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EVIL’S TOY: Silvertears

Die vorab veröffentlichte Singleauskopplung “Virtual State” deutete schon an, was nun offenbar eingetroffen ist: Evil´s Toy sind auf dem Weg von der Electro- zur Popband…

Die vorab veröffentlichte Singleauskopplung „Virtual State“ deutete schon an, was nun offenbar eingetroffen ist: EVIL’S TOY sind auf dem Weg von der Electro- zur Popband.

Nicht dass EVIL’S TOY bisher keine eingängige, tanzflächenfüllende Musik gemacht hätten. Allerdings waren die Stücke von früheren Alben im Allgemeinen nicht so geschmeidig wie manche der neuen Tracks, denen oft eine Prise Kreativität – etwa in Form genialer Effekte oder einer etwas ungewöhnlichen Melodieführung – fehlt. Auch ist Volkers Gesang zwar ganz okay, aber eben nicht so charakteristisch, dass eher durchschnittliche Songs dadurch zu einem großartigen musikalischen Erlebnis werden könnten.

Seine Stärken hat „Silvertears“ dementsprechend immer dann, wenn etwas vom 0815-Electropopschema abgewichen wird. Dies ist beim vielschichtigen Track „Time Lapse“ und beim von hartem, staubtrockenem Electrobeat getragenen Titelsong der Fall, trifft aber mindestens ebenso sehr auf das Instrumental „Symphony of Sympathy“ zu, einem wunderschönen Zusammenspiel aus Electrobeat und Pianosound, das nicht nur zum Tanzen, sondern auch zum Träumen einlädt.

“Silvertears” ist nur für Liebhaber von 80er-Electropop uneingeschränkt zu empfehlen

Einigermaßen missraten ist dagegen die Coverversion des Rocktitels „In the Army now“. Die gediegene Langeweile, die einst schon das Original aus der Feder der in den 80ern für ihren Trash berüchtigten Gebrüder Bolland ausgestrahlt hat, ist auch in der EVIL’S TOY-Variante weitgehend erhalten geblieben, weil sie trotz anderer Instrumentierung zu sehr an der Vorlage klebt. Außerdem wollen Beat und Gesangsstimme nicht so recht zusammenpassen – und der bemühte, wenig überzeugende Text tut ein Übriges.

Geeignet ist die Scheibe also vor allem für Liebhaber von Songs mit 80er-Electropop-Background, die sich gerne an Bewährtes halten. Wer dagegen reinen Electro ohne allzu großen Popeinfluss bevorzugt, sollte sich die Scheibe vor einem eventuellen Kauf besser erst mal anhören.

Spielzeit: 47:03 Min.

Line-Up:

Volker Lutz – Vocals
Oliver Taranczewski – Keyboard
Cordula K. – Background Vocals
Sven Kosakowski – Live Drumming

Produziert von Volker Lutz
Label: e-Wave

EVIL’S TOY “Silvertears” Tracklist

  1. Wired/Connected
  2. Virtual State
  3. Do Dreams Bleed?
  4. Caution Anti Matter
  5. Style
  6. Inside Out
  7. Rainbow vs. Stars
  8. Symphony of Sympathy
  9. In the Army now
  10. Silvertears
  11. Time Lapse
  12. Causing Riots
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