ELUVEITIE: Ategnatos

eluveitie-ategnatos-cover

Grundsätzlich wissen ELUVEITIE nicht mehr zu überraschen. Das hat auch sein Gutes. Denn konnte man an „Helvetios“ und „Origins“ Gefallen finden, so wird man auch mit dem neuen Album der Schweizer, „Ategnatos“, zufrieden gestellt. Zwar ist eine gewisse Weiterentwicklung der Band festzustellen, doch die zu Grunde liegende Idee der 2002 gegründeten Band ist weitestgehend gleich geblieben: die Verbindung von Melodic Death Metal mit Folk Metal.

Neu ist, dass „Ategnatos“ mehr Gebrauch von Frauen-Vocals machen. Die seit zwei Jahren zu ELUVEITIE gehörende Sängerin Fabienne Erni rückt also durchaus mehr in den Fokus als Anna Murphy (CELLAR DARLING, NUCLEUS TORN) zuvor. Auf der anderen Seite wurde aber auch die Dichte an klassischen Melodic Death Metal-Riffs erhöht.

Die härteren Passagen stehen ELUVEITIE gut zu Gesicht

„Ategnatos“ startet mit dem Titeltrack opulent und gar etwas pathetisch. Dennoch hinterlässt der Opener einen bleibenden Eindruck, als dass er cineastisch angehaucht mit viel Power und einer schönen Chor-Passage (wie auch in „Breathe“) überzeugt. Ebenfalls zu den Highlights zählen die härteren und dunkleren Tracks auf „Ategnatos“. So gefällt der Melodic Death-Einstieg in „Rebirth“ ganz gut und auch die Laut-Leise-Dynamik von „Threefold Death“ weiß zu überzeugen. Weiterhin zeigen ELUVEITIE mit „Worship“ ihre düstere und deathigere Seite und „Mine Is The Fury“ überrascht gar mit einer coreigen Tempo-Bolzerei.

„Ategnatos“ bietet gewohnte Abwechslung auf 60 Minuten

Dazwischen schleichen sich dann immer wieder einmal etwas belanglosere Songs ein. Gerade im Mid-Tempo wirken Songs wie „The Slumber“ etwas mau. Zudem können die Folk lastigeren Songs wie „Black Water Down“ oder „Deathwalker“ nicht ganz so zünden. Von einem zu poppig geratenen Song wie „Ambiramus“ ganz zu schweigen. Allerdings macht es bei ELUVEITIE gerade diese Mischung aus, warum sich die Band so lange und so gut halten konnte. Und diese Mischung wurde auch auf „Ategnatos“ wieder bereit gestellt. Im Übrigen abermals auf rund 60 Minuten: wie bei den Alben zuvor. Somit also keine Überrschung – und das ist für Fans der Band auch gut so.

Veröffentlichungstermin: 05.04.2019

Spielzeit: 60:13 Min.

Line-Up:
Chrigel Glanzmann – Gesang, akustische Gitarre, Mandoline, Harfe & mehr
Kay Brem – Bass
Rafael Salzmann – Gitarre
Nicole Ansperger – Violine
Matteo Sisti – Dudelsack, akustische Gitarre, Mandoline
Alain Ackermann – Schlagzeug & Percussions
Jonas Wolf – Gitarre
Fabienne Erni – Gesang, Keltische Harfe, Mandola
Michalina Malisz – Hurdygurdy

Gast-Musiker
Randy Blythe (LAMB OF GOD) – Gesang („Worship“)
Alexander „Sandy“ Morton – Narrations

Produziert von Tommy Vetterli @ New Sound Studio, Pfäffikon (SUI)
Label: Nuclear Blast Records

Homepage: http://eluveitie.ch

Mehr im Netz: http://www.facebook.com/eluveitie

ELUVEITIE “Ategnatos” Tracklist

01. Ategnatos (Video bei YouTube)
02. Ancus
03. Deathwalker
04. Black Water Down
05. A Cry In The Wilderness
06. The Raven Hill
07. The Silvern Glow
08. Ambiramus (Video bei YouTube)
09. Mine Is The Fury
10. The Slumber
11. Worship
12. Trinoxtion
13. Threefold Death
14. Breathe
15. Rebirth (Video bei YouTube)
16. Eclipse

Bonus-Tracks DigiPak
17. Ategnatos (Acoustic Version)
18. Ambiramus (Acoustic Version)
19. Threefold Rebirth

Christian Wögerbauer
Christian ist seit 2005 unser Vertreter der Österreicher Metalszene, rezensiert gern im Bereich Symphonic Metal, Doom, Melodic Death und auffallend gern Bands mit Sängerin. Genres: Symphonic Metal, Gothic Metal, Melodic Death Metal, Doom.