BETWEEN THE BURIED AND ME: Und dann ist da diese Quallenkommune, und alles ist megaschräg.

BETWEEN THE BURIED AND ME: Und dann ist da diese Quallenkommune, und alles ist megaschräg.

The Parallax II: Future Sequence ist nichts anderes als das Magnum Opus von BETWEEN THE BURIED AND ME, die damit sogar ihr bisheriges Meisterwerk Colors locker in den Schatten stellen. Mit einer spannenden und ziemlich abgefahrenen Science Fiction-Story ziehen die fünf Musiker aus North Carolina ins Gefecht, haben einen cineastischen Gesamteindruck parat und gehen dabei tief unter die Haut. BETWEEN THE BURIED AND ME sprühen vor Kreativität und kreieren großartige Epen, als wäre es das einfachste der Welt. Diese Lockerheit ist es, die wir an dieser Band so lieben und die dafür sorgt, dass The Parallax II: Future Sequence kein verkopftes, selbstverliebtes Progressive Metal-Album wurde. Auf der diesjährigen Europatour schnappen wir uns Bassist Dan Briggs, der vor dem Auftritt mächtig in Plauderlaune ist.

Dan, zunächst herzlichen Glückwunsch zu The Parallax II: Future Sequence, und dass ihr Felix Baumgartner dafür gewinnen konntet, Promotion für euch zu machen.

(lacht) Ja, das war verdammt cool, Mann. Wir wussten gar nichts über diesen Weltrekordversuch, bis ein paar Tage vor dem Sprung. Das passte verdammt gut zu unserem neuen Album.

Vor etwas mehr als zehn Jahren kam euer Debütalbum heraus, seitdem habt ihr unermüdlich getourt, regelmäßig Alben veröffentlicht. Es erscheint mir so, als hättet ihr nur auf dieses Album hingearbeitet. Eure Krone der Schöpfung?

Für uns ist es das auf jeden Fall. Die meisten unserer Fans empfinden wohl Colors als unseren Höhepunkt. Und in der Tat war es eine Art Wendepunkt, wir gingen damit in eine etwas andere Richtung. The Parallax II: Future Sequence ist für uns das Beste, was wir bisher gemacht haben. Alles hat geklappt, wir waren permanent motiviert, Tommy hat uns mit seinen Texten und seinem Gesang vollkommen umgeblasen. Es war magisch, als er seine Arbeit im Studio begann.

Momentan spricht jeder über Djent, sogar ihr werdet oft als Djent-Band abgestempelt, ironischerweise ist The Parallax II: Future Sequence aber näher an klassischen Progressive Rock-Konzeptalben der Siebziger als an aktuellen Trends.

Jede Band, die heutzutage meine Aufmerksamkeit erregt, hat etwas Klassisches an sich, wie PAIN OF SALVATION, MASTODON oder ASTRA. Wenn ich mir deren Alben anhöre, bin ich mir sicher, dass diese Musik noch in zwanzig Jahren die Leute inspiriert. Genauso wie ich PINK FLOYD, GENESIS, YES und KING CRIMSON höre. Ich werde davon permanent überwältigt, von diesen unglaublichen musikalischen Reisen. Und das wollen wir auch dem Hörer geben. Die meisten heutigen Bands schreiben ihre Musik für Menschen mit nur kurzen Aufmerksamkeitsspannen, etwas zu dem sie abdrehen können.

Ich weiß ja nicht, ob ihr eure Instrumente studiert habt…

Ich habe auf dem College anderthalb Jahre Kontrabass studiert. Paul und Blake haben auf der Highschool ebenfalls ihre Instrumente studiert. Wir drei haben eine sehr gute, gemeinsame musikalische Sprache, auch in Bezug auf Theorie. Tommy wurde darin in den letzten Jahren auch viel besser, sein Keyboard hilft da viel. Keyboards sind generell sehr hilfreich, die Akkorde und Töne auf der Gitarre sind auf dem Keyboard in jeder Oktave gleich. Jedes C in verschiedenen Oktaven passt zu einem jeweils anderen C. Das half ihm, viel von dem zu verstehen, was bei uns Dreien abgeht.

Verglichen mit am Konservatorium studierten Progressive Metal-Musikern klingt ihr aber immer noch wie die frechen Kinder, die draußen spielen und die Welt aktiv erkunden, nicht nur mittels Büchern.

Wir waren einfach immer Songschreiber. Mein Instrument habe ich hingegen rückwärts gelernt. Wenn ich Theorie lerne, erkenne ich, dass ich die eine oder andere Technik schon in der Vergangenheit anwandte. Musiktheorie ist natürlich auch nur eine Sprache, ein Kommunikationsmittel. Es ist schön diese Sprache zu kennen, sie hilft oftmals ungemein.

Hilft es euch, ein so großes Konzeptwerk in relativ kurzer Zeit zu schreiben, um nicht das Wesentliche aus den Augen zu verlieren?

Die ersten beiden Songs, Goodbye To Everything und Astral Body wurden eigentlich für The Parallax: Hypersleep Dialogues geschrieben. Astral Body war noch etwas anders, als ich es den anderen zum ersten Mal vorspielte. Wir verzichteten darauf, den Song auf die EP zu packen und überarbeiteten ihn nochmals in der aktuellen Session. Der Rest entstand in recht kurzer Zeit. Wenn alles gut läuft und wir uns inspiriert fühlen, schreiben wir eigentlich immer recht schnell unsere Songs. Dieses Mal war es besonders schön, da wir ein ganz neues Level der Inspiration erreicht haben. Was ich schrieb, fühlte sich für mich völlig neu an, wie Bloom. Diese kurzen, schnell geschriebenen Nummern, die schließlich zu ganzen Liedern wurden. Mir wurden beim Schreiben des Albums die Augen geöffnet, die Seite an mir, die gerne experimentiert und Neues entdeckt, wurde erheblich gestärkt. Letztes Jahr gründete ich die Band TRIOSCAPES, was mein Um-die-Ecke-denken in mir anregte. Alles, was ich seit The Parallax II: Future Sequence geschrieben habe, ist ziemlich schräg. Ich kann es kaum erwarten, zu sehen, wohin diese Ideen uns in einem oder in anderthalb Jahren bringen werden.

 BETWEEN
Nicht zu wissen, wohin es geht, macht es für mich sehr reizvoll. Bassist Dan Briggs mag es, wenn BETWEEN THE BURIED AND ME unberechenbar bleiben.

The Parallax: Hypersleep Dialogues scheint ein Prolog oder ein Pilotfilm zu sein.

Ja, wir wussten, dass wir, nachdem wir von VICTORY RECORDS weg waren, eine EP machen wollten. METAL BLADE war damals noch gar nicht im Gespräch. Paul hatte schließlich die Idee zur Story von The Parallax, die so lange und so komplex war, dass es anderthalb Alben braucht, sie zu erzählen. Es klärt sich vieles auf The Parallax II: Future Sequence, das im ersten Teil noch nicht nachzuvollziehen war, darauf haben wir auch das Artwork abgerichtet.

Geschrieben wurden die Platten aber hintereinander, richtig?

Genau, während des ersten Teils der Story standen ansonsten nur Goodbye To Everything und Astral Body. Für das zweite Album war dann alles wieder ganz frisch, in Extremophile Elite und The Black Box verwenden wir aber eine Referenz von Speculiar Reflection von The Parallax: Hypersleep Dialogues. Tommy spielte beim Soundcheck immer gern diesen Pianoteil, also kamen wir auf die Idee, diese Variation, die irgendwie indisch klingt, aufzunehmen. Das ist eben ein ganz anderer Vibe, der da entsteht. Würde mich freuen, wenn die Leute das auch hören.

The Parallax II: Future Sequence hat einen Aufbau wie ein Film. Mit einem Vorspann in Form von Goodbye To Everything, einem Prolog wie Astral Body, und das geht so weiter, bis zum actionreichen Finale von Telos bis zum Schluss.

Ja, so ist es. Wir wussten ja schon im Vorfeld, was in der Story passiert und wie sie enden würde. So schrieben wir auch das Album. Bloom war dann ein kleiner Unfall, zu dem ich von Danny Elfmans Soundtracks inspiriert wurde. Das half Tommy, die Geschichte zu vervollständigen: Das ist nämlich ein Schritt zur Seite, die Handlung des Stücks passiert vor der eigentlichen Geschichte, die Hauptfigur wird in den Ozean gezerrt, und dann ist da diese Quallenkommune, und alles ist megaschräg. Wir dachten von vornherein viel in Bildern und Filmszenen. Die letzten beiden Songs, die wir schrieben, waren Extremophile Elite, mit dem wir uns ein wenig frei spielten, und Silent Flight Parliament, bei dem wir in der ersten Hälfte hauptsächlich in anderen Tonlagen Referenzen von vorherigen Songs verwenden – genau das haben sich Paul und ich im Vorfeld ausgedacht. Wir haben wirklich das Album als Ganzes gesehen und nicht in einzelnen Songs gedacht.

Musikalisch macht ihr nicht viel anders, als auf den vorherigen Alben, die stilistischen Einflüsse haben sich kaum gewandelt. Ich finde aber, dass ihr jetzt mehr damit spielt. Hilft euch das, euch nicht letzten Endes doch in eine Sackgasse zu bugsieren?

Ja, total. Aber eigentlich war das nur ein ganz natürlicher Schritt. Bloom beispielsweise hat natürlich wieder diese schrägen Momente, aber der nächste Schritt war es, dieses Gefühl songübergreifend zu erhalten. Da haben wir viel an JOHN ZORN und NAKED CITY gedacht. Silent Flight Parliament oder Lay Your Ghosts To Rest wirken auf mich auch nicht mehr wie Metalsongs, sondern eher wie Progressive Rock. Das ist für uns der nächste logische Schritt.

Absolut. Im Metal dominieren die heftigen Riffs, die Blast Beats und die aggressive Stimmung, im Kern von The Parallax II: Future Sequence sehe ich eher Spiel- und Lebensfreude. War es auch eine Herausforderung, etwas kompaktere Songs zu schreiben? Auf The Great Misdirect habt ihr doch hier und da den Boden unter den Füßen verloren.

Ich glaube, wir haben während dem Songwriting schon früh erkannt, was der Kern des jeweiligen Stückes war, worauf alles basieren kann. Ist es dieser Death Metal-Teil, der zwanzig Sekunden dauert, oder doch der atmosphärische Teil, auf dem wir längere Zeit aufbauen? Genau, das brutale Element war oft nur ein kleiner Pieps inmitten der anderen Momente. So funktionieren die Songs einfach besser, die ganze Band hat sich auf diesen Kompromiss geeinigt, da es für das große Ganze einfach das Beste ist. So wird der Song einfach konsequenter.

Der Schlagzeuger eines befreundeten Duos sagte mir, dass beide eines Tages an einen Punkt kamen, da sie sich während einem Jam nur ansehen mussten, und sofort wussten, wie der Song weiter gehen würde. Habt ihr auch so eine Ebene der intuitiven Interaktion erreicht?

Ja und nein. Einerseits will ich nicht, dass ich vorhersehbar werde. Wenn ich aber mit Paul zusammen Musik schreibe – und das geschieht mit recht hohem Tempo – ist es schön, wenn man gemeinsam auf derselben Ebene ist. Andererseits ist es schön, von den Ideen des jeweils anderen überrascht und umgehauen zu werden, um vielleicht eine andere Richtung einzuschlagen, als ursprünglich gedacht. Das finde ich sehr aufregend. Nicht zu wissen, wohin es geht, macht es für mich sehr reizvoll. Unser nächstes Album könnte ein Akustikalbum sein, ein Rockalbum, oder irgendetwas anderes. Vor allem nach den positiven Reaktionen auf The Parallax II: Future Sequence fühlen wir uns bestärkt in dem, was wir tun. Wir kümmern uns nicht um das, was die Leute von uns erwarten, aber wenn wir einfach wir selbst bleiben und damit so gut bei den Leuten ankommen, gibt uns das viel Selbstvertrauen.

 BETWEEN
Und dann ist da diese Quallenkommune, und alles ist megaschräg. BETWEEN THE BURIED AND ME sprudeln nicht nur musikalisch, sondern auch konzeptionell über vor Ideen.


Weißt du, was mein erster Gedanke war, als ich zum ersten Mal The Parallax II: Future Sequence zu Ende gehört hatte?

Ich bin gespannt.

Ich dachte: Hoffentlich lösen sie sich nach diesem Album nicht auf. Aber nachdem, was du sagtest, geht euch die Luft so schnell wohl nicht aus.

Nein, garantiert nicht. Ich finde es nur sehr notwendig, eine Tour zu spielen, auf der wir das Album am Stück spielen können. Das werden wir wohl erst nächstes Jahr im Herbst tun können. Ich liebe alle unsere Songs, aber ich will das neue Album spielen. Bevor das nicht geschehen ist, werden wir nicht weiter machen können. Wir können nicht mal daran denken, neues Material zu komponieren. Das bisschen, was ich bisher schon geschrieben habe, ist etwas komplett anderes, als The Parallax II: Future Sequence. Aber das macht eben eine Progressive-Band aus. Moderne Progressive-Bands auf einer höheren Ebene, wie RADIOHEAD oder THE MARS VOLTA, klingen auf jedem Album völlig anders, definieren sich selbst jedes Mal neu, und haben doch immer den gleichen Kern. Es sind immer die gleichen Typen, die diese Musik schreiben. Was uns betrifft: So lange wir Fünf in der Band sind, wird es immer BETWEEN THE BURIED AND ME sein.

Ihr habt The Parallax II: Future Sequence nach eurer kurzen Affäre mit Dave Bottril wieder mit eurem Haus- und Hofproduzenten Jamie King aufgenommen.

Ach, damals unterstützte Jamie uns auch, er hat sich sehr für uns gefreut, dass wir mit Dave Bottril The Parallax: Hypersleep Dialogues aufnehmen konnten. Das war nur einfach nicht Bottrils Musik. Mit Jamie aufzunehmen ist eben immer am Besten.

Es ist also eine Familienangelegenheit, mit Jamie im Studio zu sein. War es auch so mit den Gastmusikern, die ihre Auftritte auf diesem Album haben? Sind das Freunde aus eurer Gegend, die euch mit spontanen Studiobesuchen beglückten?

Die Violinen- und Tubastellen hatten wir schon vorher geschrieben, da brauchten wir nur noch jemanden, der sie spielen konnte. Es gab einige Stellen, da wollte ich Flöte und Saxofon stehen haben. Ich lud Walter Fancourt von TRIOSCAPES ein und wies ihn nur an, an dieser oder jener Stelle ein wenig auszuflippen. Wir sind glücklicherweise in einer Lage, in der wir auf solche Quellen zurückgreifen können. Das kommt davon, wenn man mal zu Hause ist, und die lokalen Musiker alle kennenlernt. Gerade der Tubaspieler, den ich durch Walter kennen gelernt habe, ist enorm jung und talentiert.

In den Credits steht noch etwas von einem gewissen Maddox Giles, der Alien-Sound ablieferte.

Das ist Tommys Sohn. Ich glaube, er war noch nicht mal einen Monat alt, als er seine Parts aufnahm.

Hattet ihr seine Erlaubnis dafür?

Nein, leider nicht.

Ich will dich nicht beunruhigen, aber er wird euch höchstwahrscheinlich verklagen.

Ja, er wird Tommy eines Tages fragen: Warum habt ihr meine Stimme auf dieses beschissene Album gepackt?

Nun möchte ich ein wenig auf das Konzept zu sprechen kommen. Die beiden Charaktere entdecken, dass sie eigentlich ein und dieselbe Person sind. Das ist klassischer Dr. Jeckyll & Mr. Hyde-Stoff.

 BETWEEN
Es war magisch, als er seine Arbeit im Studio begann. Tommy Rogers begeisterte seine Bandkollegen mit seinem Gesang.

Ja, total. Unsere Story zeigt anhand von zwei Charakteren, dass ihre Entscheidungen zwei Seiten haben. Jeder daraus resultiernden Situation kann auf mehrere Arten begegnet werden. Die Geschichte beginnt auf der EP damit, dass von beiden Protagonisten gezeigt wird, was in deren Leben falscht läuft. Was sie schließlich zu dem Punkt bringt, den ganzen Planeten zu zerstören, beziehungsweise vor allem davon zu laufen – wo wir bei The Great Misdirect und Swim To The Moon wären. Das wird nur in einen Science Fiction-Kontext gebracht.

Ich nehme an, es gibt einige Metaphern bei dem Konzept von The Parallax zum alltäglichen Leben, zum Beispiel die Zerstörung der Umwelt.

Ja, natürlich. Die Grundidee ist, dass die Menschheit ein Spiel ist, das immer mehr will, die Erde vergewaltigt und ausbeutet.

Ich weiß, dass die meisten von euch auch Veganer sind. Hier wären wir wieder bei dem Thema der Umweltzerstörung durch Viehzucht, Futteranbau und dem Hunger in der dritten Welt, der dadurch in letzter Konsequenz gefördert wird.

Das geht damit Hand in Hand.

Ihr vermeidet es aber, eine Agenda durch dieses Album auszudrücken.

Eben – im Grunde ist das ja nur eine Story.

Ich mag das Video zu Astral Body sehr. Meistens sieht man in Clips nur performende Bands, ihr habe eine Story zu bieten.

Eigentlich hassen wir Videos, aber da wir hier ein großes Konzeptalbum haben, mussten wir die Story ein wenig visualisieren. Der Bruder unseres Schlagzeugers Blake drehte es, er ist ein kleines Genie.

Aber das ist ja fast komplett animiert.

Ja, außer der Person, die im Video vorkam. Das ist der Taekwondo-Lehrer von Blake und seinem Bruder, alles andere ist CGI.

Würde man jemals einen Film dazu drehen…

Das fänden wir großartig. Es haute uns um, als wir den Clip sahen. Aber wir haben nicht das Geld, um so etwas zu realisieren.

Die Person aus dem Astral Body-Clip müsste jedenfalls von Terry O`Quinn besetzt werden, sollte es jemals einen Film geben.

Ja, das wäre der Wahnsinn. Wir sind riesengroße Fans von Lost, da würde ein Traum wahr werden.

Naja, Lost wurde spätestens zur vierten Staffel ziemlich dämlich.

Ach was, da begannen doch erst die Zeitreisen, da wurde es richtig cool. Ich liebe die ganze Serie. Lost war übrigens ein großer Einfluss für The Parallax, Paul kam auf die Idee dazu während der letzten Staffel.

Nachdem Lost ja nun glücklicherweise vorbei ist: Welche Serien finden bei euch momentan Anklang?

Ich mag Fringe von J. J. Abrams sehr gerne, auch wenn es eigentlich nur ein Abklatasch von Akte X ist. Ich liebe außerdem Boardwalk Empire mit der ganzen Ästhetik der Zwanziger Jahre und der Story zur Zeit der Prohibition. Außerdem läuft bei mir natürlich The Walking Dead.

Und was ist mit Breaking Bad? Aber zurück zur Realität. Das Touren hat sich für euch bestimmt geändert, nachdem Tommy Vater wurde.

Wir lieben das Touren, aber diese langen Zeiträume mag ich nicht. Wenn ich zu Hause bin, kann ich kreativ sein und an neuer Musik arbeiten. Ich bin glücklich, wenn ich meine Arbeit erledigen kann, aber die bleibt eben liegen, wenn ich auf Tour bin. Die neuen Songs zu spielen entschädigt aber für all das. Das Einzige, was den Spaß momentan ein wenig trübt, ist, dass wir nicht das ganze Album am Stück spielen, aber das kommt noch.

Ermüdet es, so lange auf Tour zu sein?

Ja, das tut es. Voll und ganz. (lacht) Wir sind momentan alle müde. Seit einem Monat sind wir in Europa, danach stehen noch Japan und Australien an. Das ist wie ein Wirbelsturm, der uns überwältigt.

Ihr spielt nur zwei Songs auf dieser Tour von The Parallax II: Future Sequence. Denkt ihr, dass noch nicht alle Fans die neuen Songs kennen und enttäuscht wären, das Album am Stück zu hören?

Ja, so ist es. Die neuen Songs kommen aber immer besser an, je länger die Tour dauert, das zeigt uns gerade Lay Your Ghosts To Rest, das wir jeden zweiten Abend spielen.

Seitdem ihr bei METAL BLADE seid, konzentriert ihr euch mehr auf Europa. War es euch wichtig, einen Partner zu haben, der euch mehr in Europa Fuß fassen lässt?

VICTORY RECORDS haben in Europa nur eine Agentur, die Presse macht. METAL BLADE sind da viel breiter aufgestellt, sie haben unsere Alben stärker beworben und ein besseres Vertriebsnetz. Wir sind nun viel präsenter in Europa, das merkt man auch an den Shows hier, die von Mal zu Mal besser besucht sind.

Dan, nun lass dich nicht mehr aufhalten und spiele dich endlich warm. Vielen Dank für das Interview.

Promobilder (c) Metal Blade, Livebilder (c) Christoph Ziegltrum