BLACK STONE CHERRY: Folklore and superstition

BLACK STONE CHERRY: Folklore and superstition

Mit ihrer ersten Scheibe konnten BLACK STONE CHERRY aus Kentucky in den USA bereits lautstark auf sich aufmerksam machen. Nun haben sie zusammen mit Bob Marlette (OZZY, SHINEDOWN, SEETHER) ihr zweites Album Folklore and superstition aufgenommen. Aufgenommen im Studio von Country-Sängerin MARTINA MCBRIDE wächst die Vermutung, dass die Jungs ihre deutlichen Southern Rock-Vibes noch stärker ausbauen. Da liegt man aber falsch, die Band schafft es, nun eine breitere Linie zu fahren und ist im positiven Sinne weitaus massenkompatibler als auf dem Debüt.

Auch wenn die Southern-Klänge allgegenwertig sind, auf Folklore and superstition wird in erster Linie mal hart und laut gerockt. Von Anfang an wird hart gegroovt, als Metaller wippt der Schädel mit, als Southern-Rocker dezent der Fuß und das Whiskeyglas in der Hand. Bedingt durch die Orientierung am Southern Rock sind die Songs gespickt mit tollen Melodien, welche dadurch nicht platt den Vorgaben des typischen Radio-Rocks folgen, aber gerade deswegen total Spaß machen. Dabei braucht man sich vor den Großmeistern des Radioairplay nicht mal verstecken, BLACK STONE CHERRY sollten ohne Umwege auch Freunde von Bands wie NICKELBACK, THREE DOORS DOWN und Co. oder in den melancholischeren Momenten auch CREED-Fans ansprechen. Und immer, wenn sie sich zu sehr dem Mainstream-Rock nähern, streuen sie geschickt ihre Southern-Tunes ein, coole Twinguitars oder drücken überraschend derbe rockend nach vorn. Sänger Chris Robertson, dessen Gesang irgendwo in der Schnittmenge zwischen Eddie Vedder (PEARL JAM) und Chris Cornell (SOUNDGARDEN, AUDIOSLAVE) liegt, klingt herrlich rau und reif. Im fetten Sound präsentiert macht diese Scheibe verdammt viel Spaß. Es gibt starke Rocker für das Collegeradio, schöne Balladen, um doch mal an den Charts mindestens zu schnuppern und durch die starken Southern-Anleihen eine durchaus eigene Note, ohne dabei in eine muffige Nische abzutauchen. Geht man davon aus, dass Things my father said als Single veröffentlicht wird, dürfte der Einstieg in die US-Charts gesichert sein. Eine sehr ergreifende Ballade, schmerzlich zu ertragen, wenn man selbst gerade eine schweren Verlust zu verarbeiten hat.

Bedenkt man, wie jung die Knaben anscheinend sind, so sollte hier noch einiges mehr gehen. Zumindest in den USA sollten ihnen eigentlich reichliche Türen offen stehen. BLACK STONE CHERRY bringen alles mit, um gegen die etablierten Rockbands anzutreten, haben zudem genug Eigenes, um aus der Masse herauszustehen.

Veröffentlichungstermin: 29.08.2008

Spielzeit: 53:05 Min.

Line-Up:
Chris Robertson – Vocals, Guitar
Ben Wells – Guitar
Jon Lawhon – Bass
John Fred Young – Drums

Produziert von Bob Marlette
Label: Roadrunner Records

Homepage: http://www.blackstonecherry.com

MySpace: http://www.myspace.com/blackstonecherry

Tracklist:
1. Blind man
2. Please come in
3. Reverend Wrinkle
4. Soul creek
5. Things my father said
6. The bitter end
7. Long sleeves
8. Peace is free
9. Devil´s queen
10. The key
11. You
12. Sunrise
13. Ghost of Floyd Collins

Frank Hellweg
Frank (“WOSFrank”) ist seit 2002 bei vampster und alt genug, um all die spannenden Bands live gesehen zu haben, als die selber noch jung und wild waren! Er kümmert sich um Reviews, News und andere Artikel sowie um interne Hintergrundarbeit. Lieblingsbands: TROUBLE, CANDLEMASS, BLACK SABBATH, SWALLOW THE SUN. Genres: Doom, Stoner, Classic/Retro/Hard Rock, US/Power Metal, Southern/Blues Rock, Psychedelic/Progressive Rock, Singer/Songwriter.