VOODOO GODS: Anticipation For Blood Leveled In Darkness

VOODOO GODS: Anticipation For Blood Leveled In Darkness

Mit manchen Namedropping-Kapellen kann man mitunter seine Probleme haben. Zu berechenbar die Musik, zu überhöht die Erwartungen oder zu satt die Musiker. Bei VOODOO GODS verhält es sich (zum Glück) etwas anders: denn die Zusammensetzung der Band lässt durchaus Überraschungen in Sachen Musik zu und auch der Sättigungsgrad ist bestimmt beim Großteil der Musiker noch nicht am obersten Level angelangt.

Im Zentrum der Band befindet sich der deutsch-kenianische Schlagzeuger Alex Von Poschinger, der mit Growler Seth Van de Loo (SEVERE TORTURE), Gitarrist Jacek Hiro (SCEPTIC, DIES IRAE), Bassist Jean Baudin sowie Gitarrist David Shankle (Ex-MANOWAR und DAVID SHANKLE GROUP) einige musikalische Hochkaräter um sich scharte. Seit neuestem wurde der Kreis um CANNIBAL CORPSE-Fronter George Corpsegrinder Fisher erweitert. In Summe ergibt das ein reifes Songwriting, das seine Basis im Death Metal mit Thrash-Elementen hat und das noch mit massig Gitarren-Soli ausgestattet ist. Auch der in die Produktion eingebundene Andy La Rocque (KING DIAMOND) steuert eines der zahlreichen Soli bei.

Eingeleitet von einem Intro startet das Album mit The Termination of God mit einem Midtempo-Song, der mit eingängigem Thrash-Riffing gleich die Latte für die folgenden Songs hochlegt. Unterbrochen werden die härteren Passagen von den verspielten Gitarren-Leads, die der Band einen eigenen Charme verleihen. An dieser Gangart ändert sich in weiterer Folge nicht viel, leben doch die Songs von melodiösen Elementen, die gepaart mit treibendem Groove und deathigen Vocals der Band ihren Stempel aufdrücken (Endeavours of a Syphilitic Missionary and his Death – Dawn of the Voodoo Ostinati).

Im Endeffekt liefern VOODOO GODS eine willkommene Abwechslung in Sachen Genre-Zusammenstellung – insbesondere dank der Gitarren-Soli, die dem Album zwar die durchgehende Extrem-Metal-Härte nehmen, aber dafür zur Unterhaltung beitragen. Ebenso wie der Trommel-Percussion-Ausflug in Article 246. Abgerundet wird das gute Album von einer ebensolchen Produktion, womit VOODOO GODS mehr als nur als bloßes Name-Dropping-Projekt in Erscheinung treten. Trotz der vielen positiven Elemente, die Anticipation For Blood Leveled In Darkness beinhaltet, ist – zumindest für mich – der allereletzte Charme-Pluspunkt nicht auszumachen. Gut ist das Album aber allemal.

Veröffentlichungstermin: 28.07.2014

Spielzeit: 40:01 Min.

Line-Up:
George Corpsegrinder Fisher – Gesang
Seth Van De Loo – Gesang
David Shankle – Gitarre
Jacek Hiro – Gitarre
Jean Baudin – Bass
Alex Voodoo Von Poschinger – Schlagzeug

Gastmusiker:
Andy La Rocque – Gitarre (Solo Renaissance of Retribution)

Produziert von Philip Kleine, Alex Von Poschinger & Marek Heimburger @ VoodooGatesStudios;
Mixed and mastered von Andy La Rocque & Alex Von Poschinger @ Sonic TrainStudios, Varberg (SWE)
Label: Saturnal Records / Plastic Head

Homepage: http://www.voodoogods.net

Mehr im Netz: http://www.facebook.com/OVGFS

Tracklist:
1. Return of the Rainbown Serpent
2. The Termination of God
3. The Astral Dawn – Devotion to the Great Nebula
4. Cetewayo
5. Endeavours of a Syphilitic Missionary and his Death – Dawn of the Voodoo Ostinati
6. Renaissance of Retribution
7. Wrath of the Invisible Children
8. Article 246

Christian Wögerbauer
Christian ist seit 2005 unser Vertreter der Österreicher Metalszene, rezensiert gern im Bereich Symphonic Metal, Doom, Melodic Death und auffallend gern Bands mit Sängerin. Genres: Symphonic Metal, Gothic Metal, Melodic Death Metal, Doom.