DRAUGNIM: Horizons Low

Majestätisch, episch und mit SUMMONING-Schlagseite in finnischen Wäldern unterwegs…

Vier Demos und ein Full-Length-Album gehen DRAUGNIMs Horizons Low-Album voraus. Die 12 Jahre Erfahrung ist den Finnen anzumerken, handwerklich lassen sie nichts anbrennen ohne in poserhaftes Genudel zu verfallen und produktionstechnisch setzt das Trio auf authentischen Sound statt zugekleistert-klinische Klänge.

Das wirklich Interessante an DRAUGNIM ist indes, dass sie trotz der Genrebezeichnung Blackened Pagan Metal so unfinnisch klingen, beziehungsweise so gar nicht derartig, wie man es von einer finnischen Band erwarten würde. Denn DRAUGNIM sind weder Fans des kvltigen unterirdischen Gerumpels à la BEHERIT, noch hoppsen und johlen sie sauffreudig in die Weltgeschichte hinaus wie das etwa ENSIFERUM oder FINNTROLL tun.

Nein, DRAUGNIM mögen es majestätisch-episch und unter fünfeinhalb Minuten Songlänge geht grad schon mal gar nix. Im Opener erinnern sie an die alten Zeiten von LEGENDA, danach setzen DRAUGNIM auf Harmonien à la FALKENBACH, COR SCORPII und WINDIR. Im Verlauf des Albums kommen immer mehr Parallelen zu SUMMONING zum Vorschein und Horizons Low hat die Fähigkeit, zu wachsen, auch wenn die Passagen, in denen DRAUGNIM ihre schwarzmetallischere Seite raushängen, weniger überzeugend sind.

Fazit: DRAUGNIM mögen nicht so ausladend-grandios wie MOONSORROW sein, doch wer die alten Zeiten SUMMONINGs vermisst und bei den genannten anderen Reminiszenzenbands Gänsehaut bekommt, sollte die Band aus Espoo auf jeden Fall antesten… Cooles Album!

Veröffentlichungstermin: 27.10.2010

Spielzeit: 50:10 Min.

Line-Up:
Turms – Bass
Morior – Gitarre, Keyboard
Chimedra – Vocals

Label: Spinefarm Records

Homepage: http://www.draugnim.com/

MySpace: http://www.myspace.com/draugnim

Tracklist:
1. The Last Of Kin  
2. Fear And Fey  
3. One Of Lost  
4. Shunned Wanderer  
5. Cursed The One  
6. The Weeper`s Way  
7. Bastion