INALLSENSES: Hysterical Psychosis

Nicht wirklich besonders neuer und innovativer Psychotic Death Metal. Schade, eine Hörprobe wird aber trotzdem mal empfohlen.

Die Italienische Death Metal-Band INALLSENSES hat mit Hysterical Psychosis nun nach zwei Jahren Pause ihr zweites Knüppel-Album auf den Markt gelassen. Gespielt wird Death Metal mit einer Prise Mathcore und teils ziemlich primitivem Riffing. Das Drumming ist pochend, der Bass ist schön laut, was hauptsächlich von der glasklaren Produktion verursacht wird. Allerdings schmeißen INALLSENSES nicht wirklich mit technischen Mitteln um sich, was ein wenig schade ist.

Angefangen beim Opener Last Breath kommt sofort die Richtigkeit ihrer eigens kreierten Soundbeschreibung raus: Psychotic Death Metal. Heftiges, thrashiges Gitarrenspiel und ein Solo der Marke 80er Heavy Metal zeigen sofort, was man auf dem Album erwarten darf. Im Stile dieses Tracks sind alle Songs auf dem Longplayer, was ein wenig schade ist, weil mehr Abwechslung im Stil nicht schlecht wäre. Red Line heißt der zweite Track. Treibendes Intro und eine klare Struktur machen diesen Song ebenfalls äußerst interessant, wobei das Riffing, wie oben angedeutet, hier das erste Mal sehr primitiv rüber kommt. Hier fehlt es einfach an Dynamik und Melodie, die Gitarren matschen eigentlich immer nur das Gleiche. Da fragt man sich, warum INALLSENSES überhaupt zwei Gitarren haben? Psycho Killer ist der Überflieger der Scheibe, es ist der einzige Track, welcher nicht wie jeder andere klingt. Wieder eine klare Struktur und ein häufiges Aufflackern der Songwritingkünste, dass die Band doch ordentliche Musik machen kann, ohne zu klingen wie ein paar Teenager der Neunziger, machen den Song wirklich hörenswert. Der Refrain, wo mehrmals mit einer sehr schneidenden Stimme wie ein Psycho Killer gescreamt wird, verleitet sofort zum Mitgrölen, bis man keine Stimme mehr hat. Eine Leadgitarre gibt es auch zuhören, und das sogar mit Ohrwurmeffekt. Großer Respekt.
Doch dieses Hochgefühl der guten Musik währt nur kurz, denn die restlichen Songs sind  wieder wirklich extrem einfach gestrickt, und leider sehr langweilig. Nichts Besonderes, das war alles schon mal da, und technisch ist das weit unter ihrem Niveau. Leider. Psycho Killer hat uns das Gegenteil ja schon bewiesen.

Fazit: Wie gesagt, es gibt Ausreißer, aber im Großen und Ganzen ist es nicht wirklich besonders neues und innovatives Hörmaterial. Schade, eine Hörprobe wird aber trotzdem mal empfohlen.

Veröffentlichungstermin: 05.11.2010

Spielzeit: 37:21 Min.

Line-Up:
Ruggero Formicola – Vocals
Lorenzo Picierno – Bass
Bart D´Arezzo – Drums
Peppe Senese – Guitar
Vittorio Casaburi – Guitar

Label: My Kingdom Music

MySpace-Seite: http://www.myspace.com/inallsenses

Tracklist:
1. Last Breath
2. Red Line
3. They Suck Your Soul
4. Tommys Grave
5. Come Back To Hell
6. Psycho Killer
7. In The Gash
8. Evil Time
9. This World
10. War And Death