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MAESTUS: Deliquesce

MAESTUS: Deliquesce

Portland bietet schon einigen großartigen Bands eine Heimat. Insbesonere die (Blackened) Sludge-Szene genießt in Oregon regen Zulauf. Wenn sich nun Musiker in Nebenprojekten anderen, aber dennoch naheliegenden Genres widmen wollen, dann finden sie fast immer Mitstreiter. So auch MAESTUS, die sich aus unterschiedlichen Bands rekrutierten, um als neu formiertes Quintett (Blackened) Doom-Death Metal zu machen.

Mit “Deliquesce” legt die Band nun ihr zweites Album vor und nicht zuletzt aufgrund der code666-Labelzugehörigkeit ist die Erwartungshaltung eher groß gewesen. Und um es vorweg zu nehmen, MAESTUS erfüllen diese nicht ganz.

MAESTUS atmen skandinavischen Death / Doom-Spirit

Grundsätzlich sind MAESTUS um Atmosphäre und düstere Stimmung bemüht. Viele der Basis-Riffs atmen den klassischen Death / Doom Metal-Spirit skandinavischer Genre-Vertreter. Da mag man im ersten Teil vom Titeltrack schon mal Vergleiche zu alten DRACONIAN ziehen. Nur mit dem Unterschied, dass die Growl-Begleitung mit kehligem Black Metal-Geschrei vonstatten geht anstatt mit hohen Frauen-Vocals. Auch findet man rasch Gefallen an den “Blackened” Abschnitten, die sich als Tempo-Ausbrüche äußern. Stark in etwa nach gut zehn Minuten in “Deliquesce”.

Unharmonische Töne trüben “Deliquesce” Album

Der musikalische Kontrast wäre an und für sich schon ein Pluspunkt, den sich MAESTUS zu Nutze machen könnten. Doch leider gibt es gerade in den atmosphärischen und ruhigen Passagen einfach zu viele unharmonische Klänge. Vor allem in Verbindung mit den Keyboards und Synthies muss man da und dort das Gesicht verziehen, weil es nicht “schön” (“Black Oake”) oder insgesamt unrund (“The Impotence of Hope”) klingt. Somit ist “Deliquesce” eine kleine Enttäuschung, als dass man sich von einer Band aus Portland, die bei code666 uner Vetrag steht, einfach mehr als nur Mittelmaß erwartet hätte.

Veröffentlichungstermin: 08.02.2019

Spielzeit: 50:26 Min.

Line-Up:
Stephen Parker – Gitarre & Gesang
Kenneth Parker – Bass & Gesang
Sarah Beaulieu – Keyboards & Piano
Cordell Cline – Schlagzeug
Nathanael Kelley – Gitarre

Label: code666

Homepage: https://maestus.bandcamp.com/

Mehr im Netz: https://www.facebook.com/maestusdoom

MAESTUS “Deliquesce” Tracklist:

1. Deliquesce (15:28) (Audio bei Bandcamp)
2. Black Oake (11:50) (Audio bei Antihero Magazine)
3. The Impotence of Hope (10:57)
4. Knell of Solemnity (12:11)

Christian Wögerbauer
Seit 2005 bei Vampster und Lieferant für Reviews, News, Live-Berichte und -Fotos.Genres: Doom, Death, Gothic, Sludge