KAMELOT: Epica

KAMELOT: Epica

Die Amis KAMELOT haben nun auch schon zwölf Jahre auf dem Buckel und legen mit „Epica“ ihr siebtes Album vor. KAMELOT standen schon immer für Qualität in Sachen powervoller Melodic Metal und seit ex-CONCEPTION-Röhre Roy Khan bei den Herren aus Florida mitmischt, konnten KAMELOT noch eine Stufe höher im Metalbusiness steigen.

Auch das episch ausgelegte neue Werk „Epica“ kann als äußerst gelungen bezeichnet werden. Ein buntes, abwechslungsreiches Album mit leicht klassischem Touch und vier Zwischenintros. Nach dem kurzen Einführungsstück „Prologue“, legen KAMELOT mit einer sehr melodischen Doubelbassnummer los. „Center Of The Universe“ ist zwar kein Highlight, dieses folgt jedoch mit der SYMPHONY X/ CONCEPTION-ähnlichen Komposition „Farewell“. Für KAMELOT-Verhältnisse sehr hart, aber recht cool arrangiert. Mit „The Edge Of Paradise“ folgt ein, im Midtempobereich angesiedelter, orientalisch angehauchter Groovehammer mit bestechenden Vocals von Khan. Ruhiger wird es dann bei „Wander“, eine gelungene Halbballade, die für kurzzeitige Entspannung sorgt. Nach einem weiteren Intro hören wir „Descent Of The Archangel“, ein variabler Track aus dezenten Akustikparts und solidem und gleichzeitig progressiv intoniertem Melodic Metal. Noch ein Zwischenintro leitet „A Feast For The Vain“ ein, welches als unspektakulär abgehakt werden kann. „On The Coldest Winternight“ ist die zweite Ballade auf „Epica“, die wiederum Vokalist Khan perfekt in Szene setzt und seine Position als Ausnahmesänger unterstreicht. Einer meiner Lieblingssongs ist die, teilweise Uptemo-Doublebass-Nummer „Lost & Damned“ mit Akkordeon-Einsatz. Ruhigere Parts steigern sich in den schnellen Ohrwurmrefrain. Sicherlich ein gutes Livestück.

„Helenas Theme“ ist eher eine Klassikkomposition mit Frauengesang und teilweise erinnert mich das Ganze an Kate Bush. Naja, wer es braucht…. Stampfend, mit prägnantem Riffing und Akustikklampfen geht es weiter im Programm mit „The Morning After“ (nein, keine TANKARD-Coverversion). Ausgeschmückt wurde der Song mit fetten Chören. Progressiv und Off-Beat-lastig wird mit „III Ways To Epica“ die neue KAMELOT-Veröffentlichung abgeschlossen.

Das Konzeptalbum „Epica“ ist wohl ein Pflichtkauf für alle anspruchsvollen Melodic Metal/Power Metal-Fans und KAMELOT beweisen einmal mehr, dass in diesem Genre mehr als 0815-Kost fabrizierbar ist. Zudem haben KAMELOT den Vorteil mit Khan (nein, nicht den Oli) einer der besten europäischen Frontmänner in ihren Reihen zu haben.

VÖ: 13.01.2003

Spielzeit: 52:17 Min.

Line-Up:
Khan – vocals

Thomas Youngblood – guitars

Glenn Barry – bass

Casey Grillo – drums

Produziert von Sascha Paeth & Miro
Label: Sanctuary/Noise

Homepage: http://www.kamelot.com

Tracklist:
01. Prologue

02. Center Of The Universe

03. Farewell

04. Interlude I (Opiate Soul)

05. Edge Of Paradise

06. Wander

07. Interlude II (Omen)

08. Descent Of The Archangel

09. Interlude III (At The Banquet)

10. A Feast For The Vain

11. The Coldest Winter Night

12. Lost & Damned

13. Helenas Theme

14. Interlude IV (Dawn)

15. The Mourning After

16. III Ways To Epica

Psycho