MANILLA ROAD: The Circus Maximus

Eine sehr gute, wenn auch von den Trademarks der Band entfernte Sammlung von zum Teil extrem unterschiedlichen Songs.

MANILLA ROAD’s zehnte LP galt immer als verirrter Abkömmling der Epic-Metal-Inovatoren aus Wichita. Wenn man sich aber (selbst als verbohrter MR-Fan) in gebührendem zeitlichem Abstand mit der nun bei Iron Glory wiederveröffentlichten CD auseinandersetzt, entdeckt man eine sehr gute, wenn auch von den Trademarks der Band entfernte Sammlung von zum Teil extrem unterschiedlichen Songs. Das neue Line-up mit Aaron Brown am Schlagzeug (von dem übrigens das Frontartwork stammt) und Andrew Coss am Bass hatte deutliche Spuren hinterlassen, dass einzige Originalmitglied Mark „The Shark“ Shelton hatte sich deutlich zurückgenommen. Am eindeutigsten bei den Lead Vocals festzustellen, die jeder aus dem Trio mal übernehmen durfte. Musikalisch hat man dem Epic-Metal in den ersten zwei Dritteln der CD fast völlig abgeschworen, dreistimmige Chöre, eingängige Melodien, aber auch proggige Versatzstücke und psychedelische Arrangements an den Start gebracht, sogar kommerziellere Sounds sind zu vernehmen. Am Gesamteindruck stört mich am meisten, dass Mark Shelton zu selten zu hören ist, drei Songs wie „Spider“ (fürchterlich kruder Versuch in die Abzweigung „Horror Metal“ abzubiegen“) auch nach mehrmaligem Hören nerven und die Produktion etwas verbesserungsbedürftig wäre. Auf der anderen Seite stehen 8 eigenständige, sehr unterschiedliche Stücke, die durch ihre Variabilität einen eigenen Charakter aufweisen und häufig neue Nuancen entdecken lassen.

Wings

Spielzeit: 68:23 Min.

Line-Up:
Mark Shelton-v, g

Aaron Brown-dr, v

Andrew Coss-b, v

Produziert von MANILLA ROAD with Max Merhoff and Larry Funk
Label: Iron Glory

Tracklist:
1.Throne Of Blood 2.Lux Aeterna 3.Spider 4.Murder By Degrees 5.No Sign From Above 6.In Gein We Trust 7.Flesh And Fury 8.No Touch 9.Hack It Off 10.Forbidden Zone 11.She´s Fading