…AND OCEANS: A.M.G.O.D.

…AND OCEANS: A.M.G.O.D.

Affengeil! Kult! Eine Horde wildgewordener, elektrisierter Affen springt wie wahnsinnig im Fünfeck, wenn dieses Album läuft. Elektronischer Wahnsinn, haßerfüllter Black Metal, atmosphärische Kälte – all das vereinen …AND OCEANS auf dieser CD. Natürlich, solchermaßen durchgeknallte Idioten kommen aus Finnland – langsam beginne ich dieses Land wirklich zu lieben. Was die Norweger RAM-ZET hilflos schlecht versucht haben, zelebrieren …AND OCEANS mit beeindruckender Leichtigkeit – die Synthese aus moderner Elektronik und altbackenem Black Metal, wobei die Betonung ganz klar auf „Metal“ liegt. Und sie legen dabei einen Spaß an den Tag, der jeden Freund aggressiver Klänge in Entzücken versetzen dürfte. Zwar wirkt das Ganze bei den ersten Durchläufen doch arg wirr und vielleicht auch ein wenig langweilig, aber nach einiger Zeit, wenn man die Songs langsam im Kopf hat, entwickeln diese einen enormen Spaßfaktor. Man höre nur das geniale, ultra-brutale „Esprit de corps“, dessen Refrain aus haßerfüllt geschrienen „PIGS! PIGS! PIGS! ESPRIT DE CORPS!!“ besteht. Oder die eingängigen, ultra-coolen „Intelligence Is Sexy“ (welch Titel!!!) und „Tears Have No Name“, die zum Moshen und auch Tanzen einladen. Bei diesen Songs fallen auch die modernen Elektronikspielereien besonders ins Ohr, die richtig gut klingen. Genauso übrigens wie der Sound und die krassen Vocals. Trotzdem, bei all der Moderne verlieren …AND OCEANS nie die Tradition aus den Augen, denn bei „Odious & Devious“ fühle ich mich plötzlich an die Atmosphäre des einzig wahren „True Norwegian Black Metals“ erinnert, dem die Finnen ja auch irgendwie entstammen.

Fazit: „Allotropic/Metamorphic – Genesis Of Dimorphism“ ist ein herrlich durches Album, bei dem man so richtig schön die Sau rauslassen kann. Nichts für Melodiefetischisten, nichts für Black Metal-Puristen – aber auf jeden Fall was für durchgeknallte Affen wie mich. In diesem Sinne,

INTELLIGENCE IS SEXY!

VÖ: 19.02.2001

Spielzeit: 48:33 Min.

Line-Up:
Line-Up:

Killstar – vocals

Tripster – guitar

7even II – guitar

Plasmaar – keyboards

Atomica – bass

Martex – drums

Produziert von Tommy Tägtgren
Label: Century Media

Homepage: http://www.blackmetal.com/~mega/AO

Tracklist:
1. intelligence is sexy

2. white synthetic noise

3. tears have no name

4. esprit de corps

5. odious & devious

6. of devilish tongues

7. postfuturistika

8. tba in a silver box

9. new model world

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Andreas ist mit vampster und Metal großgeworden, liebt Wald- und Wiesenmusik und dreckigen Punk und alles, was dazugehört (Whisky, Wanderschuhe und ein kaltes Bier in dunklen Kellern z.B.), und schreibt und singt und kämpft für das Wahre, Gute und Schöne.