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PUNISH: Raptus

PUNISH: Raptus

PUNISH gehen hinsichtlich der Vermarktung von Raptus ähnlich extreme Wege, wie bezüglich ihres technischen Death Metals. Statt die CD mit Kopiervollschutz auszustatten und etwaige Internetdownloader zu jagen und niederzustrecken, stellen die Schweizer Raptus gleich auf der eigenen Website vollständig online. Dies ist im Zeitalter von Albenstreams nicht extrem. Extrem ist aber, dass PUNISH ihr Werk in guter Soundqualität online stellen und das Artwork gleich noch mitliefern. Die Entscheidung zur Bezahlung (ob und wenn ja, wieviel) liegt beim Hörer und ob dieser Gefallen findet am Gehörten.

Wenn alle diese bezahlen, denen Raptus gefällt, sollten PUNISH eigentlich keine Geldsorgen haben. Klar sind die Zürcher noch immer extrem spezialisiert und ihr technischer Death Metal wird sie nie zum geeigneten Opener von NIGHTWISH machen, auch wenn André und Ralph klassische Harmonien in ihren Soli zelebrieren. Stilistisch hat sich also nichts verändert zu Dawn Of The Martyr und auch soundtechnisch bleibt man sich und dem Vorgängerwerk treu. Gefrickelt wird mit Herzblut und Lust. Selbstverständlich ist die Gitarrenarbeit, die hier und da an DEATH gemahnt, wie immer superb. Die Gesangsaufteilung hat sich als richtiger Schritt erwiesen und wurde weiter verbessert, wenngleich natürlich die instrumentalen Parts noch immer das Herzstück bleiben bei dieser technisch extrem versierten Band.

Die Songs selbst sind abwechslungsreich wie immer. Kiss me goodnight wird zum furchterregenden Satz in Bonefire, in Disciple of Wrath gibts schöne Basslines und im abschliessenden Wetworks Ltd. werden Gitarristengelüste nochmals ansprechend verarbeitet. Klarer Anspieltipp ist neben dem perlenden Titeltrack das starke Despise, Separate, Attack, da hier PUNISH den Dreh raushaben, in einem Tech Death Song einen Wiedererkennungswert zu schaffen. Dies ist zweifelsohne etwas vom Schwierigsten, was dieses Genre seinen Musikern aufhalst – und selbst gestandene Truppen wie NECROPHAGIST reüssieren bei dieser Aufgabe nicht immer. Hier liegt denn auch der einzige Kritikpunkt bezüglich Raptus: Nicht jedem Song wohnt die Qualität der Wiedererkennung inne.

Alles in allem kann man jedoch konstatieren, dass PUNISH halt auch nach zehn Sekunden Raptus wahr bleibt. PUNISH bleibt das Schweizer Flaggschiff in Sachen technischem Death Metal. Nicht mehr und nicht weniger – und das ist gut so.

Veröffentlichungstermin: 2009

Spielzeit: 45:27 Min.

Line-Up:
André Mathieu – Gitarre, Vocals
Reto Hardmeier – Bass, Vocals
Ralph Huber – Gitarre
Reto Crola (REQUIEM) – Drums

Produziert von Andy Classen
Label: Stonepath Records / Quam Libet Rec.

Homepage: http://www.punish.ch/

MySpace: http://www.myspace.com/swissdeathmetalconnexion

Tracklist:
1. Abandon Waste
2. Disciple of Wrath
3. Subnatural Coexistence
4. Raptus
5. Herder of the Misguided
6. Despise, Separate, Attack
7. Stained
8. Bonefire
9. Disruptor (Instrumental)
10. Wetworks Ltd.