WHIPLASH: Thrashback

WHIPLASH: Thrashback

Der Titel und das Cover machen deutlich, um was es bei WHIPLASH 1998 in Urbesetzung geht: Power-/Thrash-Metal im Stile der 80er Jahre. Ich hab schonmal in einer älteren WHIPLASH-Kritik erwähnt, daß ich mit dem alten Material der Band nie Berührungspunkte hatte, fand aber das Material, daß auf dem letzten Output ‚Sit, Stand, Kneel & Pray‘ geboten wurde besonders wegen der musikalischen Vielfalt wirklich gut.

Völlig weggefegt ist das, was WHIPLASH auf den letzten beiden Alben zelebrierten, auf ‚Thrashback‘ wird wieder Metal geboten, der so altbacken klingt, wie er nur klingen kann. Und hier fängt auch meine Kritik an ‚Thrashback‘ an. Das Material langweilt mich einfach. Sicher kann das Album ein schön nostalgisches Feeling in mir aufleben lassen, sicher sind die Songs gut und exakt gespielt und laden immer wieder zum mitbangen ein, aber irgendwas fehlt mir an dem ganzen. Zum einen mag das die Originalität sein, zum anderen kann die Musik irgendwie nicht den richtigen Kick in mir auslösen. Es kommt mir alles etwas uninspiriert vor und auch Sänger Tony Portaro ist mir mit seinem Dave-Mustane-mäßigen Gesang etwas zu wenig emotional.

Na gut, vielleicht liegts ja auch einfach an mir, da einige Songs wirklich das Potential zu kleinen Thrash-Hymnen hätten, aber wenn`s nicht kicken will, dann kickt´s halt nicht…ach…hört´s euch selbst an, wenn ihr auf rotzigen Thrash-Metal im 80er-Jahre-Gewand schon lange mal wieder gewartet habt, ist ‚Thrashback‘ sicher eine gute Empfehlung.

Fierce

Veröffentlichungstermin: 05. Oktober 1998

Spielzeit: 41.54 min.

Tony Portaro – Guitars, Vocals

Tony Bono – Bass

Tony Scaglione – Drums and Percussion

Produziert von Steve Evetts

Erschienen bei Massacre Records

Tracklist:

1. Temple of Punishment

2. Stab

3. This

4. Killing on Monroe Street

5. King with the Axe

6. Strike me blind

7. Memory Serves

8. Resurrection Chair

9. House with no Doors

10. Thrash ‚til Death

11. Nails in me Deep

Fierce
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