CONSORTIUM PROJECT: IV – Children of Tomorrow

CONSORTIUM PROJECT: IV – Children of Tomorrow

CONSORTIUM PROJECT IV – die Band um den ELEGY-Frontmann Ian Parry hat nun auch schon ein paar Alben draußen, aber nachdem die flüchtigen Eindrücke bislang eher auf einen austauschbaren Prog Metal Act schließen ließen, worin mich Jutzes Bewertung zum letzten Album nochmals bestätigte, hatte ich bislang nicht das Verlangen, mich mit der Band näher zu beschäftigen.
Umso überraschender fällt IV – Children of Tomorrow für mich aus. Gleich mit dem Intro zu der Konzeptstory, deren Ausgangspunkt der Kalte Krieg des 20. Jahrhunderts darstellt, nimmt einen die Atmosphäre des Albums gefangen, ohne dass man näher wissen müsste, um was es in der Geschichte genau geht. Sofort kommen einem Vergleiche mit AYREON in den Sinn und der Einfluss von Arjen Lucassen ist allgegenwärtig. Den mischt Parry auf IV – Children of Tomorrow aber sehr gut mit weiteren Versatzstücken des aktuellen Prog Metal-Genres, durch gewisse nahöstlich anmutende Einsprengsel und bombastische Chorarrangements glaubt man im ein oder anderen Moment sogar den Einfluss von SAVIOUR MACHINE zu spüren.
Parry lässt auf IV – Children of Tomorrow zu viel Gefrickel gar nicht erst zu, sondern konzentriert sich lieber auf eingängige Songs. Sein rauchiger Gesang und eine Fülle an guten Hooks und mitreißenden Melodien machen das Album aus. Die erneut stark an AYREON angelehnten Frauenchor-Passagen passen zu diesem Stil perfekt. Vom Doublebass-Song über das mehrschichtige Highlight Made in Heaven bis zur Blumen-Wiesen-Sonnenschein-Ballade Let the Wind carry you home deckt Parry ein wesentliches Spektrum zeitgemäßen Prog-Metals ab. Dabei setzt er auf Standards, kitzelt aus denen aber immer noch was raus – die Fülle an Feinheiten verwässert die Songs nicht, sondern wertet sie auf.

Wie auch schon der Vorgänger ist IV – Children of Tomorrow nicht besonders innovativ oder eigenständig. Dennoch hat Parry mit seinem neuen Album eine funktionierende Mischung abgeliefert, die mich jetzt nicht dazu bewegt in den Laden zu rennen, um mir den Backkatalog zuzulegen, aber auf jeden Fall hat das CONSORTIUM PROJECT ab sofort meine erhöhte Aufmerksamkeit.

Veröffentlichungstermin: 20.07.07

Spielzeit: 45:50 Min.

Line-Up:
Lou St Paul – Gitarre
Marcel Van der Zwam – Bass
Ivar de Graaf – Schlagzeug
Judith Rijnveld – Gesang
Ian Parry – Gesang
Rosita Abbink – Gesang
Erna Auf der Haar – Gesang
Joshua Dutrieux – Gitarre und Keyboard
Label: Metal Heaven / Soulfood

Homepage: http://www.grayzone.nl/website_consortium/

Tracklist:
1. A sign of the times
2. Nowhere fast
3. Neverland
4. Shadows
5. Exodus
6. Made in heaven
7. Let the wind carry you home
8. Enigma
9. Mastermind
10. Path of destruction
11. Children of tomorrow

Fierce
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