YNGWIE MALMSTEEN`S RISING FORCE: Perpetual Flame

YNGWIE MALMSTEEN`S RISING FORCE: Perpetual Flame

Schon das Titelbild spricht Bände: In dieser CD stecken 100% Malmsteen. Bei genauerem Hinsehen kann man eine Halskette in Plektrum-Form und einen Gitarrengurt mit Leopard-Muster erkennen. Das aufgefaltete Inlay präsentiert Meister Malmsteen mitsamt Sportwagen vor Strandkulisse – spätestens hier sollte klar werden, dass jeder illegale Download des Albums indirekt auch der Automobilindustrie schadet. Es gibt aber (zum Glück) auch musikalische Gründe, die für den Erwerb von Perpetual Flame sprechen.

Wie schon auf den vorhergehenden Alben deckt das Songmaterial sämtliche Schattierungen des melodischen Heavy Metal ab. Es gibt den obligatorischen Double-Bass-Opener Death Dealer, die Midtempo-Hymne Damnation Game, das flotte, eingängige Red Devil (gut!), die dramatische 6/8-Takt-Nummer The Four Horsemen, den schleppenden Lückenfüller Priest Of The Unholy, den Speed Metal-Ausflug mit Blackmore-Anleihen im Riffing (Be Careful What You Wish For) sowie ein paar unvermeidliche Instrumentals. Die große Neuerung ist sicherlich der Gesang von Tim Ripper Owens (ex-JUDAS PRIEST, ex-ICED EARTH), der seine Sache sehr gut macht. Seine Stimme fügt sich gut in den eher melodischen Gesamtkontext ein, hat aber erwartungsgemäß nur begrenzte Entfaltungsmöglichkeiten, da sämtliche Gesangslinien aus der Feder von Malmsteen stammen, welcher beim ruhigen Magic City auch einmal mehr selbst den Leadgesang übernahm.

Obwohl der diktatorische Saitenhexer zu keinem Zeitpunkt Zweifel daran aufkommen lässt, dass er der virtuoseste und flinkeste Gitarrist auf diesem Planeten ist, hat auch das eigentliche Songwriting durchaus seine Reize. Besonders Red Devil und Be Careful What You Wish For überzeugen mit tollen Melodien und – welch Überraschung – grandioser Gitarrenarbeit. Produktionstechnisch konnte Malmsteen sich glücklicherweise steigern. Die CD klingt zwar dreckig und ungeschliffen, aber doch auch differenziert. Perpetual Flame hat sicherlich etwas Anachronistisches an sich, da diese Art von Musik in genau dieser Form bereits in den 80ern existierte. Passend dazu gibt es Texte über Krieg, Autos und Mystizismus. Ob man das alles als Stil oder als Stagnation bezeichnet, ist Ansichtssache. Perpetual Flame ist auf alle Fälle eins von Yngwies besseren Werken und damit für alle Melodic Metal-Fans und Autohändler interessant, die nach Beständigkeit lechzen.

Veröffentlichungstermin: 07.11.2008

Spielzeit: 68:54 Min.

Line-Up:
Tim Ripper Owens: Gesang
Yngwie J. Malmsteen: Gitarre, Bass, Keyboard, Gesang bei Magic City
Derek Sherinian: Keyboard
Patrick Johansson: Schlagzeug

Produziert von Yngwie J. Malmsteen
Label: Rising Force Records

Homepage: http://www.yngwiemalmsteen.com

MySpace: http://www.myspace.com/yngwiemalmsteen

Tracklist:
1. Death Dealer
2. Damnation Game
3. Live To Fight (Another Day)
4. Red Devil
5. Four Horsemen (Of The Apocalypse)
6. Priest Of The Unholy
7. Be Careful What You Wish For
8. Caprici Di Diablo
9. Lament
10. Magic City
11. Eleventh Hour
12. Heavy Heart

Jutze
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