DROWNED: Idola Specus

DROWNED: Idola Specus

Das Warten und Durchhalten hat sich gelohnt: 22 Jahre nach Bandgründung gibt es von der Berliner Death Metal-Band DROWNED das erste Album. Idola Specus nimmt den Hörer dabei auf eine Zeitreise, die die Einflüsse der Band bestens markiert: alte MY DYING BRIDE da, AUTOPSY dort und BOLT THROWER anderswo.

DROWNED gelingt der Spagat zwischen schleppendem Tempo und flottem Groove (Antiprism), hat mitreißende Melodien und einen kurzweiligen Songaufbau. Darüber hinaus bauen die Berliner coole Breaks (Cast into Negative Form) ein, haben Soli und Leads (Black Projection) in petto und einfach lässige Riffs. Dazu noch die hintergründig hallende Growls, welche die (deshalb schwer verständlichen) Lyrics wie aus den Katakomben erschallen lassen.

Einzig kleiner Kritikpunkt ist die Produktion, die mehr Höhen und Tiefen und in dieser Hinsicht etwas mehr Ausdifferenziertheit vertragen hätte. Insbesondere enthusiastische Schlagzeug-Passagen wie in Gnomon wären dann noch intensiver zur Geltung gekommen. Ungeachtet dessen ist Idola Specus ein Stück Death Metal, das man heutzutage (als Neuerscheinung) nicht mehr so oft vor die Ohren bekommt. Räudig, rau und richtig gut.

Veröffentlichungstermin: 25.07.2014

Spielzeit: 37:28 Min.

Line-Up:
T1 – Gitarre
G – Gesang & Bass
T2 – Schlagzeug

Label: Sepulchral Voice Records / Soulfood

Homepage: http://drowned.todeskult.de

Mehr im Netz: http://www.facebook.com/drowned.death.metal

Tracklist:
1. Die niederen Weihen
2. Antiprism
3. Destroyed Voices
4. Cast into Negative Form
5. Black Projection
6. Gnomon
7. Letzter teilbarer Strahl
8. Vacuous Sanctum

Christian Wögerbauer
Christian ist seit 2005 unser Vertreter der Österreicher Metalszene, rezensiert gern im Bereich Symphonic Metal, Doom, Melodic Death und auffallend gern Bands mit Sängerin. Genres: Symphonic Metal, Gothic Metal, Melodic Death Metal, Doom.