OCTINOMOS: Welcome To My Planet

Das Einmannprojekt Octinomos ist definitiv nur was für hartgesottene Schwedenblackmetal-Fans, da dieser Silberling nicht nur in den Texten an nukleare Verwüstung der Erde erinnert…

Das Einmannprojekt OCTINOMOS ist definitiv nur was für hartgesottene Schweden-Black-Metal-Fans, da dieser Silberling nicht nur in den Texten an nukleare Verwüstung der Erde erinnert. Immerhin sind die nuklearen Katastrophentexte etwas Neues für die Ohren und Titel wie „Plutonium Love“ werden nicht nur die Herzen von weltuntergangsfanatischen Chemikern schneller schlagen lassen. Die Songs, die übrigens gut produziert sind, sondern dann auch durchgehend eine gewisse Sandstrahlerromantik ab. Durchprogrammiertes Geprügel in Reinkultur (wer es nachdrummen will, sollte sich eher hinter den PC als hinter ein Drumkit setzen).

Als besonderen Anspieltip kann sicher „World Pulverized“ genannt werden, der sich im Midtempobereich empfindet (na ja, natürlich relativ gesehen zum Rest der CD) und mit coolen Melodien angereichert ist. Die pulverisierte Welt hebt sich so angenehm von der allgemeinen Zerstörung ab und bietet Hörerholung. Wer sich jedoch lieber Breaks und rasende Zerstörung reinziehen will, sollte sicher „Totaliterean Might“ antesten—außer man hält nichts von Musik, bei der das Computerprogramming eine wichtige Rolle spielt…

Alles in allem ein Album, das ich nur Leuten empfehlen kann, die den passenden Sound für eine Nuklearkatastrophe haben möchten oder sich keyboardlosen, unmenschlich schnellen Black Metal ohne Sagen, Satan und Wikingergesängen um die Ohren strahlen lassen wollen… denn wer hat schon Plutonium in der Hölle????

OCTINOMOS “Welcome To My Planet” Tracklist

Nuclerar Blitz
Divine Terror
Atomic Night
World Pulverized
Totaliterean Might
Plutonium Love
Genocide Mass

Spielzeit: 43 Minuten

Homepage: www.infernalhorde.com/puissance.

Musiker: F. Soderlund – alle Instrumente und Programmierung