YAKUZA: Zerstörte Saxophone, Jazz-Legenden und vier Freaks mittendrin oder: Wenn zwei Quasselstrippen aufeinander treffen.

Das die japanische Mafia auch Serienmusiker ausbildet wurde mir klar, als ich das zweite Album der Chicagoer Jazz-Metal-Band YAKUZA in den Händen hielt. Ihre unwiderstehliche Mischung ist ebenso anspruchsvoll wie abgefahren. Saxophonist und Sänger Bruce redete wie ein Wasserfall und passte somit perfekt zu mir. Bruce entpuppte sich schnell als einer der humorvollsten und nettesten Gesprächspartner mit dem ich je das Vergnügen hatte.

Dass die japanische Mafia auch Serienmusiker ausbildet war mir klar, als ich das zweite Album der Chicagoer Jazz-Metal-Band YAKUZA in den Händen
hielt. Ihre unwiderstehliche Mischung ist ebenso anspruchsvoll wie abgefahren. Saxophonist und Sänger Bruce redete wie ein Wasserfall und passte somit
perfekt zu mir. Bruce entpuppte sich schnell als einer der humorvollsten und nettesten Gesprächspartner mit denen ich je das Vergnügen hatte.

Hallo Bruce, ich denke mal ihr seid Softies. THE DILLINGER ESPACE PLAN spielen viel heftigere Musik.

Stimmt. (lacht)

Das war vielleicht nicht der richtige Einstieg… Eines der ersten Male, in denen ich YAKUZA gehört habe, fuhr ich von der Arbeit nach Hause und kam
mit meinem Auto ins Schleudern, kurz vor einem Zaun kam ich zum Stehen. Ich ziehe hierzu Parallelen zu euch: Ihr verleiht einen ähnlichen Thrill und seid
genauso präzise. Ich meine, sogar eure Blast Beats klingen jazzig.

(lacht). Danke, Mann. Freut mich, dass Dir die CD gefällt. Ist Dir eigentlich was passiert?

Ach, woher. Wenn ich mir Way of the Dead als Ganzes anhöre, fängt sie relativ relaxt an und wird mit der Zeit immer
verrückter. Wollt ihr dem Hörer damit den Einstieg erleichtern?

Die CD steht für die Band als Solche, ist ein Gesamtwerk. Einzelene Songs heraus zu picken, ist auch möglich, aber die Songs gehen ineinander
über und daher sollte man sie sich am Stück anhören. Wir wollten es so handhaben wie RUSH oder die anderen Progressive Rock-Bands der
Siebziger. Das ist auch der Grund, warum es keine Singles auf dem Album gibt. Ein Stück rauszunehmen und Remixes zu machen würde außerdem
genau so wenig Sinn machen.

Wenn ich den Leuten erklären soll, wie ihr klingt, preise ich euch als Mischung von THE DILLINGER ESCAPE PLAN, TOOL und NAKED CITY an.

Coole Sache. Wir haben vor kurzem auch erst mit THE DILLINGER ESCAPE PLAN gespielt und da konnten wir über die musikalische Verbindung von uns reden. Sie
sagten, dass sie schon einige Leute wegen YAKUZA angesprochen haben und dass wir ähnlich wie sie klingen. Sind übrigens klasse Jungs. Meine
Bandkollegen mögen auch sehr gerne John Zorn. Ich als Saxophonist bin nicht allzu sehr von ihm inspiriert, aber er ist ein sehr guter und talentierter
Musiker.

In euren Songs kommen niemals Saxophon und Gesang gleichzeitig vor.

Wir machen das nicht, da es ziemlich schwierig wäre, dies live umzusetzen. Hier und da schreie ich in das Saxophon hinein, aber das wars auch schon.
Ich will nichts im Studio machen, das auch nicht live möglich ist.

Der Song, der mir am besten gefällt, ist Miami Device. Darin gibt es einen ziemlich verrückten Vocal-Part. Wie hast Du das
angestellt?

Darin gibt es keine Wörter, es ist ein schnelles Pitchen und ein eingeatmeter Schrei. Ein rhythmisches Geräusch durch die Stimme erzeugen wollte
ich schon immer mal machen. Elektronisch bearbeitet ist daran nichts.

Was mich an eurer CD fertig macht, ist der letzte Song. Nicht, dass ich ihn nicht mag, er ist nur ein wenig zu relaxt und zu lange um es sich am
Stück anzuhören.

(ein wenig genervt) Ich hab ihn mir selbst noch nicht komplett angehört. Eigentlich ist dieses Stück um die 15 Minuten lang, aber wir haben es, um die CD mit Musik
vollzustopfen, dreimal wiederholt.

Das wird eh niemand merken.

Stimmt.

Dieser Song ist vielleicht nicht gut für eure Verkäufe. Manche könnten es als Rip-Off empfinden.

Naja, hör Dir mal Master of Reality von BLACK SABBATH an. Das Album dauert auch nur 31 Minuten, aber es ist ein Meisterwerk. Dann gibt es
wieder die Hardcore-Bands, die ein Album mit 20 Songs haben, aber auch nur eine halbe Stunde Spielzeit enthalten. Wir machen es einfach anders rum, spielen
43-minütige Songs. (lacht). Naja, ein paar kürzere Sachen sind ja auch dabei.

Der letzte Song entstand wohl durch Jammen…


Wir hatten im Studio noch ein wenig Zeit übrig. Wir haben improvisiert und das Stück noch schnell eingespielt. Inspiriert wurden wir dazu durch
unsere Alter Ego-Band KABUCKY MONO, mit der wir das ganze experimentelle Zeug vertonen. Wir verarbeiten auch viele musikalische Themen und geben diese dann
manchmal an YAKUZA weiter. Es ist ein Yin Yang, wir zeigen die beiden Seiten der Band. Es gibt also schon einen Grund dafür, warum wir es so gemacht
haben. Sie haben den Charakter eines Workshops. Wir arbeiten Ideen aus und verwenden sie dann auch hier und da für YAKUZA. Das Songwriting kommt auch
daher als Band zustande und nicht durch einen Einzelnen.

Spielt ihr mit KABUKY MONO auch live?

Ja, wir haben nicht so viele Gigs wie mit YAKUZA, aber hier und da spielen wir. Wir tragen dann auch Masken, aber nicht so wie bei SLIPKNOT. Es sollen keine
Personen im Vordergrund stehen, wir agieren als Gesamtes, als eine Einheit.

Gibt es auch schon eine CD?

Noch nicht. Wir arbeiten gerade mit einem Label zusammen, das es vielleicht mal veröffentlichen wird. Wir haben vor zwei Jahren mal zusammen was
aufgenommen und auf die Website gestellt.

Wie lange arbeitet ihr an den Songs?

Zwischen fünf Minuten und zwei Jahren. (lacht) Wir haben mit manchen Songs vor zwei Jahren, als ich zur Band kam, begonnen und haben sie noch nicht
fertig gemacht. Aber wir üben permanent daran und vielleicht werden sie eines Tages auch fertig. Wir sind eine sehr produktive Band, wir spielen
ständig, schreiben permanent Songs. Wenn es mal eine kreative Down-Periode gibt, arbeiten wir an was anderem. Du kannst nicht ständig kreativ sein.

Wenn ihr euch so sehr auf die Musik konzentriert, geht ihr dann überhaupt arbeiten um Geld zu verdienen?

Wie haben alle Jobs. Und die sind scheiße. Darum versuchen wir uns auch auf die Band zu konzentrieren. (lacht)

Ihr habt vor kurzem ein Video zu Chigaco Typewriter gedreht. Erzähl mal was darüber.

Das Video ist nun endlich fertig. Wir treten darin aber nicht auf, es ist ein Kurzfilm mit dem Song im Hintergrund. Ich erzähl jetzt mal nichts
darüber, schau es Dir auf unserer Homepage an.

Eure Grunts kommen auf CD recht selten vor.

Ja, wir versuchen in jedem Song andere Vocals einzusetzen, es muss sich alles unterscheiden, deshalb setzen wir sie nicht allzu oft ein. Unser alter Gitarrist
hat immer gegrunzt, war auch großer Fan dieses Gesangsstils.

War auf eurer ersten CD mehr Gegrunze?

Nein, da kam keiner drauf vor, das kam alles ein klein wenig später. Auf Amount to Nothing Wir waren gerade mal für drei oder vier
Monate eine komplette Band und somit waren wir ein wenig grün hinter den Ohren. Wir waren auch zum ersten Mal im Studio, haben viel erst im Studio
nachbearbeitet. Sämtliche Texte wurden auch im Studio geschrieben. Für Way of the Dead haben wir uns viel mehr Zeit genommen, haben
alles vorher ausarrangiert und waren perfekt vorbereitet. Es kam zum Beispiel mehr Saxophon zum Einsatz.

Wie lange habt ihr an Way of the Dead gearbeitet?


Wir haben ungefähr 20 Songs für das Album geschrieben, das Material ist teilweise so alt wie die Band selbst. Manche Songs wurde auch erst einen
Monat vor dem Studiotermin geschrieben. Jeder Song ist anders, wir hatten eine klare Vorstellung, wie Way of the Dead klingen sollte und haben
die Songs dahingehend eingebaut. Die Aufnahmen selbst waren ziemlich einfach, wir haben jeweils an den Wochenenden aufgenommen und brauchten meistens nur
einen Take, bis wir alles im Kasten hatten.

Wie sieht es mit Amount to Nothing aus. Wird das Album auch der breiten Masse zugänglich gemacht werden?

Einige Songs haben sich ziemlich verändert, zum Beispiel Turkish Goggles, das man sich auf auf unserer Site downloaden kann. Da ist jetzt
viel mehr Saxophon enthalten, und wir haben auch andere Vocal-Lines arrangiert. Vielleicht nehmen wir die Songs nochmal neu auf oder machen ein remastertes
Re-Release, denn der Sound auf diesem Album ist nicht wirklich gut. Vielleicht kommt auch auf eine Zweitpressung von Way of the Dead eine
Bonus-CD hinzu, auf der es ein paar Live-Versionen zu hören geben wird. In Chicago haben wir mit THE DILLINGER ESCAPE PLAN gespielt und Ken Vandermark
kam zu uns auf die Bühne und spielte ein paar Stücke mit uns. Das haben wir aufgenommen und es ist wirklich klasse.

Ken Vandermark ist ein gutes Stichwort. Auf Obscurity spielt er mit euch. Wie kamt ihr mit ihm in Kontakt?

Wir kennen uns schon eine ganze Zeitlang, ich war einige Zeit sein Schüler. Ich habe ihn vor fünf oder sechs Jahren als Fan kennen gelernt, wir
wurden dann Freunde und er lehrte mich dann auch weiterführende Sachen. Er ist auch sehr open-minded, mag genau wie ich Jazz und Metal. Vor einigen
Jahren erzählte er mir was von MESHUGGAH, sagte, ich müsse mir die unbedingt mal anhören. Zu dieser Zeit kannte noch niemand in den USA
MESHUGGAH. Ich finde es schon spaßig, wenn der Jazz-Saxophonist dem Metal-Typ erzählen muss, welche Band er sich anzuhören hat. Ich habe
ihm also eines Tages mal was von YAKUZA vorgespielt und es hat ihm sehr gut gefallen. Obwohl er 200 Tage im Jahr auf Tour ist, konnte er sich frei nehmen und
uns im Studio besuchen, wo er dann auch das Saxophon-Solo beisteuerte. Es ist mein All-Time-Favorite Musiker, der noch lebt und noch dazu ein guter Freund.
Da wurde schon ein kleiner Traum war. (lacht)

Übrigens, es gibt hier in Chicago einen Radiosender, der mich zusammen mit Ken einlud ein zweistündiges Interview über die Geschichte des
Jazz zu geben. Sie lasen einige Kritiken von uns uns sahen uns an diesem Besagten Abend mit Ken Vandermark auf der Bühne. Das war wirklich cool.

Ich denke mal ihr seid eine junge Band.

Ja, es gibt uns noch nicht allzu lange. Über das Alter reden wir mal lieber nicht.

Ist ja auch egal. Jedenfalls seid ihr sehr schnell gewachsen. Ihr hattet vorher schon Banderfahrung, oder?

Wir waren alle schon lange Zeit in anderen Bands. Die Band ist neu, aber die Musiker sind alt. Wir haben schon über zehn Jahre Banderfahrung. Wir
alle sind Anfang 30, aber trotzdem für die Musik noch recht jung. Leider hatten wir alle noch nicht viel Tourerfahrung, aber das kommt jetzt mit YAKUZA.

Wie lange seid ihr schon an euren Instrumenten?

Andrej (Gitarrist ­ Anm. d. Verf.) und ich spielen um die zehn Jahre unsere Instrumente, unser Bassist Eric und unser Drummer James spielen jeweils schon 15
Jahre.

Als ich euch gehört habe, wurde mir klar, dass es logisch ist, dir als Saxophonisten den Gesang zu überlassen, schließlich hast du ein
großes Lungenvolumen.

Klar, ich rauche nicht und ich laufe viel und mache viel anderen Sport.

Außerdem denke ich, eure Wurzeln liegen eher im Rock und Metal als im Jazz.

Ja, als ich habe früher viel Metal und Alternative wie TOOL, FAITH NO MORE und JANE´S ADDICTION gehört. Der Jazz kam später hinzu. Die ganze
Band ist auch der Ansicht, dass mehr Rock als Jazz bei YAKUZA enthalten ist.

Warum hat euch Eric Plonka, euer ehemaliger Gitarrist, nach den Aufnahmen zu Way of the Dead verlassen?

Er wollte andere Sachen machen. Für ihn kam Andrei Cabanan von AMERICAN HERITAGE zu uns. Wir sind sehr stolz darauf, denn die sind eine wirklich fantastische
Band, wir sind schon lange Zeit befreundet und ich bin ein großer Fan von ihnen. Andrei verließ die Band zu dem Zeitpunkt, als Eric bei uns
ausstieg und somit gab es keine Diskussionen. Er ist ein hervorragender Gitarrist, er stieg bei uns ein und nach drei Wochen spielten wir bereits 20 Shows. Er
ist ein wirklich toller Kerl!

Ihr seid eh verrückt, wenn ihr so viele Gigs spielt.

Stimmt, aber Andrei ist der verrückteste von uns allen (lacht).

Ihr habt jetzt auch guten Label-Support.

Ja, Century Media leisten tolle Arbeit. Es war eine Zeitlang im Gespräch durch Europa mit TODAY IS THE DAY zu touren, aber daraus wurde leider nichts,
da sich die Bands zu sehr unterscheiden. Schade, wir hätten gerne gespielt, aber wir kommen bestimmt bald.

Für euer erstes Album habt ihr viele hervorragende Reviews erhalten. War das der Grund, warum ihr bei Century Media untergekommen seid?

Ein Typ von Century Media in den USA hatte ein Exemplar von Amount to Nothing und er mochte es wirklich sehr. Er wollte uns unbedingt signen,
aber seine Chefs waren ein wenig unschlüssig. Sie entschieden sich aber doch YAKUZA eine Chance zu geben. Auch das deutsche Büro ist wirklich
cool, sie setzen alles daran, dass wir in Europa bekannter werden. Sie leisten sehr gute Arbeit!

Denkst du, in den USA seid ihr eher willkommen als in Europa? Ich denke in den USA sind die Hörer offener.

Ich dachte, das wäre eher in Europa der Fall. Gerade die Interviews, die ich in Europa gegeben habe waren fantastisch, die Leute kannten sich sowohl im
Jazz als auch im Rock und Metal-Bereich sehr gut aus und abgesehen davon kommen viele geniale Jazzmusiker aus Deutschland, Schweden und England. Die US-Presse
ist auch sehr gut zu uns gewesen, wir wurden in höchsten Tönen im Rolling Stone und in der Alternative Press gelobt. Ist ja egal, ich mag sowohl
als auch.

Kommen wir ein wenig zu den Texten. Ich habe sie leider nicht erhalten, aber wenn ich mir die Titel durchlese kommen sie mir sehr avantgardistisch ­ mit
Ausnahme von Miami Device, das wohl eher ein Wortspiel ist ­ vor.

Die Songs und die Titel haben absolut keinen Zusammenhang. Unsere Stücke werden erst betitelt, wenn der Song komplett fertig ist, es gibt nur kleine
Stichwörter für uns, die uns zeigen, was überhaupt was ist. Die Texte sind sehr lose und abstrakt zu sehen, ich bin kein großer
Geschichtenerzähler. Es geht eher um Bilder und Eindrücke. Du musst es so sehen, als wenn Du ein Buch von William Borroughs liest.

Kommen wir mal zurück zu eurer hoffentlich bald stattfindenden Europa-Tour. Wie sieht eine Show von euch aus?

Ich sage nur eins: Ich habe auf unserer letzten Tour drei Saxophone kaputt gemacht, weil ich sie kreuz und quer über die Bühne geschmissen habe.
Es gibt eine verdammt wilde Show. Wir sind mal zu einem Musikladen gegangen, unser Schlagzeuger ließ was reparieren und ich brachte mein Saxophon rein.
Der Typ dachte, wir sind verrückt. Ich kann es gar nicht erwarten, in Europa Zeug kaputt zu hauen.

Als ich zum ersten Mal THE DILLINGER ESCAPE PLAN sah, war ich auch schwer beeindruckt. Die zerstören auch alles und haben dazu blitzsauber gespielt.

Wir versuchen das auch. Unser Ziel ist es, alles so zu spielen wie auf CD, aber die Heavyness überkommt uns ein ums andere Mal und da ticken wir voll
aus. Wir zerstören nicht aus reiner Boshaftigkeit irgendwas, es passiert einfach. Gerade das Saxophon ist sehr empfindlich. Das hat mir auch der Typ im
Musikladen gesagt. Mach das ja nicht mehr! Ich weiß, es tut mir auch leid. Eine Woche später kam ich wieder samt
Hundeblick. Es tut mir leid. Er reparierte es noch einmal und als ich eine Woche später wieder antanzte schmiss er mich gleich raus. (lacht)

Es muss für euch also wie ein Trance sein.

Ja, definitiv. Wir versuchen auch ein wenig ruhigere Momente in die Shows einzubauen, um mehr Abwechslung zu bieten. Außerdem wirken Songs wie
T.M.S oder Miami Device dann wie ein Dampfhammer. Aber den letzten Song haben wir noch nicht gespielt, das würde doch ein
wenig den Rahmen sprengen.

Zum Abschluss: Welche Jazz-CDs kannst du Einsteigern empfehlen?

Ich persönlich höre gerne Kuluse Mama von John Coltraine. Ich mag diese Scheibe, da darin afrikanischer Gesang enthalten ist. Ich
mag auch Big Band-Jazz aus den 20ern und Sachen mit LUIS ARMSTRONG. Die VANDERMARK FIVE-Scheiben mit Ken Vandermark sind auch wirklich hervorragend, da wird
viel mit Rock experimentiert. Ähm, was gibt es da noch. (pfeift) Albert Eilers Love Cry ist auch klasse, er war ein genialer Saxophonist
aus den 60ern und ist leider bereits verstorben.

Was hältst du denn von den jazzigen Death Metal-Bands wie CRYPTOPSY und GORGUTS?

Sind sehr gut, machen viel Spaß. Was magst Du sonst noch?

Hm, ich mag aus dem Bereich John Zorn, AGHORA, THE MAHAVISHNU ORCHESTRA, THE HUB, puh, jetzt überfrägst Du mich aber. Jedenfalls danke ich dir
für das Interview. Gibt es noch irgendwas, das du loswerden möchtest?

Also, wenn wir mal nach Europa kommen, dürft ihr uns nicht töten, nur weil wir Amerikaner sind. Ich glaube nicht an diese Kriegspolitik des
Präsidenten, es gibt andere Wege. Make Music, Not War! Vielen Dank für das Interview!