DEATH ANGEL: Another Xmas Show World Wide [Livestream]

World Wide! Die siebte DEATH ANGEL Xmas Show ist eine besondere. Die Bay Area Thrasher standen auch in diesem Jahr kurz vor Weihnachten wieder auf der Bühne, im „Great Northern“ in San Francisco, um ihre Fans mit einer thrashigen Show zu bescheren. In diesem Jahr eben online. Und damit sowohl Fans aus den Staaten, als auch aus Europa zu gewohnter Showzeit teilnehmen konnten, fanden sogar gleich zwei Shows statt. Die Erste für die amerikanischen Fans, die Zweite für uns (für die Band zu ungewohnter Stunde am hellen Nachmittag) am Sonntag Abend, 20. Dezember. Für viele europäische Fans sicher die einzige Chance überhaupt jemals an diesem sonst gerne ausverkauften Event in weiter Ferne teilzunehmen.

Eine kleine Vorschau führte zum Geschehen hin. Zu sehen waren Bilder von San Francisco, der Golden Bay Bridge und der Clubtür mit einem (presented by) „Club Closed“ Schild. Santa Clause begrüßte die Fans und wies darauf hin, dass die Show am vergangenen Tag bereits großartig war und diese noch besser werden würde. Die erste Werbung des Abends galt dem DEATH ANGEL Ale, sie wurde immer mal zwischengeschoben. Die Show begann mit einem Aaaaaaaahhhhh Schrei von Frontman Mark Osegueda und ging mit dem darauffolgenden „Humanicide“ gleich gut zur Sache. Der Sänger ballte nach dem Track die Faust zum Himmel, als ob er, wie jedes Jahr, vor einem ausverkauften Club spiele. Seifenblasen blubberten über die bunte Bogenkulisse, die nächste immer wieder kurz die Show unterbrechende Werbung wurde eingeblendet. DEATH ANGEL warben für ihre kürzlich erschienene Cover EP „Under Pressure“.

DEATH ANGEL: “… you get a drink, you move the furniture… we do this here“!

Sänger Mark Osegueda bedankte sich beim Onlinepublikum für die Unterstützung, ohne die sie ihre langjährige Tradition nicht aufrecht erhalten können hätten. Er freue sich, dieses Jahr auch einmal Fans von überall mit der Show erreichen zu können. Passend zum Bogenbühnenbild stand Mr. Bass Damien Sisson im karierten Holzfällerhemd auf der Bühne. Ebenfalls besonders. „Voracious Souls“ und „Relentless Revolution“ donnerten durch die Boxen“. „We´re gonna have a great time… you get a drink, you move the furniture.. we do this here“, lautete die Ansage des Frontmans. „Father Of Lies“ machte deutlich, dass DEATH ANGEL doch etwas größere Bühnen gewöhnt sind, ihre Bewegungsfreiheit war deutlich eingeschränkt. Trotzdem bangte Mark Osegueda hinter seinem Mikro, als wäre alles wie immer. Seine Frisur glich bereits der des Lion King und auch der Rest der Band gab alles und hatte sichtlich Spaß.

„Another Death Angel Xmas Show World Wide“ endlich für alle Fans!

Nach „Son Of The Morning“, „Immortal Behated“ und „I Came For Blood“ berichtete Sänger Mark von Anfragen auch aus Japan und Australien, in denen sich Fans seit Jahren auch in ihrem Heimatland die DEATH ANGEL Weihnachtsshow wünschten und dass dies nun in diesem Jahr endlich machbar ist. Es folgte „Caster Of Shame“. Der Frontman schrie sich die Seele aus dem Leib, wie man es von ihm gewöhnt ist. Danach folgte  die Tradition fortführend  ein Weihnachtslied. Der Sänger mit Weihnachtsmannmütze gab Bing Crosby´s „I´ll Be Home For Christmas“ zum besten. Ungewohnt und etwas irritierend ihn wirklich „singen“ zu hören. Er beendet den Song mit „good night John-Boy“, was vor Publikum bestimmt für Gelächter gesorgt hätte. Wir hatten auf der Couch jedenfalls Spaß!

Auch im siebten Jahr werden Traditionen bei DEATH ANGEL aufrecht erhalten!

Es wurde eine weitere Tradition angekündigt. Nämlich ein Song der BEATLES. Wahrscheinlich weil DEATH ANGEL zu ihren Christmas Shows durch die der Beatles vor vielen Jahren inspiriert worden waren. „Tomorrow Never Knows“ folgte. Santa Clause stand mit einer Gitarre bewaffnet mittendrin und unterstützte DEATH ANGEL. Die Band rockte nun gemeinsam mit Santa die Show und wurde anschließend vorgestellt, es wurde zugeprostet: “Cheers to you! We celebrate with you! I see you in a bit!“ „The Ultra Violence/ Thrown To The Wolves“ folgte und beendete das großartige Set. Es wurden jubelnde und kreischende Fans einer Liveshow eingeblendet.

Abschließend kam die Band noch zum Interview (wer nicht sprach trug Maske) mit Santa Clause, plauderte über ihre Grammy Nominierung und die showfreie Zeit und darüber warum man sich eben diesmal nicht nur für die online Übertragung einer „normalen“ Show entschloss, sondern diese eineinhalb Stunden zu einem etwas anderen Event werden lies.

Eine großartige und besondere Show, nicht zu vergleichen mit einer DEATH ANGEL Liveshow, aber eine sehr gelungene Abwechslung und ein toller Abend auf der Couch!! Jetzt muss nur noch mein am virtuellen Merch-Booth ausgesuchtes Show-Shirt im Briefkasten landen…

Setlist DEATH ANGEL „Another Xmas Show“ Set 2 (12 PM PT):
Humanicide
Voracious Souls
Relentless Revolution
Father Of Lies
Son Of The Morning
Immortal Behated
I Came For Blood
Caster Of Shame
I´ll Be Home For Christmas (Bing Crosby Cover)
Tomorrow Never Knows (THE BEATLES Cover)
The Ultra-Violence/ Thrown To The Wolves