PANDAEMONIUM: Return to Reality

Die Italiener PANDAEMONIUM blasen mit "Return to Reality" zum audiovisuellen Kitschangriff…

Unter dem Banner Symphonic Speed Metal ziehen die Italiener PANDAEMONIUM aus, um die Welt ihrem Gott – dem Kitsch – untertan zu machen. Stärkste und grausamste Waffe hierfür ist ihr neues Werk Return to Reality, ein grausiges Manifest mit vernichtender Wirkung auf audiovisueller Ebene. Denn bereits das Cover macht klar, dass sich diese italienische Truppe wohl lieber Pink Harmony nennen sollte.

Wie bereits angetönt, wirkt Return to Reality auf zwei Ebenen. Zuerst setzt es die Sehnerven des Metallers mittels süßlichen Covers außer Gefecht. Darauf sieht man Manga-artige Elfen, welche sich gerne die Haare färben, ins Fitness-Studio gehen (man beachte die Bauchmuskeln), ihre Aerobic-getunten Knackärschchen ins Bild strecken und ein Faible für durchsichtige Kleidchen Marke Bordell haben. Der benommene Mandolinespieler steht bereits bis zum Bauchnabel in einer hellblauen Tunke und zeigt – vor Geilheit zuckend – seine gestählten Muskeln und einen lüsternen Blick. Als Voyeure fungieren Tiere aus dem Knuddelzoo – Frosch, Salamander, Igel und der aufgeputschte Uhu sind alle tagesaktiv und sichtlich genervt ob der Zweckentfremdung ihres Wasserlochs. Vielleicht haben aber einfach alle von den obskuren Pilzen unter dem einen Baumstrunk gegessen…

Schafft man es, Return to Reality in den Player zu befördern, folgt der akustische Angriff. PANDAEMONIUM inszenieren sich als seichter RHAPSODY-Abklatsch, der nur erträglich ist, wenn der Sänger schweigt. Lässt er seinem Organ jedoch freien Lauf, nimmt dies absolut grausige Formen an. In den hohen Lagen von Ancient Time eiert er mehr herum als ein Uralt-Tape nach dem Urlaub im Magnetfeld und schafft es, dass einem sämtliche Haare zu Berge stehen und die Gewerkschaft des Trommelfells mit Streik droht. Nach Ancient Times können auch alle süßen Gitarrenläufe nichts mehr ausrichten, selbst eine Weiterführung als reines Instrumental würde nach diesem Schock nicht mehr helfen.

Fazit: Diese italienische Kitschkanone ist nur für Leute geeignet, welche sich ernsthaft und ausschließlich Sendungen von RAI und von italienischen Privatsendern anschauen. Allen anderen Freunden von symphonischen Metalklängen sei dringend von dieser gruseligen Elfeneskapade abgeraten.

Veröffentlichungstermin: 2005

Spielzeit: 55:55 Min.

Line-Up:
Steve Volta: Gitarren

Daniel Reda: Vocals

Lorenzo Zirilli: Bass

Simone Carnaghi: Drums

Produziert von Steve Volta
Label: Underground Symphony

Homepage: http://www.pandaemonium.org

Email: info@pandaemonium.org

Tracklist:
1. Introduction

2. Time of Glory

3. Evil Star

4. Ancient Time

5. Fires in the Sky

6. Return to Reality

7. Himn to the Fifth Element

8. Miracle

9. Flying over the Clouds

10. Blazing Fire

11. Warrior Lost in Time

12. Land of Dreams