DEUTSCHE ALBUMCHARTS: mit DROPKICK MURPHYS, GOJIRA, MICK FLEETWOOD

Wir sind noch nicht im Sommerloch, aber insgesamt halten sich Rock- und Metal-Acts in den deutschen Albumcharts doch etwas zurück. Die Folk-Punk-Band DROPKICK MURPHYS sichert sich immerhin mit “Turn Up The Dial” den höchsten Neueinstieg auf Platz vier – es ist die dritte Top 10-Platzierung der Gruppe in Folge, der Vorgänger “11 Short Stories of Pain & Glory” schaffte es 2017 noch einen Platz höher. GOJIRA sind dagegen zum dritten Mal überhaupt in den Charts vertreten. Das vielseits hochgelobte “Fortitude” knackt dabei sogar den bandeigenen Rekord: Rang acht ist nochmals besser als der 14. Platz, den “Magma” 2016 belegte. Für PINK FLOYD ist ein solches Ergebnis dagegen eher Alltag: Die Live-Veröffentlichung “Live At Knebworth 1990” macht auf Position neun keine Ausnahme.

Klassisch geht es auf der Zwölf zu: MICK FLEETWOOD AND FRIENDS zollen mit “Celebrate The Music Of Peter Green And The Early Years Of Fleetwood Mac” der Vergangenheit Tribut und sind damit auch in der Gegenwart noch relevant. Mit der hat sich auch LABRASSBANDA eingehend beschäftigt: “Yoga Symphony No.1” ist ein Produkt des Zeitgeists, entstanden während der Pandemie und daher auch als unabhängige Veröffentlichung zu sehen. Mit dem Vorgänger “Danzn” (2020, #3) kann das Album nicht mithalten, Platz 30 ist aber auch kein allzu schlechtes Resultat. Im Interview mit vampster spricht die Band über den Hintergrund des originellen Konzepts.

Der Ausblick auf kommende Woche

Neu im Handel sind vielleicht keine richtigen Schwergewichte, aber dafür einige Geheimtipps. Für Freunde des modernen Metalcore gibt es etwa “Comatose” der Dänen GHOST IRIS. Von dort kommt auch ein echter Thrash-Knaller in Form von ARTILLERYs “X“. Starken Black Metal gibt es wiederum von INFERNO und deren “Paradeigma (Phosphenes of Aphotic Eternity)“. Auch ansonsten gibt es eine breite Mischung: Sludge / Doom kommt aus dem Haus APE VERMIN (“Arctic Noise”), die Doom-Helden CANDLEMASS haben eine Live-Platte mit dem Titel “Green Valley” herausgebracht und CVLT OV THE SVN wagen sich mit ihrem Dark Metal-Album “We Are The Dragon” in trostlose Gefilde vor. Auch progressiv wird es: KAYAK haben erst jüngst “Out Of This World” veröffentlicht, während SUMO CYCO (“Initiation”) aus dem Hause Napalm Records den Alternative Metal vertreten – vielleicht sogar in der kommenden Woche in den Top 100.

Die Neueinstiege vom 7. Mai 2021

Top 20
04. DROPKICK MURPHYS: “Turn Up That Dial”
08. GOJIRA: “Fortitude
09. PINK FLOYD: “Live At Knebworth 1990”
12. MICK FLEETWOOD AND FRIENDS: “Celebrate The Music Of Peter Green And The Early Years Of Fleetwood Mac
20. ROYAL BLOOD: “Typhoons”

Top 40
25. JA, PANIK: “Die Gruppe”
27. BILLY TALENT: “Dead Silence” [Re-Release] 30. LABRASSBANDA: “Yoga Symphony No.1”

Top 50 und weitere
50. TRANSATLANTIC: “SMPT:e” [Re-Release] 62. RPWL: “God Has Failed – Live & Personal”
63. DEATH FROM ABOVE: “Is 4 Lovers”
77. THE PRETTY RECKLESS: “Death By Rock And Roll” (WE)

Quelle: mtv.de