ASCEND THE HOLLOW: Echoes Of Existence

ASCEND THE HOLLOW: Echoes Of Existence

Das Tabu psychischer Erkrankungen wollen ASCEND THE HOLLOW mit ihrem aktuellen Album „Echoes Of Existence“ brechen. Als musikalisches Mittel wählte die Band dabei die Form des „Cyber Tech Metal“, der in seiner Grundausrichtung nicht unähnlich zum Stil von NIGHON ist. Nur mit dem Unterschied, dass der „Symphonic Industrial Shock Metal“ der Finnen um einiges besser unter die Haut ging.

Das Problem, dem sich ASCEND THE HOLLOW konfrontiert sehen, ist, dass „Echoes Of Existence“ einfach nicht so richtig in Fahrt kommen will. Die Kompositionen wirken zu zerfahren, als dass sich ein entsprechender Fluss entwickeln will. Erschwerend hinzu kommt, dass das komplette Album im Midtempo gehalten ist. Da gibt es kaum Ausbrüche nach unten und schon gar keine nach oben. Somit plätschert das Album bloß dahin, ohne sich nachhaltig festsetzen zu können.

„Echoes Of Existence“ spricht Tabu psychischer Erkrankungen an

Dabei wäre die angesprochene Thematik von „Echoes Of Existence“ durchaus spannend. Doch ist der Zusammenhang zwischen Inhalt und Musik nicht immer nachzuvollziehen, wenn in „Prisoners Of The Storm“ von Depressionen gesungen wird oder „Sea Of Crises“ den lunaren Wahnsinn beschreibt. Mehr Verständnis bringt man für die bi-polare Störung in „Polaris Calling“ auf. Dies liegt aber aufgrund des zweigeteilten Gesangs von M-Noise auf der Hand. Denn diese wechselt – wie auf dem gesamten Album – zwischen Growls und Clean-Gesang. Dabei erweist sich die Sängerin als ambitionierte Growlerin. Nur der Clean-Gesang lässt zu Wünschen übrig, als dass er – trotz Effekten – kaum Kraft entwickelt und Emotionen schürt.

ASCEND THE HOLLOW mühen sich um Balance zwischen Härte und Melodie

Instrumental sind vor allem die tief gestimmten Gitarren auffällig, die ebenso auf mehr Saiten (neun an der Zahl) als gewohnt zurück greifen wie auch der Bass (sechs Saiten). So richtig große Auswikrungen auf die Musik auf „Echoes Of Existence“ hat dies selbstredend nicht. Dennoch, so ganz schlecht reden darf man das Debütalbum von ASCEND THE HOLLOW nicht. Die kreativen Ansätze sind zweifelsfrei vorhanden, doch hat die Band noch Probleme damit, die Balance zwischen drückender Härte und eingängiger Melodie zu finden.

Veröffentlichungstermin: 07.06.2019

Spielzeit: 52:00 Min.

Line-Up:
M-Noise – Gesang
Raven – Gitarre & Programming
Gef – Gitarre & Programming
Davec – Bass

Produziert von Kris Norris (Ex-DARKEST HOUR)

Label: Dr. Music Records

Homepage: http://www.ascendthehollow.com

Mehr im Netz: https://www.facebook.com/ascendthehollow

ASCEND THE HOLLOW „Echoes of Existence“ Tracklist

1. Polaris Calling
2. Vessels
3. Mother Of Morality
4. Sea Of Crises
5. Into The Black Eye
6. This Dark Rage
7. Swarms Within
8. Prisoners Of The Storm (Video bei YouTube)
9. Repent Rewind Reset
10. C3lls

Christian Wögerbauer
Christian ist seit 2005 unser Vertreter der Österreicher Metalszene, rezensiert gern im Bereich Symphonic Metal, Doom, Melodic Death und auffallend gern Bands mit Sängerin. Genres: Symphonic Metal, Gothic Metal, Melodic Death Metal, Doom.