IN FLAMES: Colony

IN FLAMES: Colony

Meine Erwartungen zur neuen IN FLAMES waren zugegebenermaßen nicht besonders hoch, denn ich ging davon aus, dass auf „Colony“ weiter auf dem Erfolgsrezept der beiden Vorgängeralben herumgeritten wird. Doch so einfach wollte es mir die Band wohl nicht machen…

Das Album ist um einiges abwechslungsreicher geworden und die Band greift verstärkt auf Keyboards und Akustikgitarren zurück. Dadurch wird der Sound etwas bunter, trotzdem hört sich jeder einzelne Song einhundertprozentig nach IN FLAMES an. Nur ab und zu hat man das Gefühl, dass die Göteborger mit der Musik von anderen Bands liebäugeln (von den schon immer vorhandenen Einflüssen mal abgesehen) und so kommt vor allem der Name AMORPHIS ins Spiel. Ganz besonders deutlich wird dies bei keyboardlastigeren Stücken, allen voran der Titelsong „Colony“.

Doch auch mit dem vielschichtigeren Sound können mich IN FLAMES nach wie vor nicht wirklich vom Hocker hauen. Genau wie bei Bands wie CHILDREN OF BODOM sind mir die Songs auf die Gesamtheit gesehen zu undifferenziert und werden somit auf Dauer eintönig. Spannungsbögen, die mich emotional mitreißen können finde ich auf „Colony“ zu selten.

In vielen Punkten entschädigt dafür jedoch die enorme Spielfreude, die man der Band nach wie vor anhört, und der Mördersound des Albums. Die Produktion von ‚Colony‘ bläst einen beinahe um und erzeugt eine enorme Power, daß man mit der Musik unwillkürlich mitgehen muss.

„Gut, aber nicht gut genug“ lautet also mein Urteil über die neue von IN FLAMES, wobei jedoch Fans der Band auf keinen Fall an der Scheibe vorbeikommen.

Anders Friden – Vocals
Jesper Strömblad – Guitar
Björn Gelotte – Guitar
Peter Iwers – Bass
Daniel Svensson – Drums

Produziert von Fredrik Nordström & IN FLAMES
Erschienen bei Nuclear Blast

Tracklist:
1. embody the invisible
2. ordianry story
3. scorn
4. colony
5. zombie inc.
6. pallar anders visa
7. coerced coexistence
8. resin
9. behind space `99
10. insipid 2000
11. the new word

Fierce
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