LIFELESS: Beyond The Threshold Of Death [Eigenproduktion]

LIFELESS: Beyond The Threshold Of Death [Eigenproduktion]

Ein bedeutungsschwangeres Intro, arrangiert aus melancholischen Streichern und darunter gelegten Schlachtgeräuschen, bestehend aus Kugelhageln, Sperrfeuer und Explosionen? Böse Zungen würden behaupten, da habe jemand ganz schön tief in der Klischeekiste gegraben. Macht aber nichts, denn eine stimmige Einführung in die folgende halbe Stunde Death Metal ist es allemal.

Mit dem im Mid-Tempo angesiedelten „Entombed In Unknown Graves“ gelingt auch gleich ein passabler Einstieg, der zudem allen trendy Metalkids gleich mal den Stinkefinger zeigt. Melodisches Riffing und Metalcore-Einflüsse sucht man bei LIFELESS vergebens. Die Essener stehen nämlich ganz schlicht für traditionellen Death Metal im Stil von ENTOMBED oder auch DISMEMBER. Die Richtung, die das Quartett im Opener vorgegeben hat, wird konsequent beibehalten. Ob im flotten „Retaliation“ oder beim brachialen „The Final Sacrifice“, die Songs sind voll gepackt mit Doublebass-Attacken, Blast-Parts und natürlich klassischem Death-Metal-Riffing.

Es fehlt an der Abwechslung

Eigentlich ist also alles vorhanden, was ein Hitalbum ausmacht, und dennoch kann sich „Beyond The Threshold Of Death“ insgesamt nicht über das gute Mittelmaß heben. Denn auch wenn die Jungs ihre Instrumente beherrschen, der Grunzgesang zu überzeugen weiß und die Produktion angenehm druckvoll ausgefallen ist, so lässt das Material dennoch die letzte Portion Abwechslung vermissen. Auf lange Sicht bietet die Platte einfach zu wenig Neues, der Spannungsbogen bewegt sich durchgehend auf derselben Höhe. Aber deswegen ist „Beyond The Threshold Of Death“ noch lange nicht schlecht, denn mit dem rundum gelungenen Titeltrack, sowie dem mit Blasts gespickten Up-Tempo-Brecher „In The End…(Of Life)“ haben LIFELESS hinten raus gleich zwei schlagkräftige Argumente parat, die dem Hörer doch noch mal eindringlich raten, die Band nicht zu schnell abzuschreiben.

Für ein Debüt geht die Platte also vollkommen in Ordnung. Wenngleich das Material etwas mehr Variation hätte bieten können, gibt es trotzdem die eine oder andere Nummer auf „Beyond The Threshold Of Death“, die aufhorchen lässt und dann auch eine klare Sprache spricht: Bei LIFELESS ist in Zukunft sicherlich noch mehr drin!

Veröffentlichungstermin: 01.06.2008

Spielzeit: 30:22 Min.

Line-Up:
Marc Niederhagemann: Vocals, Guitar
Andy Bleichert: Guitar
Jan Fleckhaus: Bass
Daniel Lerose: Drums

Produziert von LIFELESS
Label: Eigenproduktion

Homepage: http://www.lifeless-deathmetal.de

LIFELESS „Beyond The Threshold Of Death“ Tracklist:

01. Intro
02. Entombed In Unknown Graves
03. Retaliation
04. Seeds Of Hatred
05. The Final Sacrifice
06. Beyond The Threshold Of Death
07. Under The Sign Of The Iron Cross
08. In The End…(Of Life)

Florian Schaffer
Genres: Black Metal, Death Metal, Melodic Death Metal, Metalcore, Post Metal, Progressive, Rock, Thrash Metal.