FATAL EMBRACE: The Ultimate Aggression

Was haben wir denn da? Slaytanic Slaughter Part III ? Unglaublich, aber Fatal Embrace erinnern fatal an die Amis – allerdings ist das weniger als Kompliment gedacht. Es ist schon ziemlich unverschämt, wie sich die Berliner bei eben jener Band bedienen. Auf der anderen Seite ist es schon wieder beeindruckend, wie konsequent sich Fatal Embrace am klassischen Thrash orientieren…

Was haben wir denn da? Slaytanic Slaughter Part III ? Unglaublich, aber Fatal Embrace erinnern fatal an die Amis – allerdings ist das weniger als Kompliment gedacht. Es ist schon ziemlich unverschämt, wie sich die Berliner bei eben jener Band bedienen. Besonders die Frühphase hat es ihnen angetan. Follow your nightmare klingt verdammt nach Evil has no Boundaries, das Gitarrenintro zu The last rites ist von Mandatory Suicide geklaut, und Hate Remains wurde von Skeletons of Society inspiriert. Dazwischen bauen Fatal Embrace immer wieder Hannemansche beziehungsweise Kingsche Gitarrenquitscher und Soli ein. Selbst weniger spitzfindigen Menschen als mir sollten die Parallelen auffallen.

Auf der anderen Seite ist es schon wieder beeindruckend, wie konsequent sich Fatal Embrace am klassischen Thrash orientieren – an dieser Platte ist nichts modern oder gekünstelt. Fragt sich nur, ob der musikalische Rückwärtsgang wirklich sinnvoll ist. Ein kleiner Abstecher hätte dem Album sicherlich gut getan, The ultimate Aggression ist kompakt, solide und prügelt schön drauflos, jedoch fehlt eben die Eigenständigkeit. Dennoch höre ich das Album gerne, was aber wahrscheinlich daran liegt, dass mir Slayer schon immer zugesagt haben.

Bonded by blood klingt etwas anders als der Rest der Platte, das liegt aber daran, dass dieser Song ein Exodus Cover ist. ;-). Außerdem lässt bei dem Track komischerweise die Soundqualität merklich nach.

Fazit: Äußerst konsequent, technisch in Ordnung, der Sound stimmt, aber eigene Ideen sind fast schon ein wenig Mangelware. Cover liegt mir keines vor, vermutlich ist aber ohnehin ein Totenschädel drauf 😉

Tracklist:

Follow your Nightmare

Under my sadistic reign

You deal in pain (kleine Bemerkung die ich mir nicht verkneifen kann: bei Slayer heißt das aber I deal in pain 😉 )

Point of no return

The ultimate Aggression

Nocturnal Anguish

Breeder of Insanity

Hate Remains

Bonded by Blood

Spielzeit: 40: 54

Line-Up:

Karsten – kings

Christian – hannemans

Heiländer – araya´s vocals

Ronald – araya´s bass

Martin – lombardos 😉

Label: Gutter Rec./ Zomba

Veröffentlichungstermin: 03.04.2000