DARKFALL: At The End Of Times

DARKFALL: At The End Of Times

DARKFALL sind in Österreich eine Institution in Sachen Melodic Death / Thrash Metal und haben in ihrem Heimatland schon beinahe jede Bühne bespielt, doch für den großen Durchbruch reichte es für die seit über zwanzig Jahren aufspielenden Grazer noch nicht. Das mag auch an der geringen Dichte an Veröffentlichungen liegen, ist doch „At The End Of Times“ erst das zweite Album von DARKFALL.

Angesichts dessen kann man mutmaßen, dass sich DARKFALL für das aktuelle Album genügend Zeit fürs Songwriting genommen haben und tatsächlich merkt man den Steirern eine Weiterentwicklung an, die sich in komplexeren Songs niederschlägt. So werden die durch die Bank etwas längeren Tracks mit mehreren Elementen gespickt und spielen mit Tempovariationen („Deathcult Debauchery“). Weiterhin werden auch die Wurzeln der Band gut miteinander verwoben, wenn sich Melodic Death und Thrash Metal die Hände reichen. Hervorzuheben sind hier in etwa der gute Opener „Ride Through The Sky“ und der treibende Thrash-Brecher „The Breed Of Death“.

„At The End Of Times“ beinhaltet variantenreiche Songs

Dagegen zünden manche Songs wie „The Way Of Victory“ oder „Ashes Of Dead Gods“ nicht auf Anhieb, als dass man hier den Groove nicht von der ersten Sekunde an für sich entdecken kann, die aber im Gegensatz zum langweiligeren „Your God Is Dead“ zumindestens das Interesse und die Motivation wecken, öfters angehört zu werden. Spannend ist dagegen das sehr melodisch aufgezogene „Blutgott“ sowie das erneut aufgenommene „Land Of No Return MMXVII“ von der 2001er „Firebreed„-EP, das einer Frischzellenkur unterzogen wurde.

DARKFALL und der Undergroundstatus

Spielerisch haben sich DARKFALL auf alle Fälle weiterentwickelt und man entdeckt auf „At The End Of Times“ schon einige instrumentale Schmankerl. Auch Sänger Thomas Spiwak, der im Übrigen das einzig verbliebene Gründungsmitglied der Grazer ist, zeigt mit seinen Growls – wie auch schon in der Vergangenheit – auf, bemüht sich jedoch nicht gerade um stimmliche Variabilität. Dennoch ein gutes Melodic Death / Thrash Metal-Album, das DARKFALL aber nicht zwingend aus der Umklammerung des Undergrounds befreien wird.

 

Veröffentlichungstermin: 08.09.2017

Spielzeit: 55:52 Min.

Line-Up:
Thomas Spiwak – Gesang
Stephan Stockreiter – Gitarre
Sascha Ulm – Gitarre & Backing Vocals
Markus Seethaler – Bass
Thomas Kern – Schlagzeug

Produziert von Peter Fritz

Label: Black Sunset / MDD

Homepage: http://www.darkfall.at

Mehr im Netz: https://www.facebook.com/DarkfallMetal

DARKFALL „At The End Of Times“ Tracklist:

1. Ride Through The Sky
2. The Breed Of Death
3. The Way Of Victory
4. Deathcult Debauchery
5. Ashes Of Dead Gods
6. Your God Is Dead
7. Blutgott
8. Welcome The Day You Die
9. Ash Nazg – One Ring
10. Land Of No Return MMXVII

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Christian Wögerbauer

Seit 2005 bei Vampster und Lieferant für Reviews, News, Live-Berichte und -Fotos.

Genres: Doom, Death, Gothic, Sludge