Evolution in progress: PREDATORY VOID überraschen mit neuem Stil und begeistern mit höchst intensiven Songs. „Atoned In Metamorphosis“ ist eine beeindruckende EP.
Die gute Nachricht: MAYHEM haben auf ihrem siebten Studioalbum hörbar Spaß. Die Schlechte: „Liturgy Of Death“ ist wegen all seiner Brutalität über längere Strecken recht durchschnittlich geworden.
Auf ihrem vierten Album „Panorama“ verlieren HÄLLAS fast den Boden unter den Füßen. Die schwedische Adventure Rock-Band orientiert sich dabei mehr denn je an den ikonischen Progressive Rock-Alben der 1970er und 1980er Jahre und betritt teils unbekanntes Terrain.
Eines der niveauvollsten Alben zwischen Death- und Black Metal des Jahres 2025 stammt von LYCHGATE. Mehr als fünf Jahre nach der großartigen EP „Also sprach Futura“ veröffentlicht die Londoner Formation „Precipice“, ein durch und durch pessimistisch-philosophisches Werk, das den literarischen Modernismus mit dem extremen Metal der späten Neunziger und frühen Zweitausender in atemberaubender Intensität niveauvoll und atmosphärisch verbindet. Kein Wunder, dass Bandchef Vortigern eloquent und smart auf unsere Fragen antwortet.
Auf der Suche nach dem Zuhause: KAUANs zehntes Album „Wayhome“ zerschmilzt vor Schönheit, ohne in zu viel Sentimentalität abzudriften. Das Einzige, das hier zum Glück fehlt, ist das Drama.
Die Heldinnenreise der ANNA VON HAUSSWOLFF: „Iconoclasts“ bricht aus dem Korsett des düsteren Indie aus, um ein Epos zu weben, das diesen Titel redlich verdient hat.
Die zweite Kollaboration von BELL WITCH und AERIAL RUIN besticht durch bewegendes Songwriting und mitreißende Momente, „Stygian Bough: Volume II“ fehlt allerdings der konzeptionelle Rahmen und zeigt die drei Musiker nur selten außerhalb ihrer Komfortzone.
Heiß und knusprig: MASSGRAVs sechstes Album „Pizza Speciale“ ist weniger Powerviolence, aber mehr Punk und macht aus den Stockholmern eine Hitmaschine.
Musik für die Log Ladies dieser Welt: AILISE BLAKEs Songs mäandern auf „Soave“ in nebeligen Soundwänden durch taufeuchte Herbstwälder aus vorchristlichen Zeiten.
In „O Xardín“ liegen Trauer und Wut, aber auch zarte Hoffnung: SANGRE DE MUERDAGO bespielen viele Emotionen auf ihrem archetypisch wirkenden, siebten Album. Dabei ist der heimliche Held in diesen 10 Stücken die Klarinette.
The future from before is now! LYCHGATE sezieren frühe Dystopien und die aktuelle Welt auf ihrem vierten Album „Precipice“ mit atemberaubender Intensität.
Auf „The Nihilist“ ändert der Goth-Americana Lonesome Rider DAVID GALAS seine Ausrichtung, hin zu teilweise erstaunlich tanzbarem Post Punk und Darkwave.
Brennende Herzen im Angesicht des kanalisierten Wahnsinns. MARTRÖÐs Debütalbum „Draumsýnir Eldsins“ hält trotz abgespeckter Besetzung das, was die EP „Transmutation Of Wounds“ versprach.
Musik für Nachtwächter: NATTRADIOs zweites Album „The Longest Night“ legt sich mit eleganter, etwas aus der Zeit gefallener Melancholie über seine Zuhörer*innen.
Effektive Misanthropie: ROTTEN SOUNDs neue EP „Mass Extinction“ löscht die Menschheit in zehn Minuten aus und zeigt die Band von ihrer Schokoladenseite.