LERA: Bird´s Eye View

Als LeRa macht sich Lenka Rakár auf um zu zeigen, dass auch aus der Slowakai mit Female Fronted Hard`n´Heavy-Sound zu rechnen ist. Den Lockdown in der Pandemie hat sie genutzt, um sich mit dem Content Studio eine eigene Produktionsstätte aufzubauen. Und möchte nun mit dem Album “Bird´s Eye View” voll durchstarten.

LERA zeigt mit “Bird´s Eye View”, dass auch die Slowakai Female Fronted Hard`n´Heavy-Sound kann

Das startet selbst erstmal mit der kraftvoll rockenden Single “The Way Of The Champion”. Ursprünglich als Hymne für die slowenisch/russische Kick-Box-Weltmeisterschaft (W5) aufgenommen, soll der Song einem größeren Publikum präsentiert werden. Ein knackiger Auftakt, bei dem sich LeRa ebenso knackig präsentiert. Ein Song, der auffordern soll, für seine Dinge zu kämpfen. Auch “Burn” als zweite Single rockt energisch, modern, live ein klarere Mithüpfsong. Alternativ-Rock, frühe 2000er, passende Acts wie DIE HAPPY, ANOUK und Co kennt man wohl auch dort. Beim Auftakt von “Johnny The Best” muss ich immer an “Survivor” von den heißen DESTINY´S CHILD denken mit dezentem Reggae-Touch. Ein spinniger Alternative-Song, LERA hält sich an keine Regeln und macht, wozu sie Lust hat. Das ist gut!

LERA macht abwechslungsreich, wozu sie Lust hat

Ok, so derb auf modern und synthetisch getrimmte Songs wie “Catwalk” oder das wütende “I Need To Hate You” sind Geschmackssache. Beim derb groovenden, coolen “Last Day” zeigt sie immer mal wieder, dass sie auch in jeder Symphonic Metal-Band trällern könnte. Hm nein, diese Vocals dürften vom Slowakischen X Factor-Chastingformat-Sternchen Marina Laduda stammen. Der Song selbst aber klingt ebenso wie einige andere, als könnte er auch von der wilden BRUNHILDE stammen. Dabei bleiben die Vocals sehr abwechslungsreich, dominieren die Songs. Denkt man bei vielen Gesangspassagen immer wieder, dass LERA stellenweise an unsere DORO erinnert, dann hat man ein Deja Vu bei der Ballade “Divorce”. Mit deutschem Text könnte sie durchaus auch dem Urbild der Metalshouterin gut stehen. Ebenso das hardrockige “Fight For Your Rights”, ohne Zweifel ist LeRa DORO-Fan, peppt deren Anleihen mit moderneren Sounds auf.

Gute Stimme und eine knusprige Optik – da kommt sicher noch mehr

LeRa macht alles richtig, bringt einige gut reinlaufende, abwechslungsreiche Songs mit. Dazu eine gute Stimme und eine knusprige Optik, der Anfang ist gemacht. Ob das reicht, sich fernab ihrer Heimat weit nach vorne zu schieben, wird sich zeigen. Aber wenn LeRa ihren “The Way Of The Champion” selbst ernst nimmt und alles gibt, kommt da sicher noch mehr.

Veröffentlicht am 10.08.2021

Spielzeit: 33:52 Min.

Lineup:
Lenka Rakár – Vocals
Tomo Michalcák – Guitars, Bass, Vocals
Laco Kovác – Drums
Slavomír Repasky – Cello (2,9), Guitar (10)
Peter Kocian – Guitars, Bass (8)
Michal Kovalcik – Guitar (4,9)
Marián Radasovsky – Guitar (1)
Miroslav Liska – Drums (1)
Marina Laduda – Vocals (7)
Karolina Benacková – Vocals (2,4,9,10)
Júlia Kremárová – Vocals (3)
Lenka Machciniková – Vocals (3)
Matús Ferko – Vocals (3), Keyboards, Produktion

Label: Eigenproduktion

Homepage: https://lera.sk

Mehr im Web: https://www.facebook.com/leramusicofficial

Die Tracklist von “Bird´s Eye View”:

1. The Way Of The Champion (Video bei YouTube)
2. Burn (Video bei YouTube)
3. Cynical
4. Johnny The Best
5. I´m Ok
6. Catwalk
7. I Need To Hate You
8. Last Day (Video bei YouTube)
9. Divorce
10. Fight For Your Rights