VOMITORY: Raped In Their Own Blood / Redemption [Re-Releases]

VOMITORY: Raped In Their Own Blood / Redemption [Re-Releases]

Eigentlich hatten VOMITORY sich 2013 aufgelöst. Erik Rundqvist Tobias Gustafsson gründeten danach CUT UP, die mit „Wherever They May Rot“ (2017) und „Forensic Nightmares“ (2015) zwei starke Alben veröffentlichten, welche gar nicht mal soweit vom VOMITORY-Sound entfernt waren. Nachdem man sich 2017 für ein Konzert zusammenfand, hat man nun anscheinend doch wieder Blut geleckt und wird zumindest wieder live unterwegs sein. Die perfekte Gelegenheit, um die beiden ersten, ursprünglich auf Fadeless Records erschienen, Alben der Band erneut zu veröffentlichten, dachten sich Metal Blade Records und schritten sogleich zur Tat. Beide Alben erscheinen auf LP als auch als Digipack-CD.

Wer die beiden Alben also noch nicht hat, bekommt hier die Gelegenheit eine Lücke zu schließen. VOMITORY haben leider nie den Status ihrer Landsmänner von DISMEMBER oder ENTOMBED erreicht. Dafür war die Band vermutlich einfach zu spät dran. Als das Debütalbum “Raped In Their Own Blood” 1996 erschien hatten die beiden genannten Bands bereits drei Alben auf dem Buckel. Davon abgesehen ist “Raped…” zwar ein starkes Death Metal-Album, die Strahlkraft von “Left Hand Path” oder “Like An Everflowing Stream” hat es indes nicht.

VOMITORY standen schon immer für erstklassigen Death Metal ohne Schnick Schnack, heute wie vor dreißig Jahren

VOMITORY klangen aber ja eh schon immer etwas anders, als die klassischen Schweden Death-Bands. Neben den durchaus vorhandenen Ähnlichkeiten zum klassischen Schweden Death Metal hörte man bei VOMITORY schon immer auch eine Menge US-Geprügel als Einfluss im Sound. Wie auch immer, “Raped In Their Own Blood” hat seinen rumpeligen Charme und ist ein wunderbar rohes Stück Death Metal mit starken Songs wie “Nervegasclouds”, dem Titelsong, “Through Sepulchral Shadows” oder “Perdition”. Als Bonustracks sind die drei Songs vom 1994er “Sepulchral Shadows”-Demo enthalten. Alle drei Songs sind auch auf dem Album zu hören, die Demoversionen klingen natürlich nochmal deutlich rumpeliger.

Drei Jahre nach “Raped In Their Own Blood” legten VOMITORY mit “Redemption” nach. Hier zeigte sich die Band in allen Belangen deutlich gereift. Nicht nur der Sound klingt eine ganze Ecke fetter als auf dem Debüt, auch spieltechnisch haben VOMITORY deutlich zugelegt und klingen viel tighter als noch drei Jahre zuvor. Eine gute halbe Stunde lang gibt es brettharten Death Metal, mit mehr US-Schlagseite als noch auf dem Debüt. Auch Fans der niederländischen Todesschwadron SINISTER sollten auf “Redemption” ziemlich steil gehen. Als Bonus gibt es hier noch die Songs der “1989 – 1999” EP, die damals zusammen mit “Redemption” erschien und neben drei eigenen Songs ein NAPALM DEATH sowie ein SODOM-Cover enthält. Das Bonusmaterial ist hier meiner Meinung nach deutlich lohnenswerter als auf “Raped In Their Own Blood”.

Beide Alben dürften zu einem fairen Kurs erhältlich sein und lohnen sich für Old School Death Metalheads, welche die Scheiben noch nicht haben allemal. VOMITORY standen schon immer für erstklassigen Death Metal ohne Schnick Schnack, heute wie vor dreißig Jahren. Vielleicht raffen die Schweden sich ja nochmal auf und beglücken uns mit einem weiteren Album.

Veröffentlichungsdatum: 11.01.2019

Spielzeit: 56:18 / 51:22

Line Up:
Line Up auf „Raped In Their Own Blood“:
Ronnie Olson – vocals
Ulf Dalegren – guitars
Urban Gustafsson – guitars
Tomas Bergqvist – bass
Tobias Gustafsson – drums

Line Up auf „Redemption“:
Jussi Linna – vocals
Urban Gustafsson – guitars
Ulf Dalegren – guitars
Erik Rundqvist – bass
Tobias Gustafsson – drums

Label: Metal Blade

Bandhomepage: https://www.vomitory.net
Facebook: https://www.facebook.com/vomitoryband

VOMITORY „Raped In Their Own Blood“ Tracklist

01. Nervegasclouds
02. Raped In Their Own Blood
03. Dark Grey Epoch
04. Pure Death
05. Through Sepulchral Shadows
06. Inferno
07. Sad Fog Over Sinister Runes
08. Into Winter Through Sorrow
09. Perdition
10. Thorns

Through Sepulchral Shadows Demo:
11. Through Sepulchral Shadows demo 94 (bonus track)
12. Thorns demo 94 (bonus track)
13. Sad Fog Over Sinister Runes demo 94 (bonus track)

VOMITORY  „Redemption“ Tracklist

01. The Voyage
02. Forty Seconds Bloodbath
03. Forever In Gloom
04. Heaps Of Blood
05. Embraced By Pain
06. Redemption
07. Ashes Of Mourning Life
08. Partly Dead

1989-1999 Ten year anniversary picture disc:
09. The Art Of War (bonus track)
10. Undivulged (bonus track)
11. Extremity Retained (NAPALM DEATH-Cover, bonus track)
12. Dead Cold (bonus track)
13. Christ Passion (SODOM-Cover, bonus track)

agony&ecstasy
Seit 2005 bei vampster und hauptsächlich für CD Reviews zuständig. Genres: Power, Speed und Thrash Metal, Epic Metal, Death Metal, Heavy Rock, Doom Metal, Black Metal.