HIGH SPIRITS: Hard To Stop

HIGH SPIRITS:  Hard To Stop

Mit dem 2011er HIGH SPIRITS Debüt “Another Night” hat Chris Black mich damals mehr oder weniger aus dem Nichts getroffen und sich sofort in mein Herz gespielt. Der simple, super eingängige Hard Rock bis Melodic Metal von HIGH SPIRITS ist einfach ein Garant für gute Laune. Leider konnte das 2014 erschienene Zweitwerk “You Are Here” nicht annähernd mit dem Debüt mithalten, sodass ich die Band danach leider aus dem Auge verlor. Das 2016er Werk “Motivator” ging trotz durchgehend guter Kritiken komplett an mir vorbei. Nun steht das vierte Album von HIGH SPIRITS an und mein Interesse ist wieder geweckt. War das grandiose Debüt eine Eintagsfliege oder “You Are Here” nur ein Ausrutscher?

Dan Swanö sorgt dafür, dass “Hard To Stop” deutlich heavier klingt

Nun, es sieht ganz nach zweiterem Aus, denn schon nach dem ersten Durchlauf fiel es mir schwer, mit dem Grinsen aufzuhören. An seiner Songwriting-Formel hat Chris Black Gott sei Dank nicht wirklich etwas verändert. Neun knackige, auf den Punkt gespielte Songs in der Schnittmenge von Hard Rock und melodischem Metal kredenzt uns der Meister auf “Hard To Stop”. Der größte Unterschied zu den bisherigen Alben ist der Sound, der dank der magischen Hände von Dan Swanö deutlich heavier durch die Boxen ballert als bisher. Dieser zusätzliche Bumms tut den Kompositionen merklich gut.

HIGH SPIRITS beweisen, dass gute Musik ganz einfach sein kann

“Hard To Stop” besteht aus neun Songs, womit sich das vierte Album von HIGH SPIRITS um die 35 Minuten einpendelt. Das mag für ein volles Album recht knapp bemessen sein. Doch bei kaum einem anderen Album gilt die alte Weisheit “dann hör es dir halt mehrmals hintereinander an” mehr. Kaum sind die letzten Takte von “Midnight Sun” verklungen, will man sofort wieder von vorne anfangen. Der Opener “Since You’ve Been Gone” umschmeichelt das Ohr mit traumhaften Gitarrenharmonien, “Restless” ist ein straighter Heavy Rocker und “Voice In The Wind” verbreitet dezente Melancholie. Gute Musik kann so einfach sein. Einzig das knapp drei Minuten lange “Now I Know” ist mir zu simpel geraten und geht im Vergleich zu den restlichen Songs ein wenig unter.

„Hard to Stop“ ist der perfekte Soundtrack für den unperfekten Sommer

Auf “Hard To Stop” liefern HIGH SPIRITS den perfekten Soundtrack für den dieses Jahr leider unperfekten Sommer. Schön, dass “You Are Here” in der Tat nur ein Ausrutscher war und Chris Black hier wieder Songs auf dem Niveau des Debütalbums abgeliefert hat. Es sind vor allem die starken Gitarrenharmonien und Chris Blacks Gesanglinien, die das vierte Album der Band so stark machen. “Hard To Stop” macht einfach nur Spaß, ist höllisch eingängig, ohne platt zu wirken, und sorgt für gute Laune. Was braucht ihr mehr?

Veröffentlichungsdatum: 31.07.2020

Spielzeit: 34:31

Line Up:
Chris Black – alles

Label: High Roller Records

Facebook: https://www.facebook.com/highenergyrock
Bandcamp: https://highspiritsmetal.bandcamp.com

HIGH SPIRITS „Hard To Stop“ Tracklist

01. Since You’ve Been Gone (5:04)
02. Restless (3:53)
03. Face to Face (3:11)
04. Hearts Will Burn (3:47)
05. Voice in the Wind (3:19)
06. All Night Long (3:15)
07. Midnight Sun (4:31)
08. Now I Know (2:59)
09. We Are Everywhere (4:32)

agony&ecstasy
Seit 2005 bei vampster und hauptsächlich für CD Reviews zuständig. Genres: Power, Speed und Thrash Metal, Epic Metal, Death Metal, Heavy Rock, Doom Metal, Black Metal.