TRANSILVANIA: Of Sleep and Death

Mit “Of Sleep and Death” eröffnen TRANSILVANIA das neue Jahr mit unbekümmertem, aber auch atmosphärischem Black / Thrash Metal, der auch kompositorische und melodische Elemente aus dem klassischen Heavy Metal miteinbezieht.

Das neue Jahr 2021 fängt ja richtig gut an: Zu danken ist dies TRANSILVANIA, die gleich am Neujahrstag mit “Of Sleep and Death” ihr neues Album veröffentlicht haben. Und auf dem zweiten Album der Innsbrucker gibt es rund 50 Minuten an melodisch thrashigem Black Metal zu hören, der vor allem durch seine Unbekümmertheit zu überzeugen weiß. Dabei scheuen die Tiroler auch nicht davor zurück, Anleihen aus dem klassischen Heavy Metal oder auch einmal Fahrt raus zu nehmen. Das hat nicht nur Hand und Fuß sondern vor allem auch viel Herz.

TRANSILVANIA nehmen den Hörer auf eine spannende musikalische Reise mit

Schon mit dem ersten Song “Opus Morbi” nimmt einen das österreichische Quartett auf eine spannende musikalische Reise mit. Die siebeneinhalb Minuten gehen überraschend flott am Hörer vorbei, als dass TRANSILVANIA geschickt die unterschiedlichen Themen verarbeiten und diese nicht über die Maßen wiederholen. Dabei erinnert der Aufbau und auch die Lead-Gitarre an jüngere Heavy Metal-Bands wie ATTIC und anhand dieses Querverweises an Größen wie MERCYFUL FATE – nur eben angeschwärzter. Ähnlich stark – und auch abwechslungsreich – erweisen such auch “Mortpetten” und “Hekateion”.

Auf “Of Sleep and Death” gibt es bösen und giftigen Gesang zu hören

Trotz der vernommenen Nähe zum Heavy Metal sind TRANSILVANIA schon im Extreme Metal zu verorten. So hört man im Titeltrack den Black Metal alter (skandinavischer) Schule heraus, ehe ein feiner und verspielter Mittelteil den Song aufbricht, und auch “Underneath Dying Stars” schlägt in eine tiefschwarze Kerbe. Insbesondere auch dank des Geschreis von Bassist und Sänger Possessor Čachtice. Generell wirkt der Gesang böse und giftig, wenngleich nicht gerade wenig mit Effekten (etwa Hall) gearbeitet worden ist.

TRANSILVANIA liefern mit “Of Sleep and Death” ein stimmiges Gesamtkonzept

Kleinere Abstriche sind stellenweise bei der Produktion zu machen, wenn sich die Höhen etwas überlappen und sich dadurch ein leichtes Rauschen ergibt. Mitunter vermeint man in einem solchen Rauschgewitter auch den einen oder anderen unsauber gespielten Ton zu hören (“Lycanthropic Chant”). Doch soll dies nur der Form halber erwähnt werden, als dass das Gesamtkonzept von “Of Sleep and Death” sehr stimmig ist. Angefangen bei dem überaus gelungenen und an mittelalterliche Lehrtafeln angelehnten Cover-Artwork aus der Feder von Jaime Pascual Sanz, über die Untoten-Thematik bis hin zu einer Handvoll kreativen Einfällen und guten Riffs, welche in die Kompositionen eingeflossen sind. Chapeau in den Westen Österreichs.

Veröffentlichungstermin: 01.01.2021

Spielzeit: 49:59 Min.

Line-Up:
P. Čachtice – Bass & Gesang
D. D. Stumpp – Gitarre
H. Paole Grando – Schlagzeug
O. von Schwarzenberg – Gitarre

Label: Invictus Productions

Mehr im Netz: https://transilvania.bandcamp.com
Mehr im Netz: https://www.facebook.com/transilvaniaaustria

TRANSILVANIA “Of Sleep and Death” Tracklist

01 Opus Morbi
02 Hekateion (Audio bei YouTube)
03 Of Sleep and Death
04 Lycanthropic Chant
05 Vault of Evening
06 Heart Harvest
07 Mortpetten (Audio bei YouTube)
08 Underneath Dying Stars