RICHARD ANDERSSON´S SPACE ODYSSEY: The Astral Episode

Das Album ist in erster Linie eine Vermischung von RAINBOW-, MALMSTEEN- und SYMPHONY X-Einflüssen. Im Gegensatz zu den allermeisten ähnlich unoriginellen Veröffentlichungen besitzt es allerdings über weite Strecken Seele und Gefühl. Sänger Patrik Johansson läuft zu Hochform auf. Auch die anderen Musiker lassen nichts anbrennen und fackeln ein Feuerwerk an Riffs, Soli und Breaks ab.

The Astral Episode ist in erster Linie eine Vermischung von RAINBOW-, MALMSTEEN– und SYMPHONY X-Einflüssen. Entsprechend kann man RICHARD ANDERSSON´S SPACE ODYSSEY bedenkenlos als vierte Generation der rockenden Bach-Freunde bezeichnen. Im Gegensatz zu den allermeisten ähnlich unoriginellen Veröffentlichungen besitzt das Album allerdings über weite Strecken Seele und Gefühl. Sänger Patrik Johansson (ASTRAL DOORS) läuft zu Hochform auf und gibt den Songs mit seiner rauen, kräftigen Stimme ein Gesicht. Auch die anderen Musiker lassen nichts anbrennen und fackeln ein Feuerwerk an Riffs, Soli und Breaks ab.

Auch wenn mit Richard Andersson ein Keyboarder die Fäden im Hintergrund zieht – sprich die Lieder schreibt -, stehen Gesang, Gitarre und Groove im Vordergrund. Die instrumentalen Passagen des Openers Through Dreams And Reality weisen eine starke SYMPHONY X-Schlagseite auf, während die Strophen von straightem Riffing und Patrik Johanssons mächtiger Stimme getragen werden. Der Refrain setzt dagegen auf subtile Gesangsmelodien und bildet einen angenehmen Kontrast zur ansonsten sehr druckvollen Musik. Auch der anschließende Titeltrack kann seine Einflüsse nicht leugnen und hätte in dieser Form auf einer SYMPHONY X-CD zu finden sein können.

Den Höhepunkt des Albums stellt eindeutig Lord Of The Winds dar. Ein schleppender Rhythmus zieht sich wie ein roter Faden durch das Stück. Dazu gibt ein groovende Gitarren und einmal mehr den Gesang, der es verdient, dass man nach ihm den nächsten Orkan benennt! Im Mittelteil türmen sich zuerst derbe Gitarrenwände und Breaks auf, ehe Keyboard und Gitarre ihre obligatorischen Soli abziehen. Es ist ein Jammer, dass es in solchen Fällen so ungemein schwer ist, die musikalische Euphorie in Worte zu fassen. Dazzle The Devil macht mir in dieser Hinsicht die Sache wesentlich einfacher. Im flotten Tempo gibt es hier keinerlei Überraschungen, sondern ausschließlich MALMSTEEN-lastige Melodiebögen und reichlich E-Gitarren.

Das Instrumental Presence Of Mind wurde mit höchst dramatischen Melodien ausgestattet und ist ein weiteres Kaufargument. Denn Komposition, Umsetzung und Produktion lassen wirklich keine Wünsche offen. Mit den beiden sehr langsamen (aber kein bisschen weichen) Stücken Back To The Dark und The Seventh Star Fantasy kann ich mich dagegen nicht so recht anfreunden. Letzteres wird zwar durch sehr gelungene Folk-Einsprengsel aufgelockert. Doch im Endeffekt wirken beide Nummern verzwungen.

Wie schon auf dem Erstling Embrace The Galaxy gibt es mit Reversation ein Lied, das nach einem geradlinigen, melodischen Einstieg im Refrain plötzlich auf Turbo schaltet, worunter dann die Atmosphäre leidet. Trotzdem bleibt der Song wie auch das gesamte Album eine hörenswerte Angelegenheit. Musikalische Überraschung gibt es zwar keine. Doch das Songmaterial kann größtenteils überzeugen und der Gesang ist wirklich absolut genial!

Veröffentlichungstermin: 29.03.2005

Spielzeit: 53:14 Min.

Line-Up:
Patrik Johansson: Gesang

Magnus Nilsson: Gitarre, Bass

Richard Andersson: Keyboards

Andreas Brobjer: Schlagzeug

Produziert von Richard Andersson
Label: Regain Records

Homepage: http://www.anderssonmusic.com

Tracklist:
1. Through Dreams And Reality

2. Astral Episode

3. Lord Of The Winds

4. Dazzle The Devil

5. Back To The Dark

6. Presence Of Mind

7. Reversation

8. The Seventh Star Fantasy