URIEL: Multiverse

URIEL: Multiverse

Das Instrumentarium, das URIEL mit sich herumschleppen, hat schon etwas für sich. Schließlich verwenden die Kanadier nebst den normalen Instrumenten auch eine Violine und ein Cello. Daher liegt das „Symphonic“ in der Genre-Bezeichnung durchaus nahe. Doch schlägt der Symphonic Anteil mitunter in eine Folk Metal-Richtung aus, was ein Nahverhältnis zu ELUVEITIE nach sich zieht. Doch an die Klasse der Schweizer reichen die Nordamerikaner noch nicht heran. Der Grund dafür ist, dass die Songs auf „Multiverse“ mitunter etwas vorhersehbar sind. Hinzu kommt, dass Tracks wie „Blood Forerst“ mit ihren drei Minuten Länge länger wirken als sie tatsächlich sind. Und das, obwohl eigentlich viel passiert und der Song daher kurzweilig sein müsste.

URIEL wecken mit ihrem Symphonic Folk Extreme Metal Interesse

Das Interesse können URIEL mit ihrem Symphonic Folk Extreme Metal aber doch wecken. Gerade Passagen, die etwas aus dem gewohnten Fahrwasser ausbrechen, wie zu Beginn von „Mysterious Dancer“ wissen schon zu gefallen. Auch ist es gut zu heißen, wenn die Kanadier aufs Tempo drücken. Die ruhigeren Passagen wirken dagegen beinahe fast zu sachte. Das mag auch daran liegen, dass man in der im Grunde klaren Produktion ein Stück weit die Spitzen und ja, auch die Power vermisst.

„Multiverse“ hinterlässt guten, aber keinen bleibenden Eindruck

Gesanglich wechseln sich der eindimensionale aber grundsätzlich angenehme Clean-Gesang von Gaia und die guten, aber ebenso nicht sehr variablen Growls von Philippe Paquette, der als Bassist beinahe für mehr Aha-Momente sorgen kann, ab. Insofern bleibt von „Multiverse“ ein grundsätzlich guter, aber leider kein bleibender Eindruck übrig. Ich könnte es nicht einmal so genau benennen, warum mich URIEL schlussendlich nicht packen können. Irgendwie bleibt der Eindruck zurück, dass es dem Album noch an irgendetwas fehlt – trotz des interessanten Instrumentariums.

Veröffentlichungstermin: 25.10.2019

Spielzeit: 33:29 Min.

Line-Up:
Gaia – Gesang
Philippe Paquette – Bass & Gesang
Dave “Davazel“ Hazel – Gitarre
Jessica Lambert Guarda – Cello
Ariane Paquette – Violine

Label: WormHoleDeath

Mehr im Netz: https://urielmetal.bandcamp.com/
Mehr im Netz: https://www.facebook.com/Uriel.Metal/

URIEL „Multiverse“ Tracklist

01. Long Way Home
02. Multiverse
03. Mysterious Dancer
04. A Thousand Burdens
05. Follow You
06. Blood Forest
07. Insight (Lyric-Video bei YouTube)
08. War Hammer
09. Lies
10. A Heart Underneath

Christian Wögerbauer
Christian ist seit 2005 unser Vertreter der Österreicher Metalszene, rezensiert gern im Bereich Symphonic Metal, Doom, Melodic Death und auffallend gern Bands mit Sängerin. Genres: Symphonic Metal, Gothic Metal, Melodic Death Metal, Doom.