WACKEN OPEN AIR 2000

WACKEN OPEN AIR 2000

Tja, Leute, nachdem ich mit meinem Bang Your Head Bericht richtig gut angekommen bin (und ich bleib dabei, ich hab nicht genörgelt! >g< ), hab ich doch auch gleich die Aufgabe zugewiesen bekommen, den Rahmenbericht zum diesjährigen Wacken Open Air zu schreiben, das vom 03. bis 05. August 2000 im norddeutschen Wacken stattfand.

Für die bessere Übersicht:

Der kleine Wacken 2000 – Wegweiser:



Einleitung | Donnerstag | Freitag | Dark at Dawn | Samson | Deranged | Dark Funeral | Royal Hunt | Umbra et Imago | October 31 | Lock Up | Rhapsody | Desperados | Armored Saint | Iced Earth | Hypocrisy | Liege Lord | Breaker | Six Feet Under | Samstag | Freedom Call | Nightmare | Labyrinth | Pain | Blaze | Sentenced | Solstice | Lizzy Borden | Entombed | Vanishing Point | Demon | Nightwish | Hades | Morbid Angel | Spiritual Beggars | Heir Apparent | Knorkator | Engine | Onkel Tom | Zum guten Schluss…


EINLEITUNG

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Und es ist dieses Jahr tatsächlich wieder schwer zu sagen, welches von den drei „Hard Union -Festivals“ denn nun am besten war. Jedes einzelne Festival strahlt seine ganz besondere Atmosphäre aus und was die Organisation betrifft, so gab es zum Glück keine großen Ausfälle zu vermelden (ein Desaster wie auf dem Wave Gotik Treffen blieb uns Metallern ja glücklicherweise erspart).

Was das Line-Up betrifft, so würde ich das WOA jedoch eindeutig als die Nummer Eins bezeichnen, denn neben einigen hervorragend ausgewählten Szenegrößen gab es doch einige interessante Gigs unbekannterer Bands zu sehen, verglichen mit anderen Festivals liegt hier das Wacken klar vorne.

Ansonsten reihte sich das WOA in die Serie gelungener Metal-Open-Airs ein, da es wirklich nur wieder ein paar Kleinigkeiten gab, die es zu bemängeln gibt (dazu später mehr >g< ). Bei dieser Menge an Leuten ist es wieder erfreulich, wie friedfertig das WOA auch dieses Jahr über die Bühne gegangen ist und dank der hervorragenden Organisation wurden auch nicht künstlich irgendwelche Aggressionen geschürt. Dass Petrus gerne mal heimlich die Harfe gegen eine E-Gitarre austauscht, bewies er wieder einmal eindrucksvoll, da das Wetter ziemlich perfekt war. Die Sonne brannte nicht unbarmherzig auf die alkoholgeschwächten Schädel, Regengüsse blieben aber zum Glück auch das ganze Wochenende über aus.

Ideale Voraussetzungen also für ein gelungenes Festivalwochenende und das wussten ganze Massen an Metal-Heads zu schätzen, denn schon am Samstag-Nachmittag war es zu eher ungewöhnlichen Zeiten gerammelt voll vor den Bühnen, man hatte den Eindruck, schon jetzt würden die Headliner spielen. Hier macht es sich meiner Meinung nach auch wieder sehr positiv bemerkbar, dass auf dem WOA nicht ganz so viel Rummel um „Headlineracts“ gemacht wird, sondern jede einzelne Band erscheint gleichberechtigt und möge sie auch noch so klein sein.

So, und dann kommen wir also auch endlich mal zu der Nörgelei am Festival, die lustigerweise in dieselbe Kerbe , wie beim Bang Your Head schlägt. Zum einen wären da nämlich die völlig überteuerten Preise was Essen und Getränke anbelangt. Leute, wollt ihr uns noch das letzte Geld aus den Taschen ziehen? Klar, bei der Menge an Bands und dem Eintrittspreis dürfte man es eigentlich gar nicht wagen, über so ein Thema zu reden, aber auf dem With Full Force ging es doch auch!

Ebenfalls wenig Verbesserung gab es im Bezug auf die WOA Security. Auch dieses Jahr durften die Besucher immer wieder Sätze wie „das wird jetzt so gemacht, weil ich das so sage“ hören und auch wenn ich persönlich keine derartigen Erlebnisse mitgemacht habe, kamen mir einige Geschichten zu Ohren, dass die Security vor der Bühne wohl doch wieder durch extrem aggressives Verhalten unangenehm aufgefallen ist. Da könnten sich die Veranstalter ruhig mal ein Scheibchen beim Bang Your Head und With Full Force abschneiden, die das leidige Security-Thema ziemlich gut in den Griff bekommen haben.

Hoffte ich eigentlich, dass das Thema Strip-Shows beim Metal-Open-Airs mit dem Bang Your Head abgeschlossen wäre, so musste ich leider auch auf dem WOA feststellen, dass oberpeinliche Titteneinlagen mit Techno unterlegt und von einem Fernsehteams festgehalten wohl eine recht lukrative Einnahmequelle darstellt. Ich weiß ja nicht, aber ich hab echt von keinem einzigen gehört, dass er mit dem Auftritt von Chantal Chevalier etwas anfangen konnte. Dann holt doch echt lieber ROCK BITCH, da gibt´s wenigstens noch ´nen Bezug zum Metal! Neenee…das hätte man sich echt sparen können….

Als ebenfalls nicht ganz ideal erwies sich die Entscheidung, die Zeltbühnen zu vergrößern und das Zelt ganz wegzulassen. Zwar hatten somit die Bands mehr Platz auf und die Fans mehr Platz vor den Bühnen, dafür kam es soundtechnisch aber doch teilweise zu erheblichen Überschneidungen, die man die letzten Jahre immer erfolgreich vermeiden konnte. Besonders beim DEMON-Gig fiel es mir enorm auf, dass der superlaute ENTOMBED-Sound immer wieder den von DEMON erheblich beeinträchtigte. Man musste eigentlich schon direkt vor der Bühne stehen, um von solchen störenden Effekten verschont zu bleiben (Hätteste das mal gemacht, wie anständige Metaller! In der ersten Reihe war von ENTOMBED jedenfalls nicht zu hören…. Wings).

Naja, dafür ließen die Veranstalter zum Glück die fünfte Bühne komplett fallen, da diese letztes Jahr eigentlich nur für weiteren „Stress“ sorgte. Den hatte ich auch so schon genug, obwohl ich mir dieses Jahr fest vorgenommen hatte mir einige Auftritte von vorne herein abzuschminken, da es einem bei der Fülle an hervorragenden Acts irgendwann einfach nicht mehr möglich ist, sich auf den Beinen zu halten. Als ich mir am Sonntag um 01.15 Uhr als letzte Band ENGINE anschaute, taten sie mir aber dennoch wieder ordentlich weh und ich war froh, als ich dann endlich die Beine hochlegen konnte mit dem Gefühl „ja, es hat sich wieder gelohnt!“

Als richtig erfreulich empfand ich die Entscheidung, den Metal Market heuer auf 2 Tage auszudehnen, was diese IMO sehr wichtige Veranstaltung um einiges angenehmer gestaltete. Das Drängeln vor den Ständen war einfach nicht ganz so nervig, wie das sonst immer der Fall ist, da sich die Besucher des Metal Markets auf zwei Tage verteilten und so konnte man ein ganzes Stück gemütlicher durch das Zelt wandern, um sich das ein oder andere Schnäppchen zu ergattern. Und bei der Menge an Anbietern war es eigentlich auch fast unmöglich, den Market ohne eine Jagdtrophäe zu verlassen…das ist fast schon wie Fischen im Forellenteich…

So, nach dem allgemeinen Geplänkel kommen wir also endlich zum eigentlichen Bericht. Von vorne herein möchten wir uns dafür entschuldigen, dass wir nicht jede Band, die auf dem WOA gespielt hat, besprechen können. Bei der Menge an Bands ist es einfach nicht möglich alles anzusehen. Und bevor wir über jede Band ein paar nichtssagende Worte schreiben, die man auch schreiben hätte können, wenn man die Band nicht gesehen hätte, versuchen wir lieber, euch von den Acts, die uns interessiert haben einen richtigen Eindruck zu verschaffen. Ich hoffe, wir stoßen da auf Gegenliebe.

Und auch was die privaten Anekdötchen angeht, werden wir uns diesmal etwas zurückhalten. Vor einigen Einzelschicksalen werdet ihr aber dennoch nicht verschont… 😉


Donnerstag, 03. August 2000

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Es war mal wieder eine lange, aber dennoch lustige Fahrt zum Wacken Open Air und als wir dann endlich auf dem Campingplatz ankamen und unser erstes Festivalbier in der Hand hatten (das erste ist einfach immer das geilste!), waren wir gleich erstaunt, dass auf dem Festivalgelände schon einiges los zu sein schien. Während THE COMPANY OF SNAKES ihre alten WHITESNAKE Klassiker in die Menge schmetterten, verschafften wir uns einen ersten Überblick. Die Atmosphäre war klasse, die Leute in ausgelassener Stimmung und bereits jetzt floss das Bier in Massen. Ein großartiger Auftakt für das, was noch kommen sollte und als wir dann irgendwann vom Festivalgelände geschmissen wurden machten wir uns mit strahlenden (oder verstrahlten?) Augen ab ins Bett.


Freitag, 04. August 2000

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Äußerst gut gelaunt (nur unsere Mädels mussten mal wieder meckern…was habt ihr gegen STIKKI FYKK als Aufwachmusik???) erwachten wir am ersten Festivalmorgen und bevor es um 13.00 Uhr mit den ersten Bands losgehen sollte, war zunächst mal ein feudales Frühstück angesagt. Da saßen wir also nun und machten schon die ersten blöden Sprüche, als sich plötzlich der Himmel verfinsterte und sich ein Schatten über uns warf. Vor allem unsere Vampi war deutlich beeindruckt vor dem Berg an Mensch der sich plötzlich vor ihr aufbäumte und mit finsterer Miene fragte „Wer von euch hat die „Manowaritis“ geschrieben???“ Es war schon ein leichtes Zittern an ihrem Körper zu erkennen, als plötzlich alle Finger von sich selbst ablenkend auf Vampi zeigten und sich der Blick des Menschenberges noch mehr verfinsterte. Doch es sollte sich herausstellen, dass der Berg gar kein so übler Zeitgenosse war, zumindest hatte Tequila vom Metalstorm Magazin am frühen Morgen für einen bleibenden Eindruck gesorgt (Tequila, war echt kuul, dich mal kennenzulernen!).

Gerade von dem Schock erholt, machten wir uns dann auch auf, um das Vampster-Team zu sammeln, was erstaunlicherweise auch recht schnell gelang (Nur unser Andi blieb das ganze Festival über verschollen…wen haben wir denn kennengelernt??? 😉 ).

Nachdem das große Durcheinander dann auch geklärt war, war es auch schon Zeit, die ersten Bands zu schauen.

Die Qual der Wahl traf uns schon zu diesem Zeitpunkt, denn mit VADER und DARK AT DAWN warteten zwei harte Konkurrenten auf. Die Entscheidung verlief dann aber im Grunde genommen bei allen gleich: der Gewinner hieß DARK AT DAWN (die, die die Entscheidung schon vorher für VADER getroffen hatten, steckten dummerweise noch am Festivaleingang fest…)


DARK AT DAWN

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Auf DARK AT DAWN hatte ich mich ganz besonders gefreut, gehört ihr Debüt „Baneful Skies“ doch zu den stärksten Alben, die ich in letzter Zeit gehört habe. Der Meinung waren aber offenbar nicht ganz so viele Leute wie ich gedacht hatte, denn als ich um kurz vor 13.00 h zur Party Stage wanderte, war es dort noch erstaunlich leer. Das sollte sich aber Gott sei Dank bald ändern, und so hatten DARK AT DAWN dann doch für ihren „Wacken-Eröffnungs-Gig“ ein gutes, moshendes Publikum, von dem man so begeistert war, dass man es im Laufe der Show sogar mehrmals fotografierte. Musikalisch stimmte eh alles bei diesem Gig, die Band präsentierte sich in bester Spiellaune, der Sound war klasse, und Ausnahmesänger Buddy Kohlrausch sorgte mit seiner sehr charismatischen Reibeisenstimme für Begeisterung. Absolut fehlerfrei zockten die Jungs ihr „Baneful Skies“-Material fast vollständig und legten mit dem neuen, sehr guten Song „Blink Of An Eye“ noch was drauf. Endlich mal eine Band, die auf Klischees scheißt und einfach nur geilen, eigenständigen Power Metal spielt. Spitze!

Übrigens, einen weiteren Sympathiepunkt bekamen die Jungs von mir, als ich hörte, dass ein Bekannter den Gitarristen auf dem Gelände getroffen hat und dieser dabei fragte, ob er nachher zu GAMMA RAY ginge. Als dieser daraufhin mit „Nein, find ich scheiße„ antwortete, meinte der DARK AT DAWN-Gitarrist nur „Cool, ich auch.„ 😉 (Andi)


SAMSON

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SAMSON hatten ihren Drummer nach alter Sitte in einen Edelstahlkäfig verbannt, wo er mit beleuchteter Maske spielte. Sehr schönes Gimmick, war der Typ nun Thunderstick, oder war er es nicht? Habe ich nicht so mitbekommen, da der miserable Sound (unter dem fast alle Bands auf der True Metal Stage zu leiden hatten) und die eher bewegungsarme Performance mich nicht die gesamte Spielzeit aushalten liessen. Sänger Nicky Moore humpelte im Anschluss an den Auftritt auf zwei Krücken durch die Gegend – very strange… (Wings)


DERANGED

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Die schwedische Death Metal-Band, die sich ausgerechnet dem amerikanischen Death Metal verschrieben hat, war die erste Band, die ich am diesjährigen W:O:A zu Gesicht bekam, nachdem ich Vader dummerweise verpasste (mir blutet das Herz immer noch…). Jedenfalls freute ich mich erstmal auf ordentlich derben Death Metal. Die Show der Schweden war aber nicht besonders, der Sound hätte besser sein können und etwas mehr Action auf der Bühne hätte auch nicht geschadet. In einem kleineren Club würde diese Band sicherlich besser zur Geltung kommen, hoffentlich haben die Schweden bald die Möglichkeit, durch Europa zu touren. DERANGED prügelten sich durch ihre gesamte Bandgeschichte, gespielt wurden Tracks von „X-Rated“, „High on Blood“ und ihrem letzten

Output „III“. (Geork)


DARK FUNERAL

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Das Gegenprogramm zu DARK AT DAWN boten DARK FUNERAL. Anscheinend hatte die Band überhaupt keine Lust, zu spielen – selten habe ich so unmotivierte Musiker gesehen. Der negative Eindruck wurde vom mega-matschigen Sound noch bestätigt. Ich weiß, dieses Urteil hängt vom eigenen Standpunkt ab – aber auch bei dieser Musik würde ich gerne die einzelnen Instrumente differenzieren können.

Für den miesen Klang kann man DARK FUNERAL nicht unbedingt verantwortlich machen, wohl aber für ihr Stageacting. Eine lahme Entschuldigung wie „Too much Jägermeister“ ist auch keine Rechtfertigung für gelangweiltes Rumstehen. Schreihals Emperor Magus Caligula langweilte mit viel zu langen Ansagen, außerdem ist es nicht unbedingt nötig jeden, wirklich jeden Song einzeln anzukündigen. „Secrets of the black arts“, „Vobiscum Satanas“ oder auch „An aprentice of Satan“ vom aktuellen Album „Teach children to worship Satan“, alles wirkte auf mich lustlos, automatisch und ohne viel Einsatz runtergespielt.

Dem Publikum schien es aber dennoch gefallen zu haben – ich hingegen sehe nicht ein, warum es ein Grund zum Jubeln sein soll, wenn Herr Caligula seine Arme ausbreitet. Für den Wacken Auftritt hatten sich DARK FUNERAL übrigens den Drummer von DEFLESHED geholt. Mich könnten die Satanischen Azubis jedenfalls überhaupt nicht überzeugen, bis zu Meister ist es – ausgehend von diesem Gig – noch ein langer Weg. (Vampi)


ROYAL HUNT

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Auf die Dänen um Klimper-König André Andersen hatte ich mich besonders gefreut, gehören sie doch zu den wenigen Protagonisten der „neoklassischen“ Metal-Szene, die mich selbst über mehrere Alben hinweg nicht zu Gähnattacken reizen. Woran’s liegt? Keine Ahnung. Vielleicht schreiben sie einfach die packenderen Songs. Doch von deren Klasse war leider nicht allzu viel zu hören: Der Auftritt der Dänen litt – wie so viele andere – unter gravierenden Soundproblemen. Neben allzu dröhnenden Bässen, mit denen nahezu alle Bands auf den großen Bühnen – insbesondere aber auf der True Stage – zu kämpfen hatten, machten ihnen leider auch die Backing Vocals zu schaffen – beziehungsweise das Fehlen derselben. Bis kurz vor Ende des Gigs war von diesen nämlich nichts zu hören, was bei einer Band, die insbesondere in den Refrains stark auf Chorpassagen baut, fatal ist. So verlor das hochwertige Songmaterial, das weitgehendst auf neuere Stücke wie `Cold City Lights`, `Lies` oder `Message To God` baute, aber mit `Day In Day Out` auch das Debüt nicht verschmähte, natürlich enorm an Reiz und auch die brillante Gesangsleistung und das agile Stageacting des (ex?-) ARTENSION-Frontmanns John West konnte nicht mehr viel retten. Bleibt die Frage, ob das Mehrbühnenkonzept des Wacken Open Airs in dieser Form sinnvoll ist, denn die Tatsache, dass nach dem letzten gespielten Ton einer Band auf der Nebenbühne sogleich die nächste loslegt, erschwert den Tontechnikern die Arbeit natürlich immens. Denn diese können den Soundcheck im Vorfeld lediglich über Kopfhörer-Signale vornehmen, die aber allenfalls einen ungefähren Eindruck davon vermitteln, wie sich die Band später tatsächlich für den Zuschauer anhört. Hörbare Folge: Bis die schlimmsten Soundschwächen im Griff sind, dauert es zwei bis drei Songs. Im Falle ROYAL HUNT hatten die Bühnen-Techniker schlicht und einfach versäumt, die Mikrophone richtig zu verkabeln, und bis der Fehler gefunden wurde, war der Auftritt denn leider fast vorbei. Schade. Sehr schade. (Ilias)


UMBRA ET IMAGO

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Gut, einige Leute würden mich für verrückt halten, wenn ich sage, dass ich mich auf UMBRA ET IMAGO, ihres Zeichens wahrscheinlich die peinlichste Gothic-Band schlechthin, gefreut habe – aber es war so! Ich hatte schon soviel lustiges über die Show gehört, das musste ich einmal mit eigenen Augen sehen. Und lustig war es tatsächlich: In einer bombastischen Eingansfanfare betraten zwei leichtbekleidete Damen die Bühne und flankierten sie für Herrn Mozart, der ein brennendes Kreuz (!) trug. Gut, bereits jetzt bekam ich kaum noch Luft vor Lachen, aber es sollte noch besser kommen – noch viel besser! Nachdem der ein klein wenig geschminkte *hüstel* Maestro sein Kreuz umgedreht und auf den Boden gedonnert hatte, startete er mit irgendeinem entsetzlichen Song, der wie ein Mix aus Rammstein und irgendeinem Dancefloor-Mist klang (lustig dabei die beiden langhaarigen Gitarristen, die man kaum hörte und wahrscheinlich nur dabei waren, um es irgendwie wie Metal aussehen zu lassen…). Aber egal, ich war ja wegen der Show gekommen. Oder doch nicht? Hey, bereits der zweite Song war gar nicht so schlecht, und meine Erwartungen von wegen pseudo-intellektueller Gothic-Show wurden schnell über den Haufen geworfen, als Mozart was von „Wollt ihr mehr, ihr geilen Böcke?!“ brüllte, grinste und während eines Songs auf einmal ins Publikum sprang! Sowas cooles hatte ich nun wirklich nicht erwartet, und nun bekam der Mann sogar meinen Applaus. Als dann auch noch bei irgendeinem dubiosen „Milchmädchen-Lied“ die beiden inzwischen noch sehr viel leichter bekleideten Damen ihre nackten Oberkörper mit Milch einschmierten (!!), war ich restlos begeistert. Nein, nicht weil ich das so geil fand, ihr Perversen, sondern, weil ich nun wirklich vor Lachen nicht mehr konnte. Was für ein Spinner! Absoluter Kult! Oder was soll man sonst von Ansagen wie „Wir Gruftis verstehen was vom Ficken, ihr Metaller auch??? Jawoll, ihr seid unser Publikum!“ halten? Eben: das war Comedy vom Feinsten!

Besonderen Respekt verdiente auch der coole Anti-Nazi-Song, den Mozart mit den Worten „Wir brauchen keine zweite Deutsche Härte!“ einleitete. Ich hoffe, einige dieser bekloppten faschistoiden BURZUM-Fans haben das vernommen…

Und so blieb unterm Strich eine coole Show einer Band, die sich selbst nicht ernst nimmt und schlicht und einfach Spaß am Spielen hat – in jeglicher Hinsicht… (Andi)


OCTOBER 31

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Der King und seine Jungs worshiptem dem METAL und hatten zumindest die besten Ansagen des Festivals zu bieten („KORN oder LIMP BISKUIT? Haltet diese Scheiße raus aus euren Shops…“). King Fowley war als Sänger angetreten und hatte den Platz hinter dem Drumkit geräumt, nachdem sich der angekündigte neue Frontmann als „zuwenig Metal“ herausgestellt hatte. So kann’s gehen. Und die Band hatte massig Spaß, der King performte trotz des etwas unschönen Outfits sehr gelungen und ließ sich nicht mal aus der Ruhe bringen, als er beim lässigen Herumwirbeln des Mikroständers das Gesangsmikro in’s Publikum schüsselte. Fazit: live kommen OCTOBER 31 wesentlich mitreißender rüber als auf CD. Auch den True Metallern von Metal Blade muss, wie anderen US-Bands die in ihrer Heimat vor 30 Leuten auftreten, Deutschland aufgrund der Publikumsreaktionen wie das gelobte Land vorkommen. (Wings)


LOCK UP

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Der Auftritt des All-Star Projekts LOCK UP zählte für mich zu den besten am diesjährigen W:O:A. Neuzugang Thomas Lindberg (ex-AT THE GATES), der Peter Tägtgren an den Vocals ersetzte, erwies sich als genialer Frontmann, der es wahrlich verstand, die Fans anzutreiben und zu motivieren. Gespielt wurden natürlich die Songs vom aktuellen LOCK UP-Album „Pleasure Pave Sewers“, desweiteren ein NAPALM DEATH-Song (sorry, weiß nicht mehr welcher) und IMPALED NAZARENE’s „Satan’s Generation“, was mich wirklich sehr freute, da LOCK UP die beiden Songs verdammt geil rüberbrachten. Genial waren auch die Gastauftritte, allen voran natürlich NAPALM DEATH´s Mark „Barney“ Greenway, im Fußball-Trikot gekleidet, der auf der Bühne wie immer alles gibt und seine herrlich brutale Stimme zur Geltung bringt. Desweiteren trat auch der ehemalige Sänger Peter Tägtgren auf, um für einen Song die Vocals im Duett mit Thomas Lindberg beizusteuern, übrigens verließ Tägtgren die Band, da er (bekanntlich) auch ohne LOCK UP schon genug Arbeit am Hut hat, und das nicht nur in Wacken, wo er auch mit seinen beiden anderen Bands HYPOCRISY und PAIN auftrat.

Geiles Konzert, NAPALM DEATH Bassist und Gitarrist Shane Embury und Jesse Pintado

zeigten, dass sie auch ohne ihrer Hauptband ordentlich aufspielen können. Auch Drummer Nicolas Barker (ex-Cradle of Filth, Dimmu Borgir) war in Bestform und prügelte was das Zeug hielt! Verdammt geile Show!


RHAPSODY

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Auf ihrer Tour mit STRATOVARIUS haben sich RHAPSODY nicht unbedingt den Ruf einer erstklassigen Live-Band erspielt. Insofern war der Wacken-Gig eine durchaus positive Überraschung, denn die Italiener zeigten sich deutlich gereift und spielfreudig. Doch objektiv betrachtet gab es – neben dem obligatorisch zu basslastigen Sound – immer noch einiges zu bemängeln. So gehörte Sänger Fabio Leone zwar zu den Leistungsträgern, doch den restlichen Bandmitgliedern bereitete die Fülle an Samples offensichtlich so manches Problem: Mehr als einmal mangelte es an Feinkoordination mit den Chor- und Orchester-Einlagen, und das Zusammenspiel Tonband-Maschine wirkte nicht wirklich harmonisch. Natürlich ist es eine schwere Aufgabe, Werke wie `Symphony Of Enchanted Lands` live umzusetzen, versucht man es dennoch, muss man sich die Frage gefallen lassen, ob es in dieser Form wirklich Sinn macht. Und diese Frage würde ich persönlich nur bedingt mit “ja” beantworten. Meine Meinung: Entweder ganz oder gar nicht. Sprich: Entweder nur Auftritte mit Orchester (was an den immensen Kosten scheitern dürfte), oder der Verzicht auf eine 1:1-Umsetzung und ein Erarbeiten von live-tauglichen Versionen der Studioaufnahmen. Nun, letztlich entscheiden aber nicht maulende Kritiker, sondern die Fans, und die waren sichtlich und hörbar begeistert und feierten – prinzipiell ja auch superbe – Songs wie `Eternal Glory`, ` Wisdom Of The Kings` oder ` Flames Of Revenge` kräftig ab. Auf jeden Fall zu Recht bejubelt: ex-SIEGES EVEN- und nun-PARADOX-Schlagzeuger Alex Holzwarth, dessen präzises Drumming keine Wünsche offen ließ und der sein Können gar im Rahmen eines Solos beweisen durfte. (Ilias)


DESPERADOS

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Die Sonne versank langsam am Himmel – die beste Zeit für Westernhelden. Tom Angelripper, Alex Kraft und Band erscheinen in Kinderfaschings-Traumoutfit. In Ledermänteln und Cowboystiefel bewaffnet mit Colt zeigten DESPERADOS, was wahrer Western Rock ist. Eine aufwendige Bühnendeko mit Gewehrmikrofonständer und einem großen Galgen im Hintergrund, Pyros und Platzpatronen sorgten für staubige Westernatmosphäre. Dazu gab es noch eine kleine Showeinlage mit Saloon-Mädchen, die kurz in knappen Röckchen über die Bühne hüpften.

Die Band zeigte sich spielfreudig und hatte sichtlich Spaß daran, mit dem Klischee des Westernhelden zu spielen. Die gute Stimmung auf der Bühne übertrug sich recht schnell auf das Publikum, so dass bei Songs wie „Devil´s Horse“, „The dawn of Dying“, „Rattlesnake Shake“ oder „(Ghost)riders in the sky“ kräftig gefeiert und lautstark mitgegrölt wurde. Bei „My Gun and me“ ballerten Angelripper und Kraft dann auch richtig schön posig mit ihren Pistolen rum und genehmigten sich den ein oder anderen Schluck aus der Whiskeypulle.

Eine gute Party, nur ich persönlich kann Tom Angelripper langsam nicht mehr sehen. Vielleicht wäre er ganz gut beraten, mal ein Jahr lang kein Festival zu spielen. Dennoch gefielen mir die DESPERADOS recht gut, die Stimmung war klasse und die Jungs genossen ihren Auftritt sichtlich – was vom Publikum dankend aufgenommen wurde. (Vampi)


ARMORED SAINT

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Neun viel zu lange Jahre haben wir warten müssen, jetzt war es endlich soweit:

THE SAINTS ARE BACK – und wie!!!

21:30 Uhr und die Luft knisterte – mit „Can U Deliver“, „Delirious Nomad“ und „Reign Of Fire“ stieg die Band direkt mit drei Klassikern in ihren Set ein und hatte so das Publikum vom ersten Ton an auf ihrer Seite.

Die Rhythmusgruppe, Drummer Gonzo Sandoval und Basser Joey Vera, groovte wie Hölle, das Klampfenduo Phil Sandoval und Jeff Duncan harmonierte traumhaft sicher – als ob es die Pause nie gegeben hätte – und über all dem thronte souverän John Bush, der die Menge immer wieder anstachelte, ständig Kontakt zum Publikum suchte und sogar singenderweise ein Bad in der Menge nahm.

Mit „Pay Dirt“, „Creepy Feelings“ und „After Me The Flood“ gab es drei Stücke vom aktuellen Comeback-Album „Revelation“, ansonsten einen Querschnitt durch den Backkatalog der Band, der nach wie vor kein einziges schlechtes Album aufweist. „March Of The Saint“ und „Madhouse“, zwei Hits vom Debütalbum „March of the Saint“, das auch heute, nach über 15 Jahren, noch zu den absoluten Highlights der Power Metal-Geschichte zählt, beendeten nach einer Stunde leider schon viel zu früh dieses herrliche Konzertereignis, bei dem ARMORED SAINT ihren Ruf als eine der besten Livebands dieses Planeten mal wieder locker bestätigten…freuen wir uns also schon auf die Tour im Herbst, auf der wir dann sicher noch ein paar Evergreens mehr geboten bekommen werden!

Und jedem, der die Band hier gesehen hat, wird aufgefallen sein, an welcher Combo das Herzblut der Herren Bush, Vera, Sandoval und Duncan hängt…auch wenn sie ihre Brötchen mittlerweile auch bei anderen Projekten (u.a.Anthrax, Fates Warning, Engine, DC 4, etc.) verdienen… (Megafrank)


ICED EARTH

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Über ICED EARTH braucht man nicht viele Worte zu verlieren, diese Band ist einfach phantastisch. Um es kurz zu machen: Es war ein großartiger Auftritt, ein Erlebnis, das ich so schnell nicht vergessen werde. Jon Schaffer (der mit Halskrause spielte!), Matthew Barlow und Co. waren an diesem Abend einfach perfekt. Ob „Slave To The Dark“, „Watching Over Me“, „I Died For You“ oder „The Coming Curse“ – alles stimmte bis ins kleinste Detail. Die Stimmung war großartig, das Wetter stimmte – besser kann ein Festival-Gig gar nicht abgehen. Gut, es waren keine großen Überraschungen in der Show, aber wer braucht die schon bei dieser Band? Das war Metal pur! Ich zitiere eine Freundin: „Ich habe die göttliche Kraft gespürt!“ Keine weiteren Fragen… (Andi)

Die einzigen Überraschungen waren eher negativer Natur: Jon Schaffer wurde von seinem Arzt nahe gelegt, an diesem Abend nicht aufzutreten um ernste gesundheitliche Probleme zu vermeiden. Dafür, dass Jon trotzdem gespielt hat ein DICKES LOB! Manche „Rockstars“ zicken wegen irgendwelchen Nichtigkeiten rum und sagen Konzerte ab, Jon Schaffer beißt die Zähne zusammen und tritt auf. Leider wurde er mit einem absolut mießerablen Sound gestraft, der die ersten drei, vier Songs für die gesamte Band zu einem kleine Chaos werden ließ – die Gitarre war während der ersten rund zwanzig Minuten wohl weder auf der Bühne noch im Publikum zu hören. Trotz dieser Probleme: Iced Earth haben einen wirklich guten Auftritt hingelegt. (boxhamster)


HYPOCRISY

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Mr. Ich-habe-überall-meine-Finger-mit-drin-Tägtgren machte seinem Ruf als Workaholic auch auf dem Wacken alle Ehre: ein Gastauftritt bei LOCK UP (das ganze Set war selbst ihm zuviel), ein Gig mit PAIN und schließlich auch noch eine Dreiviertelstunde HYPOCRISY. „HYPOCRISY destroys Wacken“ – zu zweiten Mal. Im Prinzip war der Gig wie das neue Album „Into the abyss“, eine ausgewogene Mischung aus Prügelnummern und eher melodie-betonten Stücken.

Obwohl Tägtgren einen nicht gerade taufrischen Eindruck machte und ab und zu doch etwas unkoordiniert über die Bühne stampfte, gehört er für mich zu den interessantesten Frontmännern überhaupt. Er schien zu wissen, was von ihm erwartet wurde, und hatte sich soweit im Griff, dass er ein fehlerfreies Set lieferte und auch angeschickert ziemlich beeindruckt.

Seine Ausstrahlung kam ihm einmal mehr zugute, der Platz vor der Bühne war übervoll. Die 45 Minuten verflogen förmlich, eine massive Wand aus kontrolliertem musikalischen Chaos begeisterte ein paar tausend Leute. Der Sound war kristallklar, ein kühler Wind wehte durch die blaue Dunkelheit – optimale Bedingungen für die kalten, brutalen Songs.

Es spielte keine Rolle, von welchem Album die Songs stammten – die Tracklist war unglaublich stimmig, für mich hatte dieser Auftritt am meisten Atmosphäre. HYPOCRISY verzichteten auf eine aufwendige Lightshow, die schlichten bunten Strahler und weiße Stroboskop-Blitze lenkten nicht ab, sondern untermalten Killersongs wie „Fire in the Sky“ oder „Roswell 47“ eindrucksvoll. Leider war viel zu schnell Schluss – ich – und nicht nur ich – hätte gerne noch länger völlig beeindruckt zugeschaut. Killer!!!!!!!

Und noch eine kleine Anmerkung: Schon vor des HYPOCRISY-Gigs waren für meinen Geschmack viel zu viele Leute auf dem Gelände unterwegs. Um von Iced Earth zu HYPOCRISY zu kommen, musste man bis an das hintere Ende des Geländes zurückgehen und sich von dort wieder nach vorne drängeln und schieben. Während der Hypo Show war sogar seitlich der Bühnen viel zu viel los. Das hätte auch böse enden können – liebe Veranstalter, gestaltet im nächsten Jahr unbedingt den Bühnenbereich großzügiger. Eben weil es viel zu voll war, haben wir dann auch darauf verzichtet, uns bis zu GAMMA RAY durchzuquetschen. (Vampi)


LIEGE LORD

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Meine Fresse. Vom Lehnsherrn hatte ich so circa gar nichts erwartet, aber dann: ein US-Powermetalinferno, das allen Bodygepainteten bewiesen haben sollte: das Outfit ist scheißegal, die Mucke zählt. Brachialste Breitseiten, durch überirdische Gitarrenarbeit veredelt. Jungs, kommt zurück und nehmt endlich wieder ’ne Platte auf. Wir brauchen euch! Und wenn man sich zum Ende des Gigs um 2.00 Uhr nachts das Publikum ansah, wusste man, wo die treuesten Fans sitzen. (Wings)


BREAKER

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Direkt im Anschluß an LIEGE LORD konnte man sich einer anderen Legende widmen: BREAKER! Der zweite Europa-Gig der Amis ever (der erste hatte am Mittwoch in Bremen stattgefunden) entschädigte die verbliebenen Unverzagten und auch die Band selbst für alle Wartezeiten und musikalische Enttäuschungen der Vergangenheit. Bestens eingespielt wurden alle wichtigen Songs von „Get Tough“ in’s Publikum abgefeuert, Sänger Jim Hamar froh sich zwar ’nen Ast, wenn er gerade mal nicht auf der Bühne unterwegs war (und verschwand bei jedem Solo am Bühnenrand, um sich die Lederjacke überzuwerfen), aber BREAKER war ihre Zufriedenheit über die Loyalität und das Entgegenkommen der Fans deutlich anzumerken. Welche Band zaubert um diese Urzeit noch so viele Zuhörer vor die Bühne, obwohl die letzte vollständige Veröffentlichung mehr als eine Dekade zurückliegt? (Wings)


SIX FEET UNDER

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Eins muss man den Mannen um Supergrunzer Chris Barnes schon mal hoch anrechnen: Sie haben es geschafft, mich aufzuwecken. Ich war nämlich schon fast eingeschlafen, als Kai Hansen mit seinen zehnminütigen Mitsingspielchen bei „Somewhere Out In Space“ auf der Bühne nebenan einfach nicht aufhören wollte. Man möge mir Blasphemie vorwerfen, aber ich hatte an diesem Abend keinen Bock auf GAMMA RAY, und so war meine Freude umso größer, als ich endlich mit „War Is Coming“ auf dem Stehschlaf aufgeweckt wurde – und da ging es ab! Vom ersten Ton an wurde gemosht, gepogt und gehüpft was das Zeug hält. Der Sound war perfekt, Chris Barnes in Bestform, und irgendwie waren SIX FEET UNDER halt einfach genau das richtige um halb drei Uhr nachts, nachdem man eine halbe Stunde „Happy Happy GAMMA RAY“ ertragen hatte. Da klang „I tear you up and fuck the holes I cut into you“ (aus „Torture Killer“) schon wesentlich besser zum Mitbrüllen. So muss das sein! Death Metal, riffbetont, knallhart und perfekt zum Pogen und Moshen. Was will man mehr in einer kühlen Nacht? Und so sprang und moshte ich wild durch die Gegend (der Höhepunkt war „Feasting On The Blood Of The Insane“), die Herren auf der Bühne spielten extrem gut, und der beste Grunzer der Welt bölkte „You want more fucking Death Metal, shit motherfuckers??“ ins Publikum. Das war Wacken in Reinkultur – laut und dreckig. Und genau das sind SIX FEET UNDER. Deshalb: Supergig! (Andi)


Samstag, 05. August 2000

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Nachdem der erste Festivaltag vom Line-Up her ja noch nicht ganz so stressig war, war uns allen schon irgendwie Bange, was der Samstag bringen sollte, denn keiner hatte so eine richtig große Pause im Programm. Doch was will man machen, als Metaller muss man auch mal leiden können. Da hilft so ein richtig gutes Frühstück doch gleich viel weiter…das heißt, wenn man in der Lage ist, eines einzunehmen >g< . Aber ich hatte ja auch noch ein bisschen Zeit mich zu erholen, denn die erste Band, die ich unbedingt sehen wollte, hatte leider abgesagt: IMMOLATION konnten nicht nach Deutschland kommen, da ein Bandmitglied verpennt hatte, seinen Reisepass zu verlängern. Dabei wusste er doch schon lange genug, dass er auf dem Wacken auftreten sollte. Zu schade... Naja, aber da ich nicht der einzige bin, der sich auf Festivals Bands anschaut, lass ich zunächst einfach mal die anderen zum Zuge kommen…

FREEDOM CALL

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Böse Zungen behaupten, FREEDOM CALL klängen mehr nach HELLOWEEN als HELLOWEEN selbst. Ist natürlich eine dreiste Lüge. Manchmal klingen sie nämlich auch nach GAMMA RAY. Vor allem, wenn man sich vorstellt, Kiske würde statt Hansenmann ins Mikrophon jubilieren und hätte noch Bock auf fröhliche Schunkelmelodien mit „Rise And Fly My Eagle Free Into The Kingdom Of The Universe“-Texten. So viel Frohsinn am (vergleichsweise) frühen Morgen mag zwar nicht jedermanns Sache sein (auch nicht eben die des Rezensenten), doch die Zuschauermenge, die sich um 10 Uhr 30 vor der True Stage versammelt hatte, war merklich angetan vom Strahle-Kürbis-Metal der Hamburger, die souverän und in bester Spiellaune die Songs ihres Debüts ‚Stairway To Fairyland‘ zum Besten gaben. Und – einmal mehr zum Leidwesen des Rezensenten – auch noch ein neues Stück präsentierten, das gar NOCH fröhlicher dahergeschunkelt kam als der Rest der Setlist. Fazit: In ihrem Metier macht FREEDOM CALL (außer Altmeister Kai) so schnell keiner etwas vor, doch man muss es mögen. Die Fans taten es. Der Rezensent freute sich indes ausnahmsweise über die erfrischende Brise Brachial-Lärm, den die (ihm leider gänzlich unbekannten) Südafrikaner AGRO von der benachbarten Black Stage herüberdonnern ließen, während FREEDOM CALL sich von der Bühne trollten. DAS ist der Sound eines bewölkten Sommer-Morgens… (Ilias)


NIGHTMARE

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Eine AB-SO-LUTE UNVERSCHÄMTHEIT eine der geilsten Bands dieses Festivals mit 30 läppischen Minuten Spielzeit abzuspeisen. Die Franzosen rockten ohne die kleinste Pause, knallten alle Bandhymnen in das zahlreich erschienene True-Metal Publikum und hatten durch ihre hyperaktive Bühnenpräsenz in Windeseile alle um den Finger gewickelt. Eine der positivsten Überraschungen beim WOA 2000. Wer Nightmare nicht kennt, hat (um 10.30 Uhr nicht ganz so verwunderlich) gepennt. Geht wenigstens hin und kauft die CD. Sonst gibt’s Albträume. (Wings)


LABYRINTH

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High Noon: Die Italiener LABYRINTH erklommen – wieder einmal viel zu früh – die Bühne. Eine Schande, dass die Band nach einem Album wie `Return To Heaven Denied` immer noch zu derart undankbaren Zeiten ran muss, doch sie machte das Beste daraus: Der Sound war nach dem True Stage-Bassmatsch des vorherigen Tages erstaunlich transparent und druckvoll, die Musiker angenehm agil und die Songs ohnehin im megagrünen Bereich. Neben gebührend bejubelten Quasi-Klassikern wie `Lady Lost In Time`, `New Horizons` oder der Bandhymne `Thunder` stellten LABYRINTH auch zwei der gelungeneren Stücke des neuen (und meiner Ansicht nach reichlich durchwachsenen) Albums `Sons Of Thunder` vor, namentlich `Chapter 1` und das Titelstück, die live wesentlich klarer und kraftvoller klangen als noch auf Tonträger, bei dem der schlechte Mix dem Songmaterial offensichtlich ordentlich zugesetzt hat. Dennoch waren und bleiben LABYRINTH zu Recht eine der Speerspitzen der italienischen Melodic Power Metal-Bewegung und werden mit Sicherheit nicht so rasch in der Versenkung verschwinden. (Ilias)


PAIN

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PAIN und Sonnenschein – wie passt das denn zusammen? Nach dem furiosen Auftritt beim With Full Force im Juli waren die Erwartungen an PAIN natürlich hoch, besonders weil der Gig in Roitzschjora durch die Lightshow eine kalt-sterile Atmosphäre hatte.

Man kann zu PAIN stehen wie man will, eines muss man Tägtgren lassen: Live sind die Industrial-Metal Songs wirklich ein Brett. Um das Problem des strahlenden Sonnenscheins hatte er sich geschickt herumgemogelt. Kurz nach eins standen zwar sämtliche Musiker auf der Bühne (die nebenbei bemerkt, einen homogeneren Eindruck machen als manch andere Band, die seit Jahren zusammenspielt), doch die Hauptperson fehlte noch. Umso wirkungsvoller war dann sein Auftritt: Mit roten Kontaktlinsen, Lederoutfit, Mantel, Hörnern und rot getünchtem Gesicht, Händen und Hals zeigte er, wie man sich richtig schminkt. Hoffentlich haben das viele der Weißgesichter, die ihr CorpsePAINt auf den kopf beschränken gesehen – es wirkt weitaus weniger albern, wenn man sich etwas mehr Mühe gibt!

Optisch war der Gig ein wahrer Augenschmaus, erstaunlich wie wandlungsfähig Tägtgren ist. Einen Abend zuvor ballerte er ohne große Show HYPOCRISY Songs in Publikum, jetzt schaffte er es, bei hellem Tageslicht als diabolischer Gehörnter nicht gekünstelt oder albern zu wirken. Neben den aktuellen Songs gab es auch wieder einen alten Track, „On your Knees“ von ersten PAIN Album. „She wipped“, „a song about sex… about SM-Sex“ widmete Tägtgren seiner Frau – jetzt wissen wir das also auch…

Tracks wie „End of the line“ oder „On and on“ bewegten eine erstaunlich große Zahl an Festivalbesuchern dazu, ihren Schlafsack zu verlassen und sich vom Teufelchen die Lebensgeister erwecken zu lassen. Ich denke nicht, dass es viele bereut haben – schließlich wurden sie mit einem souveränem Set belohnt, eingespielt ist die Band zweifelsohne, und die Tägtgrensche Wandlungsfähigkeit ist erstaunlich. (Vampi)


BLAZE

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Dass die beiden von Blaze eingesungen Iron Maiden Scheiben sicherlich nicht zu den Höhepunkten der Band gehören, dürfte hinlänglich bekannt sein. Es wäre aber zu einfach dafür nur Blaze Bayley verantwortlich zu machen. Dass er ein großartiger Sänger und Songwriter ist, hat er kürzlich auf seinem Debütalbum eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Am Samstag Nachmittag durfte er dann endlich seine neuen Songs, auf der großen Bühne, einen breiten Publikum vorstellen.

Spätestens beim dritten Song „Ghosts in the machine“ wurde der letzte Zweifler eines Besseren belehrt. Die Band (Betonung liegt auf Band! Dies ist kein Soloprojekt mit austauschbaren Musikern) präsentierte sich in Topform und man merkte wirklich nicht, dass erst einige kleine Warm-up Gigs in England gespielt wurden. Blaze Mitstreiter nutzten den vorhandenen Raum auf der Bühne und waren sehr spiel- und bewegungsfreudig. Blaze selbst lief von einem Ende zum anderen und feuerte das Publikum immer wieder an. Er war aufgrund der positiven und lautstarken Publikumsreaktionen sichtlich erfreut. Auch wurden mit „Futureal“ und „Man on the edge“ zwei Maiden Songs gespielt. Besonders letztgenannter war der Abräumer des Gigs und der Refrain wurde aus Hunderten von Kehlen mitgegrölt. Der Auftritt war zu keiner Sekunde langweilig, woran man wieder erkennen kann, wie abwechslungsreich die Songs sind. Straighte Abgehnummern („The launch“) wechseln sich mit langsameren Tracks und einfach schönen, zeitlosen Metalnummern („Silicon Messiah“) ab. Feuertaufe bestanden! Eine Clubtour im Herbst steht nichts mehr im Wege. Die Band präsentierte sich sehr fannah und lief nach dem Gig übers Gelände um sich mit Fans fotografieren zu lassen. Klasse Aktion.

Einen klitzekleinen Kritikpunkt habe ich aber doch noch. Es nervt pro Songs ca. 5mal das bekannte „Wer ist lauter“, „Wir klatschen alle zeitgleich in die Hand“ Spiel zu beginnen. Mich nervt es jedenfalls. Kann natürlich aber auch daran liegen, dass ich nie als Musiker auf einer Bühne gestanden habe 😉

Eine der positivsten Überraschungen des Festivals! (Megafrank)


SENTENCED

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Ehrlich gesagt, hatte ich damit gerechnet, dass sich zur Sentenced Show weniger Fans einfinden werden. „Crimson“ ist kein schlechtes Album, allerdings haben die Finnen in der Vergangenheit auch schon bessere Nummern geschrieben. Offensichtlich wissen die Alkoholvernichter wohl aber ganz genau, welche Songs sie auf einem Festival spielen müssen. So wurden die vielen Fans auch mit dem Sentenced Klassiker „Nepenthe“ belohnt – spätestens nach diesem Song wurde die Band gefeiert. Insgesamt verzichteten die Finnen darauf, allzu viele Tracks vom aktuellen Album zum besten zu geben und konzentrierten sich mehr auf die Songs von „Down“ und „Frozen“.

Anfangs wirkte die Band etwas holprig, irgendwie schlich sich die ein oder andere Unsauberkeit ein, was im Lauf der Zeit allerdings aufhörte. Zum Beispiel war „Bleed“ für meinen Geschmack entschieden zu langsam gespielt, doch im Verlauf wachten die Jungs zum Glück auf. Dreh- und Angelpunkt war einmal mehr Fronter Ville Laihiala, der erstens ein völlig untrues rotes Shirt trug und sich dann auch noch der Länge nach auf den Bühnenboden stolperte. Dennoch wird er als Frontmann immer sicherer und auch sein Gesang verbessert sich von Show zu Show. Einmal mehr zeigte sich sein Talent, die Masse zu dirigieren – eine kurze Andeutung und das Publikum klatschte lammfromm mit.

„Suicider“, „Noose“, „Farewell“, „Dead Moon Rising“ so ziemlich jeder Song wurde dankbar aufgenommen und bejubelt. Ein schöner Gig, der zwar nicht der Überhammer war, der aber dennoch sehr viel Spaß machte. Und „Nepenthe“ ist ohnehin ein Kult-Song – schön, dass er noch immer zum Programm gehört. (Vampi)


SOLSTICE

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Eigentlich hätte ich mir den Auftritt von SENTENCED ja auch gerne angeschaut, doch wann bekommt man schon die Gelegenheit die mächtigen SOLSTICE live erleben zu dürfen. Und im Grunde genommen dürfte ich die Band SENTENCED in diesem Review ja gar nicht erwähnen, denn bereits beim Stimmen der Gitarre hatte Rick Walker mächtig Spaß daran die bereits aufspielenden Finnen zu denunzieren. Mit der Ankündigung „We play Real Metal“ begann Walker breit grinsend eine Reihe an Beschimpfungen zur anderen Bühne rüber, die vom Publikum auch gleich unter Jubel angenommen wurden. Spaßig war´s auf jeden Fall! (Und wenn ich das mal kurz ergänzen darf: warum kündigt sich eine Band mit „We are SENTENCED from Finland and we like to play Heavy Metal“ an, wenn sie es dann doch nicht können/wollen? Dann macht’s doch! – Wings)

Und dann ging´s auch endlich los! Auf CD fand ich SOLSTICE ja schon immer ziemlich klasse, aber seit ich die Band auf dem Wacken zum ersten Mal live erleben durfte, bin ich von der Band einfach nur noch hin und weg! Jaaa! Das ist Metal wie ich ihn verstehe! Genau so muss das sein! Die Gitarren blasen einen fast um und der Sänger verpasst einem eine Gänsehaut nach der anderen! Wie ein Geschichtenerzähler steht Morris Ingram auf der Bühne und zieht den Hörer durch seine Göttervocals in den Bann. Auch wenn man nicht versteht, von was er singt, man kann einfach fühlen, um was es geht und durch seine beeindruckende Gestik unterstreicht er die Intensität der einzelnen Songs. Grandios!

Egal welcher Song die Band spielte, die recht kleine Schar vor der Bühne war wie verzaubert und ich denke nicht nur ich musste kämpfen, damit die Freudentränen nicht in Strömen kullerten.

Hauptaugenmerk des Gigs lag eindeutig beim neuesten Album „New Dark Age“ und gerade die Songs dieses Albums sind live der absolute Hammer! Egal ob „Cimmerian codex“, „Cromlech“ oder wie die Songs auch heißen, jeder einzelne erstrahlt live in einem ungeahnten Licht. Schade fand ich eigentlich nur, dass die Band den Auftritt mit dem TRESPASS-Cover „Stormchild“ abschloss, den ich denke, wenn ich an dieser Stelle MANOWAR´s „Gloves of Metal“ zu hören bekommen hätte, wäre ich ins metallische Koma gefallen!

Für mich *der* (!!!) Auftritt des Wacken Open Airs!!! (Fierce)


LIZZY BORDEN

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Immer noch ergriffen vom SOLSTICE-Auftritt machte ich mich dann auf in Richtung True Metal Stage, wo LIZZY BORDEN bereits die ersten Songs hinter sich gebracht hatten. Diese Band ist einfach die perfekte Gute-Laune-Band für jedes Festival und auch wenn der Auftritt nicht ganz so beeindruckend ausfiel, wie im letzten Jahr in Balingen, hatte das Publikum sichtlich Spaß an der Show. Neben altbekannten Gassenhauern wie „Master of Disguise“ oder „Me against the World“ boten LIZZY BORDEN tatsächlich bereits den ein oder anderen Song vom kommenden Album „Deal with the Devil“, wobei ich leider nur den Titelsong selbst zu Hören bekam. Und Lizzy selbst zeigte sich mal wieder in Hochform. Neben seinen verschiedenen Maskeraden gehörte sicher der Auftritt der auf 80er Jahre gestylten Tussi zum Höhepunkt der Show, bei deren doofen Rumgehhopse auf der Bühne man geradezu erfreut war, Lizzy Borden im Hintergrund mit der Axt zu sehen und als das Mädel dann endlich tot von der Bühne getragen wurde, kam der Applaus mehr als gerechtfertigt >g< . Bei LIZZY BORDEN freut man sich einfach über jede Showeinlage und möge sich auch noch so abgenudelt sein. Schon allein die Ausstrahlung dieses Frontmanns genügt um jede Show zu rechtfertigen und da nimmt man es der Band auch nicht übel, wenn sie sich im Zeitplan etwas verkalkuliert, weshalb ENTOMBED bereits auf der Bühne nebenan loslärmten, als gerade die letzten Klänge von "Red Rum" verklangen und die Federn des mitgebrachten Kissens noch hoch über dem Publikum schwebten. Einfach cool. (Fierce)

ENTOMBED

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Instrumente stimmen mit ENTOMBED? Ein Musikerworkshop auf der Black Stage? Wie sich später rausstellte, kamen ENTOMBED erst morgens aus New York und irgendwo auf der Reise war ihr Gepäck verschollen, so dass sie sich mit fremdem Equipment herumschlagen mussten. Da kann man die endlosen Nachstimmereien der Instrumente verzeihen.

ENTOMBED rockten wie Sau, auf Äußerlichkeiten wird bei dieser Band kein Wert gelegt. Wo andere sich einen abbrechen, um möglichst evil rüberzukommen, death und rollt L.G. Petrov auch mal mit sperrangelweit offen stehendem Hosenladen. Normalerweise kann ich hardcore-lastigem Stageacting nicht das geringste abgewinnen – ENTOMBED gehen zwar immer mehr in Richtung Rumgehüpfe auf der Bühne, aber es gibt eben Unterschiede: Erstens kommen die Schweden unglaublich sympathisch rüber, keine gekünstelten Verrenkungen, sondern Spielfreude bestimmte das Geschehen. Zweitens haben sie mit Frontmann Petrov einen richtigen Rock n´ Roller am Start.

ENTOMBED blicken auch schon auf eine stattliche Anzahl an Alben zurück und sie haben eine gute Songauswahl getroffen – es war für jeden etwas dabei: „Left Hand Path“ als obligatorischer letzter Song, egal wie oft sie diesen Track schon gespielt haben, er ist immer wieder ein Brett. „Seeing red“ vom aktuellen Album „Uprising“, „Blessed be“ von „Clandestine“ und natürlich auch „To ride, shoot straight and speak the truth“ oder „Damn deal done“ vom vorletzten Output. Vom Jetlag war der Band absolut nicht anzumerken, allerdings hatten sie sich auch so vorausgabt, dass man Petrov irgendwann nachmittags schnarchend auf der Wiese liegen sah. Ein klasse Auftritt, bei dem das Publikum eigentlich nicht von den widrigen Umständen spürte, sondern richtig in den Arsch getreten wurde. (Vampi)


VANISHING POINT

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Der langweiligste Gig des gesamten Festivals? Die Band stand bewegungslos auf der Bühne, nudelte ihre Songs runter und fand ihr Spiegelbild im Publikum, das genauso bewegungslos dem Treiben der Australier zusah. Die CD der Power Metaller kenne ich zwar nicht, aber live werden sich die Känguruhs noch um einige 100% steigern müssen, wenn sie irgendwann einmal vor einem deutschen Publikum bestehen wollen. (Wings)


DEMON

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DEMON hatten auf diesem Festival eindeutig einen schweren Stand, denn bei all den harten Klängen musste man sich doch erstmal wieder an die weichen, rockigen Klängen der alten Herren gewöhnen. Und so dauerte es doch drei bis vier Songs, bis man sich in den Sound von DEMON wieder hineingefunden hat und man die Musik dann erst richtig genießen konnte. Und auch wenn Frontmann Dave Hill bei diesem Auftritt auf seine alte Maskerade verzichtete, überzeugte er einmal mehr durch seine sympathische, unkomplizierte und dennoch starke Ausstrahlung. Nicht ganz zufrieden war ich jedoch mit der Songauswahl an diesem Abend. Zwar spielte die Band einen Klassiker nach dem anderen, der Verzicht auf „Remembrance Day“ und „One Helluva Night“ fiel mir jedoch ziemlich schwer. Wenn´s nach mir gegangen wäre, hätte man dann Songs wie „Wonderland“ doch eher aus dem Set kicken können. Versöhnt wurde ich dann aber wieder durch eine hervorragend dargebrachte Version von „Life on the Wire“, dem eindeutigen Höhepunkt des Sets! Dave Hill zeigte sich hier einmal mehr von seiner besten Seite und der theatralische Auftritt konnte mich erneut absolut begeistern. Ebenfalls vom Publikum gut abgefeiert wurde „Don´t Break the Circle“ und mit „Night of the Demon“ schloss die Band einen soliden Gig ab, der dem Abschlusstitel jedoch nicht ganz gerecht wurde. (Fierce)


NIGHTWISH

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Nightwish sind neben den *räusper* „True Metal-Meistern“ von Hammerfall wohl DIE Newcomer der letzten Jahre, und so war es kein Wunder, dass sich vor der True Metal Stage eine riesige Fangemeinde eingefunden hatte, um Tarja und Gefolge zu huldigen. Man sah den Jungs und dem Mädel dann auch schon bei den ersten Tönen von „She Is My Sin“ an, wieviel Spaß es ihnen machte, vor einem solchen Riesenpublikum zu spielen. Tarja feuerte die Menge fast permanent an, was sich schließlich darin äußerte, dass ich, da ich vorne stand, ständig aufpassen musste, dass mir nicht jemand ins Genick sprang – ob man es glaubt oder nicht, bei NIGHTWISH gab es Crowdsurfer ohne Ende. Was für eine Stimmung! Davon hochgepusht gaben die Finnen eine Wahnsinnsleistung zum Besten, was sich vor allem in Tarjas Gesang zeigte, die nicht einen Fehler machte (im Gegensatz zu früheren Auftritten) und sichtlich super drauf war. Auch die anderen grinsten fast die ganze Zeit und spielten die Songs fast perfekt. Gespielt wurde eine bunte Mischung aus „Wishmaster“- und „Oceanborn“-Songs plus einen älteren Song, der mir leider unbekannt war. Viele Hits der Band gab es zu hören, unter anderem „The Kinslayer“, „Sacrament Of Wilderness“ und natürlich den Übersong „Dead Boy´s Poem“, bei dem Tarja ihre Klasse in beeindruckender Weise zeigte. Leider spielte man nicht „Stargazers“, aber das war dann auch der einzige Wermutstropfen bei diesem exzellenten Auftritt. (Andi)

Ich hätte ihnen das nie zugetraut, aber NIGHTWISH haben gerockt wie die Grossen.

Aber von Anfang an: Trotz schon heftig schmerzender Füsse pilgerte ich zur Main-Stage (True Metal Stage). Erstaunlich viele Leute fanden sich schon zu Beginn des Gigs ein, es war, typisch für die Tage in Wacken, sehr eng. Und noch viel enger wurde es, als NIGHTWISH loslegten:

Es war schon beeindruckend, kaum betritt die schwarz gekleidete, wunderschöne Sängerin Tarja die Bühne, schon fangen die Leute an zu spinnen. Als sie dann das Mikro zum ersten Mal zu ihrem Mund bewegte und ihre Stimmbänder schwingen ließ, glaubte ich zu spinnen: Das konnte nicht sein! Eins zu eins wie auf der CD ließ Tarja ihre Stimme in ungeahnte Höhen vordringen, ließ sie in den Keller sinken und sprühte nur so vor Freude. Ich war nicht der einzige, dem diese Darbietung eine Gänsehaut nach der anderen verpasst und sogar ab und zu eine Träne abgefordert hat. Eine unglaubliche Stimme.

Erstaunlicherweise waren die restlichen Bandmitglieder nicht weniger versiert und aktiv. Die schnellen Unisono-Parts von Gitarre und Keyboard wurden alle live und fehlerlos wiedergegeben, und unglaublicherweise hatten die beiden dabei auch noch Zeit zu posen. Keyboarder Tuomas und Gitarrist Emppu gehören übrigens schon jetzt zu den grössten Posern, die unter der Sonne weilen. Das aber in einem positiven Sinne. Während z.B. DARK FUNERAL nur noch peinlich gewirkt haben hat man bei NIGHTWISH gemerkt, dass da ehrliche Freude rüberkommt.

Schwer beeindruckt war ich auch vom Rhythmusgespann Sami (Bass) und Jukka (Drums), die den letzten Kick, der auch auf der aktuellen Scheibe etwas fehlt, durchaus zu bringen in der Lage sind. Jukka hat die ganze Band auch sehr schön mit dem DAT, von welchem gewisse Orchesterparts und Chöre abgespielt wurde, synchronisiert, und von dem rechts mit drei Fingern zupfenden Sami ziehe ich den Hut.

Fazit: Viel zu kurz, mehr bitte! Dieser Gig war für mich das klare Highlight des diesjährigen Wacken Open Air. (Al)


HADES

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Endlich. Endlich. Endlich. Nach Jahre des Wartens war es soweit. Am Freitag ARMORED SAINT und am Samstag HADES. Innerhalb weniger Stunden durfte ich erstmals zwei meiner Alltime Faves ansehen. Nachdem der ARMORED SAINT Gig der absolute Hammer war, war ich sehr gespannt ob HADES noch einen draufsetzen können.

Relativ wenig Leute waren vor der Bühne (obwohl Alan Tecchio dies verneinte und meinte, er hatte Angst die Band würde vor einer leeren Wiese spielen), als es mit „Sacred Ground NYC“ los ging. Deutlich war zu merken, dass sich die Band zu Beginn des Gigs in erster Linie aufs fehlerfreie Spielen der Stücke konzentrierte (was ihnen natürlich auch gelang), doch mit fortlaufender Dauer wurden alle erheblich bewegungsfreudiger. HADES sind nun mal keine Band, die Abend für Abend auf der Bühne stehen. Aufgrund ihres derzeit nicht besetzten Schlagzeugerposten half ein befreundeter Produzent aus, der verkrampft, aber trotzdem verdammt routiniert die sicherlich nicht einfachen Songs spielte.

Bereits beim zweiten Songs wurde einer meiner letzten Jungendträume Wirklichkeit. „The leaders“ live! Dieser Song war seiner Zeit um Jahren voraus.

Alan Tecchio glänzte durch seine Stimme und hat wieder mal bewiesen, dass er einer der besten Metalsänger aller Zeiten ist (erinnert Euch; er hat „Control and Resistance“ von Watchtower eingesungen!). Punkt. Auch war sein Stageacting sehr gestenreich. Neben mir waren noch ca. 20 weitere Diehard HADES Fans total aus dem Häuschen. Die Band spielte wenige neue Songs und viele alte Klassiker. Das war aber auch total richtig, da fast alle die Band zum erstenmal live gesehen haben und man nun mal mit den Songs aus den 80ern groß geworden ist.

Die jungen Metalfans von heute sehen sich ja lieber Onkel Tom, DESPERADOS oder KNORKATOR an. Vielleicht sollte sich aber Alan Tecchio auch einen Imageberater zulegen. Es ist nun mal verdammt uncool heutzutage, sein Kreuz an der Halskette richtig zu tragen, kurze Haare zu haben bzw. Wasser auf der Bühne oder am Gelände zu trinken. Genug gelästert.

Es gab nichts an diesem Konzert auszusetzen. Der Sound war glasklar. Die Songauswahl spitze, es wurde immer wieder Kontakt zum Publikum gesucht. Es passte einfach alles.

Die dreiviertel Stunde verging wie im Fluge und ich hoffe die Band nochmal in einem Club zu sehen. Das wäre dann mein wirklich allerletzter Jugendtraum. Mein Dank geht an die Verantworlichen des Wacken Open Air, welche auch mal eine Band buchen die nicht so viel verkaufen, aber eine treue Fanschar haben. (Megafrank)


MORBID ANGEL

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Ein Auftritt der Death Metal-Götter MORBID ANGEL wird immer wieder zur Augenweide. Die Band um Gitarren-Meister Trey Azagtoth ist einfach nur perfekt. Die Gitarrenarbeit lässt die Fans mit offenem Mund staunend vor der Bühne stehen, während DER Drummer im extremen Metal-Bereich schlecht hin, Pete „Commando“ Sandoval, mit unbeschreiblicher Wucht und dennoch präzise in die Felle drischt. Bass-Monster, Sänger und „Neuzugang“ Steve Tucker, der damals David Vincent ersetzte, erwies sich einmal mehr als würdiger Nachfolger und meisterte diesen Gig souverän. Und so spielten MORBID ANGEL sich mehr oder weniger durch ihre Diskographie und gaben Songs von „Altars of Madness“, „Covenant“, „Domination“ und „Formulas fatal to the Flesh“ zum Besten. Bei solch einer Band wurde natürlich gemosht und gebangt ohne Ende, was sich an den Nackenmuskeln noch Tage später zeigte. Wie immer also: beeindruckend! (Geork)


SPIRITUAL BEGGARS

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Von NIGHWISH berauscht dachte ich, jetzt würde zu meinem Glück nur noch ein heftig groovender Auftritt der SPIRITUAL BEGGARS fehlen. Also bin ich zur Party-Stage rübergewandert und hab gewartet. Voller Vorfreude applaudierte auch ich, als die BEGGARS auf die Bühne kamen. Doch was sollte denn das? War das etwa der Soundcheck? Ich sah vier Typen auf der Bühne -Gitarrist, Bassist, Keyboarder und Drummer- doch hören konnte ich nur den Keyboarder, versetzt mit etwas Bassdrum und, wenn man sich ganz fest konzentrierte war da auch eine Snare auszumachen.

Jaja, so eine Hammondorgel ist schon was feines, aber wo bitte bleibt die Gitarre, wo der Bass? Als nach dem zweiten Song zwar von der Gitarre ein bisschen was zu hören war, dafür vom Drummer und vom Bassisten gar nichts (mehr), wendete ich mich enttäuscht ab. Sorry – diese Band ist wirklich cool, aber mit so einem Sound gibt es einfach kein faires (und ganzes) Review. (Al)


HEIR APPARENT

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Neben unzähligen schein- bis definitiv toten NWOBHM-Bands, die sich aus unerfindlichen Gründen wieder zusammengerottet und Wacken einen Besuch abgestattet haben, gab es auch eine Reunion, die Sinn machte: Die der legendären US Melodic Metal mit Anspruch-Veteranen HEIR APPARENT. Mit Gitarrist und Bandleader Terry Gorle, Bassist Derek Peace und Drummer Ray Schwartz waren gar drei Viertel der Original-Besatzung am Start und bewiesen, dass sie seit glorreichen `Graceful Inheritance`-Tagen nichts verlernt hatten: Songs wie `Last Candle`, `Masters Of Invasion` `Keeper Of The Reign`, `Dragon`s Lair` oder der grandiose Kracher `Tear Down The Walls` ließen nicht nur die Augen der Altfans leuchten, sondern begeisterten auch die – zugegeben wenigen – Interessierten, die die Band bislang noch nicht kannten, ihr aber doch eine Chance gaben. Der weit größere Teil des Publikums tummelte sich indes vor der True Stage und vergnügte sich mit dem ewigen Metal-Frollein-Wunder DORO. Selbst Schuld! HEIR APPARENT ließen sich nicht beirren und boten ihre Klassiker – allen voran Derek Peace – technisch brillant dar. Auch Mikro-Neuzugang Michael Flatters überzeugte im Großen und Ganzen, obgleich er mit den hohen Passagen merklich Probleme hatte: Seine Stimmlage unterscheidet sich doch wesentlich von der seiner beiden Vorgänger. Ebenfalls schade, dass vom Band-Zweitling `One Small Voice` lediglich `Decorated` gespielt wurde. Auf das nette, aber wenig aufregende BLACK SABBATH-Cover `Disturbing The Priest` hätte ich jedenfalls gerne einem `Cacophony Of Anger` oder `The Fifth Season` zu Liebe verzichtet. Schade auch, dass der neue Song, dessen Namen mir leider nicht im Gedächtnis haften bleiben wollte, enttäuschte. Bleibt die Hoffnung, dass dieser nicht repräsentativ für das kommende Album sein wird… (Ilias)


KNORKATOR

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Es gab wohl so einige Metaller, die KNORKATOR bei so einem Festival für fehl am Platze hielten, doch letztendlich wurde die Band von riesigen Menschenmengen gefeiert und bejubelt. Und das zu recht!

Stumpen, Alf Ator, Buzz DeeLay und ihr Sessiondrummer drehten wieder einmal voll durch und zerstörten zahlreiche Styropor-Keyboards, Holzorgeln, alte Fernseher und Kästen mit Äxten und sonstigen Waffen. Passend dazu spielten sie Songs wie „Kurz und klein“, „Böse“, „Ich will nur ficken“ oder auch die AC/DC-Coverversion (die aber nicht allzu sehr nach dem Original klingt) „Highway to Hell“. Zum Einsatz gebracht wurde auch der Schredder, mit dem Gurken, Kartoffeln oder Karotten ins Publikum zerhäckselt wurden. Vermisst hatte ich lediglich das riesige Klo, aus dem die Scheiße beschwört wurde, welches die Herren KNORKATOR auf ihrer letztjährigen Club-Tour noch dabei hatten. Dafür zeigte Stumpen akrobatische Einlagen wie selten zuvor und kletterte während des Singens sogar ein paar Meter auf einen Bühnen-Träger. Außerdem machte er nackt einen Handstand und wälzte sich mit der alten Holzorgel kreuz und quer über die Bühne. Die vier Psychopathen bringen immer wieder eine Menge Spaß bei ihren Konzerten rüber und so freue ich mich schon auf das nächste Mal. Ach ja, „Ick wer zun Schwein“ und einen Song vom neuen Album hättet ihr

auch spielen können, liebe Herren KNORKATOR! (Geork)


ENGINE

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Die Füße wollten mich kaum noch tragen, doch diesen Auftritt wollte ich einfach noch sehen. Ich war wirklich mehr als gespannt, ob ENGINE in mir live ein ähnliches Gefühl wecken könnten, wie es die Band auf CD schafft, doch wenn es um moderne Metalsounds geht, bin ich lieber einmal des Selbstschutzes wegen skeptisch. Doch um was machte ich mir eigentlich Sorgen? Auf der Bühne standen Musiker, die ansonsten bei FATES WARNING, AGENT STEEL, OVERKILL und ARMORED SAINT spielen, da kann doch eigentlich nichts schief gehen. Und ENGINE traten eindrucksvoll den Beweis an, dass man die moderne Metal-Variante spielen kann, ohne hierbei einen auf Pseudo-Cool zu machen und mit großschnäuzigem Getue die Musik zu zerstören. Allen voran Ray Alder, legte die Band einen Auftritt hin, der die müden Geister noch einmal zum Leben erweckte und der vermutlich nicht idealer im Line-Up hätte platziert sein können. Denn genau diese gewisse „Abschluss“-Atmosphäre passte perfekt zu den melancholischen Melodien ENGINE´s. Die Songs entfalteten auch live ihre unvergleichliche Ausstrahlung und da die Band ja auch erst ein Album draußen hat, kam das Publikum in den Genuss fast des kompletten Debüts!

Auch wenn die Band auf den ersten Blick wild zusammengewürfelt scheint, wirkte die Band bei diesem Auftritt tight und wie eine Einheit. Besonders Joey Vera zeigte aber wieder deutlich, um was für einen Ausnahmemusiker es sich bei ihm handelt, denn egal, bei welcher Band er gerade tätig ist, er fügt sich perfekt ein und man nimmt es ihm eben auch ab, dass er bestimmte musikalische Wege aus reiner Überzeugung geht.

Letztendlich war es aber doch Ray Alder selbst, der diesen Auftritt zu einem der Höhepunkte des Wacken Open Airs machte, und das darf er ja auch, da es sich ja schließlich um sein Projekt handelt. Er ist und bleibt eben einfach einer der besten Metal-Sänger, die es je gab und geben wird und angesichts dieses Auftritts kann man sich nur wünschen, dass ENGINE eine Fortsetzung finden wird. (Fierce)


ONKEL TOM

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Den Abschluss des diesjährigen W:O:A machte natürlich einmal mehr Onkel Tom Angelripper, der die Fans, die so lange durchhielten, noch einmal ins „Delirium“ brachte, und das um 2 Uhr früh.

Und so boten Onkel Tom und seine Mannen die besten deutschen Sauflieder in gewohnt metallischer Gewandung und animierten so Fans, Musiker und Presse-Leute vor und auf der Bühne zum Mitschunkeln, -tanzen, -grölen und -hüpfen. Alles in allem eine große Party und ein sehr gelungener Abschluss des W:O:A 2000.

Gespielt wurden die schönsten Lieder von „Ein schöner Tag“, „Ein Tröpfchen voller Glück“ und „Ein Strauß bunter Melodien“. Leider musste um Punkt 3 Uhr schon Schluss gemacht werden und so verließen die meisten Fans das Festivalgelände, um sich in ihr Zelt zu begeben, um vor der Abreise am nächsten Tag doch noch ein wenig Schlaf finden zu können. Am Ausgang des Geländes zeigten

sich viele Fans nur allzu sehr begeistert von Onkel Toms „Schnaps, das war sein letztes Wort“, und so wurde genau dessen Refrain noch minutenlang zum Besten gegeben. Wahrlich, ein bleibender Eindruck des W:O:A 2000 und ein herrlicher Abschluss. (Geork)


Zum guten Schluss…

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Und damit fand dann auch das Wacken Open Air 2000 sein Ende und ich denke, dass das Fazit durchweg wieder einmal positiv ausfallen muss. Für mich ist es nach wie vor erstaunlich, was die Veranstalter dieses Events auf die Beine stellen. Wer hätte vor 5 Jahren geglaubt, dass ein reines Metal-Festival in Deutschland nochmal so viele Menschen anziehen könnte. Das zeigt doch eindeutig, dass die Zukunft des Metals gesichert ist und man kann nur hoffen, dass das Jahr 2001 ähnlich gut für die Metal-Gemeinde ausfällt.

Das Wacken Open Air hat inzwischen Weltruhm erlangt (man konnte wirklich Leute aus den entferntesten Gegenden treffen) und das nicht ohne Grund. Hoffen wir, dass sich die Veranstalter selbst treu bleiben und uns noch einige weitere Festivals in diesem Stil liefern!

Wacken 2001, wir kommen!

Al, Andi, Boxhamster, Fierce, Geork, Ilias, Megafrank, Vampi & Wings

Fierce
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