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ARCANIA: Dreams Are Dead

ARCANIA: Dreams Are Dead

Die französische Band ARCANIA besteht schon seit 15 Jahren, wurde aber durch mehrere – leider auch durch Schicksalsschläge erzwungene – Line-up-Wechsel immer wieder in ihrer Entwicklung gebremst, wonach Dreams Are Dead erst das zweite Full-lenght-Album der Combo aus Angers ist. Auf diesem stellen ARCANIA ihren Old-School-Thrash Metal mit modernen, technischen Elementen dar, der in mehreren Passagen an alte METALLICA, TESTAMENT und mit Abstrichen auch an GOJIRA erinnert.

Den Auftakt bildet allerdings ein atmosphärisches Intro, das vorab ein anderes Genre erwarten lässt – insbesondere weil der Anschlusstrack, Watch us dying, einer der technischeren, moderneren Songs ist, der mit versetzter Drum-Arbeit und kurz angespieltem Riffing eine eingene Dynamik entfaltet. Straightere Tracks wie Rise and never fall oder Dreams are dead gehen dagegen weit schneller ins Ohr und in den Nacken.

Dennoch sollte der auf Dauer zu monotone, rauhe Schrei-Gesang von Cyril Peglion nicht unerwähnt bleiben, der teilweise schon gegen Mitte des Albums zu ermüden beginnt. Diesem Umstand versuchen ARCANIA mit einer Reihe von Gitarren-Soli (z.B. Inside the crowd) sowie zwei Instrumental-Tracks entgegen zu halten, wobei vor allem Dreams end all days Beachtung geschenkt werden soll: Denn zu diesem rund elf Minuten langen Track dürfen durchaus Parallelen zu METALLICA-Instrumentals der 80er-Jahre (insbesondere Orion) gezogen werden.

Somit bleibt von Dreams Are Dead ein ambivalenter Eindruck: Zum einen sind die technischen Fähigkeiten der Band durchaus hoch einzuschätzen und auch die wachgerufene Erinnerung an alte Thrash-Klassiker ist auf der Habenseite ARCANIAs zu verbuchen. Zum anderen fehlt dem Album aber letztendlich der letzte Feinschliff, als dass man darin eintauchen könnte, und – insbesondere bei den Vocals – auch die Abwechslung.

Veröffentlichungstermin: Mai 2014

Spielzeit: 57:00 Min.

Line-Up:
Olivier Chéné – Schlagzeug
Guillaume Rossard – Bass     
Cyril Peglion – Gesang & Gitarre
Niko Beleg – Gitarre

Produziert von David Potvin @ Dome Studio, Angers (FRA)
Label: Great Dane Records

Mehr im Netz: http://www.facebook.com/pages/ARCANIA/214904209725

Tracklist:
1. Intro
2. Watch us dying
3. Rise and never fall
4. Face in the mirror
5. Dreams are dead
6. Inside the crowd
7. Dreams end all days
8. Suffering for an answer
9. A scar in our mind
10. Days end all dreams

Christian Wögerbauer
Seit 2005 bei Vampster und Lieferant für Reviews, News, Live-Berichte und -Fotos.Genres: Doom, Death, Gothic, Sludge