PURTENANCE: Buried Incarnation

PURTENANCE: Buried Incarnation

Bereits 1989 als PURTENANCE AVULSION gegründet, sind PURTENANCE eine dieser unzähligen Death Metal Bands aus Skandinavien, die immer gute bis sehr gute Platten veröffentlicht und eigentlich nix falsch gemacht haben, aber trotzdem nie die ganz große Aufmerksamkeit bekamen.

Vielleicht hätten sie einfach aus Schweden kommen oder Skandale produzieren müssen… Sei’s drum, denn immerhin haben die Finnen um Gründungs-Mitglied Harri Salo offenbar trotzdem weiterhin Spaß an der Musik und veröffentlichen nach diversen Pausen nun mit „Buried Incarnation“ ihr viertes Album. Und das bietet erwartungsgemäß richtig guten Death Metal.

Die Platte lebt von einer gewissen Schwere, die sich ausdrückt in langsamen, sehr fetten Riffs à la AUTOPSY oder sogar BOLT THROWER,  hier und da kommen sogar Assoziationen zu WINTER auf, die aber dann von gelegentlichen Ausflügen in schwedische Up-Tempo-Gefilde konterkariert werden. Das Ganze vermittelt aber neben aller Heavyness eine wohl typisch finnische Schwermut, mit leicht klagenden Melodien und einem insgesamt recht ausweglosen Touch.

Gediegener Death Metal mit Ausreißern nach oben

Alle Songs bewegen sich auf gleichbleibend hohem Niveau, was Songwriting und Ausführung angeht, die Growls sitzen, die Gitarren braten, die Produktion ist ausgewogen, es gibt qualitativ gesehen einige Ausreißer nach oben, wie das sehr geile „Wrapped in Lamentation“ und keine Ausreißer nach unten. Die Band bewegt sich qualitativ wirklich nur knapp unterhalb des Qualitäts-Levels der genannten Referenzen.

Die Herren Musiker sind logischerweise keine jugendlichen Ungestüme mehr und so geht es eher gediegen zu bei den Finnen. Keine Verzweiflung, eher angenehme Schwermut, keine Brutalität, eher gesunde Härte, keine Extravaganzen, sondern solide Arbeit. Vermutlich ist das auch der Grund, warum es nie zum ganz großen Durchbruch gereicht hat, denn solide Arbeit wird zwar gerne angenommen, aber selten angemessen belohnt. Immerhin hängt sich das Label ordentlich rein, denn es gibt das Album auf CD, Vinyl und auch auf Kassette.

Mit „Buried Incarnation“ bieten PURTENANCE grundsoliden und gekonnt ausgeführten Deal Metal ohne Brimborium und ohne Extravaganzen, der vermutlich auch dieses mal wieder viel zu wenig Wertschätzung erfahren wird. Eine Schande!

Release Date: 23.06.2020

Label: Xtreem Music

Line Up

  • Juha Rannikko – Guitar
  • Harri Salo – Drums
  • Tero Aalto – Guitar
  • Aabeg Gatamn – Vocals/Bass

PURTENANCE „Buried Incarnation“ Tracklist

1. Into the Arctic Gloom2. Shrouded Vision of Afterlife
3. Under the Pyre of Enlightenment (Lyric-Video bei YouTube)
4. The Malicious Moon
5. Lifeless Profoundity
6. Deathbed Confession (Audio bei YouTube)
7. Wrapped in Lamentation
8. Dark Womb of Nothingness
9. Burial Secrecy

 

Mehr im Netz: