SHATTER MESSIAH: Never To Play The Servant

SHATTER MESSIAH: Never To Play The Servant

Beginnen wir beim Debütalbum Never To Play The Servant der Formation SHATTER MESSIAH erstmal mit dem Namedropping. SHATTER MESSIAH ist die neue Band von ex-NEVERMORE/ex-ANNIHILATOR-Gitarrist Curran Murphy, der weitere Unterstützung von Sänger Greg Wagner (BREAKER/ex-ARCHETYPE) und ANNIHILATOR-Drummer Robert Falzano bekommt. Zudem ist am Bass Ron Boisvert und an der zweiten Gitarre Dusty Hold zu hören. Dieses Line-Up sollte eigentlich ein Garant für anspruchsvolle Power/Thrash Metal-Mucke sein. Ist es auch, wobei sich unter die insgesamt 14 Tracks der ein oder andere Lückenfüller geschlichen hat. Zudem ist der Sound auf Never To Play The Servant recht schwach für diese Art von Musik ausgefallen und der nötige Druck bleibt auf der Strecke. Vielleicht sollte Mainman Curran Murphy die Produktion beim nächsten Album aus den Händen geben und nicht selbst die Regler bedienen.

Musikalisch bekommt der Käufer eine breite Palette aus Thrash, Power Metal und Heavy Metal geboten. Mal progressiv, dann wieder voll auf die Zwölf. Einerseits düster und melancholisch angehaucht – im Gegensatz leicht punkig und dreckig. Klar, die Gitarrenarbeit spielt sich auf einem hohen technischen Niveau ab und nicht nur einmal hat man das Gefühl, dass sich Mr. Murphy stark von seinen ehemaligen Combos hat beeinflussen lassen. Man höre sich nur mal den Jeff Waters-beeinflussten Anfang von Crucify Freedom oder Fear To Succeed (hier hatte Curran beim Beginn wohl Jeff Loomis im Geiste) an. Dennoch haben SHATTER MESSIAH ihren eigenen Charme, was vor allem auch an Frontmann Greg Wagner liegt, der auf diesem Debütalbum sämtliche Facetten seines Könnens abruft. Egal ob kernige Thrash-Shouts (Hatred Devine, Fear To Succeed), klare und kraftvolle Power Metal-Gesänge (Never To Play) oder typische Heavy Metal-Screams (All Sainted Sinners) – Greg agiert variabler als je zuvor und wertet die Mucke unheimlich auf.

Never To Play The Servant ist ein unterhaltsames Power/Thrash Metal-Album, welches sicherlich hier und da noch verbesserungswürdig ist. Jedoch ein guter Einstand von Curran Murphy und seiner Truppe – eine Steigerung auf dem nächsten Output muss aber drin sein.

Veröffentlichungstermin: 28.08.2006

Spielzeit: 59:15 Min.

Line-Up:
Greg Wagner – vocals
Curran Murphy – guitars
Dusty Hold – guitars
Robert Falzano – drums
Ron Boisvert – bass

Produziert von Curran Murphy
Label: Dockyard 1

Homepage: http://www.shattermessiah.com

Tracklist:
1. Never To Play
2. Crucify Freedom
3. Fratility
4. Hatred Devine
5. Fear To Succeed
6. All Sainted Sinners
7. Inflicted
8. Drinking Joy
9. Bad Blood
10. Blasphemy Feeder
11. Deny God
12. Disillusion
13. Bleed To Shadows
14. New Kleen Killing Machine

Psycho