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I AM: Eternal Steel

I AM aus Texas liefern mit ihrem dritten Werk “Eternal Steel” einen solides Album in der Schnittmenge aus Death Metal, Thrash und Deathcore ab.

I AM? Noch nie gehört. Und dabei ist “Eternal Steel” bereits das dritte Album der Band aus Texas. Der Albumtitel “Eternal Steel” und das Coverartwork lassen mich erstmal an klassischen Heavy Metal denken. Aber nein, da führen uns die Texaner auf den Holzweg. Stattdessen ballert die Band irgendwo zwischen zeitgemäßem Death Metal, etwas Thrash und einer Portion Deathcore durch die Gegend. So ziemlich bei jedem Song wechselt die Band das Tempo zwischen vereinzelten schnellen Passagen und viel fett groovendem Mid Tempo und auch mal brachial schleppenden parts.

I AM sind auf “Eternal Steel” heavy wie ein adipöser, dreiköpfiger Höllenhund

Am wohlsten fühlt sich die Band in den Mid Tempo-Passagen, da sind I AM heavy wie ein dreiköpfiger Höllenhund mit Kettenhalsband und Adipositas. Aber auch die doomig schleppenden Sachen wie bei “The Iron Gate” verfehlen ihre Wirkung nicht. Der Titelsong startet dann mit klassischem Thrashbeat, wechselt aber zwischendurch auch immer mal wieder in Mid Tempo-Regionen. Insgesamt halten I AM hier aber das Tempo vergleichsweise hoch im Vergleich zu den restlichen Songs. Andrew Hileman Gebrüll ist schön aggressiv, mit ordentlich Druck aber auch verständlich. Apropos Druck. Die Produktion von Randy Leboeuf ist in der Tat sehr druckvoll aber auch schön differenziert und mit einem Schlagzeug, welches erfreulicherweise nicht nach Plastiktonne klingt.

Nach starkem Anfang geht I AM zum Ende hin etwas die Luft aus. Es bleibt ein solides Album.

Für meinen Geschmack wollen I AM manchmal etwas zu viel pro Song, die Tempowechsel nehmen den Songs teilweise den flow und stellenweise mäandert die Band auch zu viel im Mid Tempo daher, anstatt mal aufs Gas zu treten. “Infernal Panther” wird beispielsweise arg zerfahren, während “Heaven On Earth” trotz coolem Gitarrensolo nicht wirklich aus den Hufen kommt. So geht nach gutem Start ind er zweiten Hälfte der Band ein wenig die Luft aus, auch wenn die Jungs mit “Manic Cure” zum Abschluss noch mal einen raushauen. Alles in allem ist “Eternal Steel” ein solides Drittwerk, welches zu gefallen weiß, allerdings ohne bei mir wirklich Begeisterung auszulösen.

Veröffentlichungsdatum: 09.09.2022

Spielzeit: 41:25

Line Up:
Andrew Hileman – Gesang
Tom Reyes – Gitarre
Chris Burgess – Gitarre
Erik Rodriguez – Bass
Ian Scott – Drums

Produziert von: Randy Leboef
Label: SPV / MNRK Heavy

Bandhomepage: https://iam-eternalsteel.com
Facebook: https://www.facebook.com/iamtxmusic

 

I AM “Eternal Steel” Tracklist

1. The Primal Wave
2. Surrender To The Blade
3. The Iron Gate (Video bei YouTube)
4. Eternal Steel
5. Vicious Instinct
6. Infernal Panther
7. Queen Incarnate
8. Heaven On Earth
9. Price Of Pain
10. Eye Candy
11. Manic Cure