DRECKSAU: Das Doom Shall Rise Special

Gefühle und wie Trauer und Verzweiflung vertont man am besten langsam.

Wie auch schon im letzten Jahr wollen wir euch im Vorfeld des zweiten Doom Shall Rise-Festivals im wöchentlichen Rhytmus alle 14 beteiligte Bands in Form eines kurzen Fragebogens vorstellen und näher bringen. Diese Woche: DRECKSAU.

Biografie:

Der Grundstock zu DRECKSAU wird im Jahre 1991 gelegt, als Gitarrist Scherer und Bassist Seitz beschließen, ihre extremen musikalischen Präferenzen in einem gemeinsamen Bandprojekt auszuleben. Anfänglich vor allem von Bands wie CELTIC FROST, CARNIVORE, GORE, MELVINS und später EISENVATER oder CROWBAR beeinflußt, sind die ersten Jahre hauptsächlich von Rückschlägen und Besetzungswechseln geprägt. Kontinuität und erste Erfolge erreicht man zusammen mit Schlagzeuger Friedmann, der 1996 der Band beitritt. Ende 1997 wird die Demo-Kassette Schänder veröffentlicht, welche DRECKSAU neben einiger Beachtung im Untergrund auch einen Vertrag mit GSM-Records einbringt. Die im folgenden Jahr von Andi Classen (HOLY MOSES, RICHTHOFEN) produzierte Debut-CD Brecher wird begeistert von Nuclear Blast Records lizenziert und stößt trotz aller unbequemen Brachialität auf sehr große Nachfrage. Schnell wird aber auch deutlich, daß DRECKSAU eine Band ist, an der sich die Geister scheiden. Tourneen durch Deutschland, unter anderem mit RICHTHOFEN und SOULFLY, folgen. Im gleichen Jahr wird die zweite CD Schmerz wiederum im Stage One Studio eingeprügelt und ebenfalls über Nuclear Blast veröffentlicht, was erneut unerwartet starke Beachtung hervorruft. Hier zeigt sich die Band deutlich aggressiver und Hardcore-lastiger als noch auf dem Debüt. Es folgt eine vierwöchige Europatournee mit CROWBAR und EYEHATEGOD im Jahr 2000. Unmittelbar nach der Tour trennt man sich von Friedmann und heuert einen gut befreundeten Session-Drummer an, der auch die selbstfinanzierte und limitierte Promo-Mini-CD Winter eintrommelt, welche DRECKSAU ungewöhnlich kommerziell und zumeist englischsprachig zeigt. Im Nachhinein eine CD, die nicht repräsentativ für DRECKSAU ist. Mit dem Einstieg von Schlagzeuger Rob Reber Ende 2001 wendet sich das Blatt. Die nunmehr wieder komplette und konsequent arbeitende Band besinnt sich auf alte Tugenden und erarbeitet neues, musikalisch radikales Songmaterial, welches musikalisch den Kreis zur Debut-CD, der charakteristischsten DRECKSAU-Veröffentlichung schließt. Man ratifiziert einen Vertrag mit dem norddeutschen Label TTS-Media-Music und nimmt Ende 2002 mit Produzent J.R. Friede in den TTS Studios die offiziell dritte DRECKSAU-CD Kältekammer auf, welche im Frühjahr dieses Jahres als Doppelpack mit zusätzlicher Audio-DVD im echten 5.1 Surround-Sound veröffentlicht wird.

Unsere Musik wird gerne folgendermaßen beschrieben:

Doomcore

Dieser Song ist unser ultimatives Doom-Statement:

Der namensgebende Song unserer neuesten CD Kältekammer ist unser ultimatives Doomstatement, da er die kraftvolle Intention der Trauer und des Niedergangs einfängt und bei aller Melodie keine Härte vermissen lässt. Er beschreibt eben die Kältekammer Seele.

Warum habt ihr die bizarre Welt des Doom gewählt, um eure Musik zu kreieren?

Weil man Gefühle wie Trauer und Verzweiflung am besten langsam vertont.

Die Kunst am doomen ist für uns:

Bei aller Monotonie nicht langweilig werden.

Deshalb wollten wir unbedingt dieses Jahr beim Doom Shall Rise mit von der Partie sein:

Weil wir bei normalen Metal- oder Hardcorefestivals mit unseren doomigen Ärschen zwischen allen Stühlen sitzen und hoffen, am DSR endlich Publikum zu finden, welches es zu schätzen weiß, dass wir uns weder einem Trend anbiedern, noch mit dem Strom schwimmen.

Das sind für uns die Highlights auf dem Doom Shall Rise:

We will see.

Live kann man von uns erwarten:

Ausschließlich unser langsames Material ohne Crustgeballer. Wir werden dafür extra alte Sogs einstudieren, welche wir seit Jahren nicht mehr live gespielt haben.

Weitere musikalische Projekte:

Nobbe Scherer und meine Wenigkeit widmen uns zur Zeit einem punkigen Rock´n´Roll-Projekt namens BEEFBARONS. Man wird von uns hören….

Homepage:

www.drecksau.net

Was wir noch zu sagen hätten:

Stellt schon mal ausreichend Bier kalt!

Alle weiteren Infos zum zweiten Doom Shall Rise-Festival findet ihr hier: