KALEDON: Chapter IV: Twilight Of The Gods

KALEDON: Chapter IV: Twilight Of The Gods

Überraschend hat nun auch das kleine, feine und bisher eigentlich eher truemetallisch orientierte bzw. den US-Metal fördernde Hellion Records-Label den symphonischen Italo-Speedmetal entdeckt. Ich weiß jetzt nicht, ob man sich darüber freuen soll, gibt es doch in diesem Genre inzwischen unendlich viele austauschbare Bands. Und so schwelgen auch KALEDON in Pomp, fetten Synthiesounds und bombastischen Inszenierungen. Allerdings für mein Dafürhalten wesentlich geschmackssicherer als viele ihrer Landsleute, die Arrangements wirken nicht so überladen und weniger kitschig, was in großen Teilen Sänger Claudio Conti zu danken ist, der zwar gerne mal den Heldentenor gibt, in der überwiegenden Mehrzahl der Songs aber seine angenehme, fast völlig Falsett-freie Stimme in den Dienst der Band stellt. Die hat ihre besten Momente in den ausufernden Solo- und Instrumentalpassagen, was hier an Gitarrenläufen und melodischen, pfeilschnellen Soli abgebrannt wird, ist der reine Wahnsinn und reicht eigentlich für zwei Alben. Insgesamt eine überzeugende symphonische Speedmetal-CD, auf der KALEDON ihre epische Sage, die sie bereits auf ihrem Debütalbum begonnen haben, weiter fortsetzen. Auch hier wird nicht Neues geboten, trotzdem zeigen KALEDON, dass man auch beim Beschreiten altbekannter Pfade nicht immer im Mittelmaß landen muss. Bei Hellion Records für 15,50 Euro zu erstehen.

Veröffentlichungstermin: 08.12.2006

Spielzeit: 51:50 Min.

Line-Up:
Claudio Conti – v
Alex Mele – g
Tommy Nemesio – g
Paolo Lezziroli – b
David Folchitto – dr
Daniele Fuligni – key

Produziert von Kaledon
Label: Hellion Records / Soulfood

Homepage: http://lnx.kaledon.com/

Tracklist:
1. The Holy Water
2. Hell On Earth
3. War Plans
4. Goodbye My Friend
5. Clash Of The Titans
6. Into The Fog
7. Eyes Of Fire
8. The Fury
9. New King Of Kaledon
10. The Prophecy
11. Out Of The Ground

Wings
Schon seit November 1999 bei vampster, liefert Nils ("Wings") CD- und Live-Reviews, um die Fahne des wahren METALs hochzuhalten! Ein paar Randbereiche wie Southern Rock und klassischer Hard Rock dürfen dabei nicht fehlen.