriert weiter, träumt vor sich hin bei den „Blood Brothers“. Die Epic der entsprechenden Songs wird aufgegriffen und klasse umgesetzt. Mancher Song kommt fast kriegerischer als das Original. Ha, wie viel Spaß müssen die Jungs gehabt haben, als sie zum Beispiel „The Wicker Man“ eingesungen haben. Oder irgendwann kurz den typischen HARRIS-Hoppelbass nachsingen. Sehr cool „Hallowed Be Thy Name“. Dann driftet man wieder etwas ab und lauscht eher, wie sie was umsetzen. Die letzten Songs verlieren natürlich etwas den Überraschungseffekt, auch wenn man zum Abschluss „Fear Of The Dark“ unweigerlich mitsingt. Und sich fremd fühlt zwischen diesen großen, professionell agierenden Stimmen. Allerdings kommt immer auch der Spaß durch, den die Jungs garantiert hatten beim Ausarbeiten und Aufnehmen dieser Songs.

MAIDEN-Fans sollten sich METAKLAPA unbedingt reinziehen!

Covern kann jeder gut bis schlecht, das hier bei METAKLAPA ist eine ganz andere Nummer. Die vielleicht so manchem Metalhead vor den Kopf stoßen wird. Aber eben solche sind auch die Sänger dieses Projekts, das hört man und sie machen alles richtig. Die Umsetzung der IRON MAIDEN-Songs ist klasse und hoch interessant, sie lässt die Songs in einem anderen Gesicht erscheinen. Und zeigt ebenso, wie viel Musikalität in den Songs steckt, dass man sie in der hier auf „The Choir Of Beasts“ gebotenen Form so stimmig präsentieren kann. MAIDEN-Fans sollten sich das unbedingt reinziehen! Man fragt sich jetzt schon, wohin die Reise weiter geht. Auch Kollegen wie SAXON, JUDAS PRIEST oder Klassiker wie DEEP PURPLE oder LED ZEPPELIN bieten genug Songs, die sich wunderbar in diesem Stil verwursteln ließen.

Veröffentlicht am 25.02.2022

Spielzeit: 42:20 Min.

Lineup:
Davor Capković – Tenor I
Matej Pavlić – Tenor II
Boris Capković – Baritone
Tonko Podrug – Baritone/Bass
Dino Demicheli – Bass
Ante Kovačević – Bass

Label: NoCut

Mehr im Web: https://www.facebook.com/metaklapa

Die Tracklist von “The Choir Of Beasts”:

1. Aces High (Video bei YouTube)
2. Wasted Years (Video bei YouTube)
3. Flight Of Icarus
4. Blood Brothers
5. Caught Somewhere In Time
6. The Wicker Man
7. Hallowed Be Thy Name (Video bei YouTube)
8. Brave New World
9. The Evil That Men Do
10. Fear Of The Dark (Video bei YouTube)