HELLAMOR: Secrets Buried In Your Mind [EP] [Eigenproduktion]

Langsam, aber äußerst intensiv; dreckig, doomig, sandig…so offenbart sich die zweite EP dieser Heidelberger Combo…

Secrets Buried In Your Mind ist das nunmehr zweite eigenproduzierte Demo HELLAMORs. Aufbewahrt in einer schicken Blechdose und aufgewertet mit einem putzigen Booklet sowie einem Aufkleber und einem Patch, kommt das eigentliche Objekt der Begierde, der Silberling, in einem sehr professionellen und sammlerfreundlichen Umfeld daher. Toll!!! Dafür gibt´s auf jeden Fall Bonuspunkte in der B-Note. Und da ich recherchiert habe, dass nicht alle Rezensenten eine dieser auf 500 Stück limitierte Dose bekommen haben, leg´ ich gleich noch Bonuspunkte drauf…

So, jetzt aber Dose auf, CD raus und rein damit ins Abspielgerät, um auch die Lautsprecher ein bisschen zu fordern. Wer auf düstere, schwerfällige und langsame, melancholische Klänge steht, wird von Secrets Buried In Your Mind auch sogleich aufs Herzlichste empfangen. Denn genau mit diesen Attributen dröhnt uns das einleitende Instrumental Falling entgegen. Und an der Stimmung wird sich grundlegend nichts mehr ändern, soviel sei verraten. Wuchtiges Stampfen, schwerfälliges, druckvolles Riffing und eine wirklich überzeugend röhrende Stimme, die leidet, ohne weinerlich oder depressiv zu wirken – das klingt schon sehr niveauvoll und noch wichtiger: so bringt man Köpflein und Extremitäten der lauschenden Beisitzer problemlos zum Mitwippen. Langsam, aber äußerst intensiv ist das Motto von HELLAMOR und genauso breiten sich die Schallwellen von Empty Eyes oder Liar gefühlsmäßig im Raum aus. Das Songwriting wirkt durchdacht und setzt gekonnt Akzente; durchaus eindrucksvoll bewiesen z.B. in Speed And Cocaine. Hier wird der Hörer zunächst durch melancholisches Geklimper gekonnt eingelullt, ehe ein Monster von einem Refrain losgelassen wird, der die pure Energie erzeugt. Sehr gut gemacht, kann man da nur sagen!

Ja, und genau diese Feststellung gilt zusammenfassend für die gesamte EP. Die Songs vermögen, den Hörer in ihren Bann zu ziehen, die Produktion tritt Arsch und die Aufmachung dieser Demo-EP (!!!) ist einfach nur geil! Freunde von BLACK SABBATH, SAINT VITUS, COUNT RAVEN und Co. sowie auch Stoner Rock-Liebhaber sollten diesen Silberling auf alle Fälle mal antesten! Respekt, HELLAMOR, für diese sprichwörtlich runde Sache! Highdelberg: twelve points!!!

Veröffentlichungstermin: 06.06.2010

Spielzeit: 29:47 Min.

Line-Up:

Gesang: Ralfi
Gitarre: Nino
Bass: Mitja
Schlagzeug: Adrian

Produziert von Patrick Destandeau und HELLAMOR
Label: Eigenproduktion

MySpace: http://www.myspace.com/hellamor

Tracklist:

1.Falling
2.Liar
3.Speed and cocaine
4.Place in heaven
5.Empty eyes
6.Not here