HEIRS: Fowl
Eine Reise in menschliche Abgründe zwischen Industrial, Dark Wave und gewaltigem Instrumental Rock.
Eine Reise in menschliche Abgründe zwischen Industrial, Dark Wave und gewaltigem Instrumental Rock.
DEL REY sind den deutschen Instrumental Rock-Fans vielleicht nicht allzu bekannt, aber mit dem wunderschönen "Immemorial" haben die fünf Musiker aus Chicago bereits ihr viertes Album parat. Dass es allerdings veröffentlicht werden konnte ist ein kleines Wunder. Nicht nur, dass der Band bereits zweimal der Van gestohlen wurde, kurz vor den Aufnahmen zu "Immemorial" wurde der Proberaum von DEL REY geplündert und das ganze Equipment geraubt. Warum die Musiker trotzdem nicht zu einer wütenden Hardcore-Band mutiert sind, lässt Drummer Michael Johnson im Interview nicht durchblicken. Eins ist jedenfalls sicher, was ihm zu unseren wild durcheinander gewürfelten Schlagwörtern einfällt, lässt keine Sorgen aufkommen, dass ihm Humor und Kreativität eines Tages ausgehen werden.
Naiver Grindcore mit mäßgem Unterhaltungswert live im Studio, die Vierte. In diesem Jahr.
Eine kurzweilige und actiongeladene, mit trashigem Charme versehen Rückkehr des Hörspielhelden.
KOM müssen wegen einem Armbruch ihres Gitarristen ihre Teilnahme auf dem DENOVALI SWINGFEST absagen. Ersetzt werden sie von der australischen Band THE NIGHT TERRORS. Das DENOVALI SWINGFEST wird von vampster präsentiert und findet am 9. und 10. Oktober im JUZ Papestraße in Essen statt.
In unserer Residenz Evil findet ihr ein großes Festival-Special, inklusive ausführlichem Interview mit den Machern des Festivals und Labels, sowie Kurzinterviews mit den teilnehmenden Bands.
Das FLEISCHAUFLAUF FESTIVAL in München muss nun, nach der Absage von DRECKSAU, komplett entfallen, da auch JAPANISCHE KAMPFHÖRSPIELE und EISENVATER ihre Auftritte absagen mussten. Die Veranstalter arbeiten an einem Ersatztermin, an dem alle fünf ursprünglich geplanten Bands spielen sollen.
Gute Unterhaltung mit Geheimbotschaften mit Köpfchen zwischen BEEHOOVER, DYSE und CELAN.
Die ideale Schnittmenge aus THE MARS VOLTA und COHEED AND CAMBRIA, fantastische Stimme inklusive. DENOVALI ist ein ungewöhnliches Label. Sie haben keine feste Zielgruppe, sie wildern in den Genres, sie brauchen keine großen Zugpferde, ihnen ist die Qualität ihrer Veröffentlichungen wichtiger, als die Menge an Output, den sie haben, und trotzdem gibt es regelmäßig neues Material, das Sammlerherzen höher schlagen lässt und interessierte Hörer auf Entdeckungsreise schickt. Kein anderes Label hat derzeit ein ähnlich gutes Händchen für talentierte Bands, die nicht in Schubladen passen, wie DENOVALI. Im Zuge unseres SWINGFEST-Specials befragen wir Labelboss Timo über die Geschichte, Arbeitsweise und Hintergründe von DENOVALI.
Wenn die halbe Stunde, die "Songs Of Ill-Hope And Desperation" dauert, vorbei ist, dann fühlt man sich darin bestätigt, dass die Welt ein Haufen Scheiße ist, der am besten gleich in einem Klo, irgendwo in der Galaxis runter gespült wird. Bis solche wunderbaren Utopien wahr werden, müssen wir uns mit CLINGING TO THE TREES OF A FOREST FIRE begnügen, die mit der Kraft eines nuklearen Erstschlags Grindcore und Sludge miteinander verbinden und das Genre auf den Kopf stellen. Das zweite Album der vier kranken Seelen aus Denver bietet genügend Stoff, um Sänger Ethan mit einem kleinen Brainstorming heim zu suchen, welcher seine Aufgabe beim Wort nahm und uns mit seinen spontanen Ergüssen, aber auch der einen oder anderen Anekdote beglückt.
"Vultures At Dawn" ist die beste norwegische Black Metal-Angelegenheit des Jahres, die nicht aus Norwegen stammt. THE FUNERAL PYRE haben mit ihrem vierten Album eine gnadenlose, pfeilschnelle und beizeiten auch doomige Liebeserklärung an GORGOROTH und alte DARKTHRONE abgeliefert, ohne jedoch ihre Crust- und Grindcore-Basis zu verlieren. Acht grandiose Songs, eine pechschwarze und böse dreiviertel Stunde hat das von Justin Bartlett aufgemachte Album parat, die sich wie ein Virus in den Schädel des Hörers fressen. Sänger John besinnt sich voll und ganz auf das Prinzip unseren Brainstormings und liefert kurze und prägnante, wenn auch nicht ganz überraschende Antworten.
Anders und doch gleich - ein wertvoller Beitrag zur interszenaren Undergroundverständigung.
Ganz spontan springen YNDI HALDA, zu deutsch "Genieße ewige Freuden", nach der Absage von THE PIRATE SHIP QUINTET auf das DENOVALI SWINGFEST auf. Die Briten sind trotz ihrer DIY-Mentalität bereits weit gereist, haben Deutschland in den letzten Jahren aber eher links liegen lassen. Die Neoklassik/Post Rock-Band gibt sich in Essen die Ehre und wird dabei Freunden von GODSPEED YOU! BLACK EMPEROR und A SILVER MOUNT ZION, die gerne eine Prise mehr Lebensfreude à la DO MAKE SAY THINK wollen, das Herz aufgehen lassen. Wir stellen Multiinstrumentalist James Vella zur Rede.
Instrumentale Magie aus Chicago, die nicht von PELICAN stammt!
Mit unsagbarer Spielfreude und viel Liebe zum Detail zeigen THE SAMUEL JACKSON FIVE, dass man Jazz und instrumentalen Post Rock verbinden kann, ohne dass gleich die Sicherungen beim Publikum rausfliegen müssen. Ihr DENOVALI-Einstand ist eine edle 4-LP-Box, die alle bisherigen Alben der Band enthält. Und Apropos Einstand: Gewitzt und doch mit genügend Ernsthaftigkeit, und sogar ein wenig Poesie ausgestattet, geben THE SAMUEL JACKSON FIVE als erste Band an diesem Wochenende den idealen Einstand für das DENOVALI SWINGFEST. Wir erteilen Multiinstrumentalist Sigmund Bade das Wort.
Mal sagenhaft, mal etwas saftlos - UNEARTHLY TRANCE verlieren auf ihrem fünften Album ein wenig die Balance. SWITCHBLADE verfolgen ihre eigene, lange Tradition, die auch jetzt weiterhin besteht, da die Dreifaltigkeit zu einer Zweifaltigkeit geschrumpft ist. Schlagzeuger Tim und Gitarrist Johan lassen es sich trotzdem nicht nehmen und werden mit ihren Amps Trommelfelle platzen lassen und Essen in einen hypnotischen Doom-Strudel reißen. Eine der ersten Stationen ihrer Reisen als Zweigespann führt die Schweden SWITCHBLADE nach Essen, wo sie auf dem diesjährigen SWINGFEST die Halle zum Einstürzen bringen könnten. Aber es dreht sich dennoch alles um Meditation, und den Geist auf Wanderschaft zu bringen. Das findet zumindest Drummer Tim in unserem Kurzinterview.
Ein Konsensalbum zwar, aber mit richtig guten Songs.