NETHERBIRD: Into the vast uncharted

NETHERBIRD: Into the vast uncharted

NETHERBIRD sind schon 2008 mit „The Ghost Collector“ als tüchtige Handwerker im typisch schwedischen Black / Death Metal-Bereich aufgefallen. Damals fiel vor allem die prominent besetzte Gastmusikerliste auf, doch 2019 bringt einige Veränderungen im Hause NETHERBIRD. Zu allererst ist man punkto Coverartwork ernsthaft in sich gegangen. August Malmströms düster-romantisches „Älvalek“ (dt. Elfenspiel) aus dem Jahr 1866 ziert „Into the vast uncharted” und sahnt schon mal alle Punkte bezüglich visueller Eleganz und Schönheit ab. Soundtechnisch lässt „Into the vast uncharted“ ebenfalls nichts anbrennen: Produzent Hiili Hiilesmaa liefert eine fantastische Produktion ab und der Meister Dan Swanö (EDGE OF SANITY) mastert noch das Sahnehäubchen oben drauf. Selbst nach mehrmaligem Anhören in einer zusammengewürfelten Playliste lässt die Produktionsqualität von „Into the vast uncharted“ einen immer wieder erfreut aufhorchen und zum Schluss „Wow, das ist geil produziert“ kommen.

NETHERBIRDs Verehrung der Schwedenmelodien

Schon im Opener herrscht bei NETHERBIRD – ganz im Sinne der Verehrung von Schwedenmelodien – Huldigungszwang bezüglich DISSECTION. NETHERBIRD tun dies absolut unbeirrt und mit viel Leidenschaft. Den progressiven Geist von A CANOROUS QUINTET, die dieses Jahr am GAMROCKEN FESTIVAL überzeugten, kommt dann im starken Song „Mercury Skies“ zum Tragen. Groove ohne Ende, flotte (und hörbare) Basslines und dazu ein paar bluesige Einsprengsel, die völlig aus dem Nichts auftauchen und perfekt passen. „Mercury Skies“ heimst sein Anspieltipp-Prädikat mit links ein.

NETHERBIRD werden vom Projekt zur Band

Was auch im variantenreichen, NECROPHOBIC-geprägten Song „The Obsidian White“ (Anspieltipp Nummer 2, doch wer mag schon zählen) klar wird, ist, dass NETHERBIRD definitiv den Sprung vom Prominenten-geben-sich-die-Klinke-in-die-Hand-Studioprojekt zur Band geschafft haben. Klar, aufgrund der sehr offensichtlichen Einflüsse kann man NETHERBIRD nicht vorbehaltlos den Stempel „Eigenständigkeit“ aufdrücken, doch die Band kredenzt gute Songs durchs Band und musiziert leidenschaftlich und unverbraucht. „Into the vast uncharted“ ist ein cooles Album für alle Connoisseurs des Melodic Black / Death Metals schwedischer Prägung.

Veröffentlichungsdatum: 27.09.2019

Spieldauer: 36:58

Label: Eisenwald

Produzent: Hiili Hiilesmaa (HIM, AMORPHIS, APOCALYPTICA)

Mastering: Dan Swanö (EDGE OF SANITY, PAN-THY-MONIUM)

Website: http://www.netherbird.com

 

Line Up:

Johan Nephente Fridell – Vocals

Pontus Bizmark Andersson – Gitarren, Keyboards, Backing Vocals

Tobias Tinitus Jakobsson – Gitarren, Backing Vocals

Johan Nord Nordin – Gitarren, Vocals

Micke M.A. André – Bass

Fredrik Andersson (A CANOROUS QUINTET, Ex-AMON AMARTH) – Drums

 

Trackliste

  1. Saturnine Ancestry
  2. Harvest the Stars
  3. Mercury Skies
  4. Lunar Pendulum
  5. Eventide Evangel
  6. The Obsidian White
  7. Nexus of Unlight
Arlette Huguenin Dumittan
Arlette ist seit 2000 bei vampster und unsere Schweizer Fachfrau für schwarze Musik und vegane Backrezepte. Lieblingsbands: DARKTHRONE, MAYHEM, HAIL OF BULLETS. Genres: Black Metal, Death Metal, Dark Metal/Rock.