HELL: The Age Of Nefarious

HELL: The Age Of Nefarious

Zwei Jahre nach ihrem Debütalbum Human Remains – auf welchem die alten Demo-Songs aus den Achtzigern zu hören waren – legt die britische Kult-Band HELL mit ihrem zweiten Album  Curse And Chapter nach. Vorab gibt es mit The Age Of Nefarious eine Vinyl-Single, welche in verschiedenen Farben erscheint – wie sollte es bei Nuclear Blast auch anders sein. Der Titelsong ist ein schneller, größtenteils schnörkelloser Song mit guter Gitarrenarbeit. Heraus sticht allerdings vor allem der eigenwillige, theatralische Gesang von David Bower, vor allem im kurzen Refrain. Nach zwei Minuten erklingen dann plötzlich Synthies, die nach 90er Elektro-Mucke klingen. Zwar nur für wenige Sekunden, aber das reicht, um mich zu irritieren, wirkt es doch arg unpassend zur eher sakralen Atmosphäre, die vorher durch die Kirchenorgel erzeugt wird. Insgesamt handelt es sich um eine solide, trockene Up Tempo-Nummer, die auch gut auf das Debüt gepasst hätte, auch wenn dessen Songmaterial schon ein paar Jahre mehr auf dem Buckel hat.

Zusätzlich zum Titelsong enthält diese Single drei Live-Songs vom diesjährigen Auftritt auf dem BLOODSTOCK-Festival. Die Qualität der Aufnahmen ist gut, vom spielerischen ziemlich sauber, sodass ich nicht ausschließen möchte, dass da noch mal dezent nachbearbeitet wurde. Muss aber nicht sein, vom Sound her klingt das ganze zumindest natürlich und tatsächlich live. Ich bin nach dieser Single weder mehr noch weniger gespannt auf das neue Album der Engländer. Der neue Song ist gut, aber nicht herausragend. Mal abwarten, ob HELL anno 2013 Songwriting-technisch auf die Kette kriegen.

Veröffentlichungstermin: 25.10.2013

Spielzeit: 21:57 Min.

Line-Up:
David Bower – vocals
Kevin Bower – guitars, keyboards
Andy Sneap – guitars
Tony Speakman – bass
Tim Bowler – drums

Label: Nuclear Blast

Homepage: http://www.hell-metal.com

Mehr im Netz: http://www.facebook.com/hellofficial

Tracklist:
01. The Age Of Nefarious
02. On Earth As It Is In Hell (Live)
03. Blasphemy And The Master (Live)
04. The Oppressors (Live)

agony&ecstasy
Seit 2005 bei vampster und hauptsächlich für CD Reviews zuständig. Genres: Power, Speed und Thrash Metal, Epic Metal, Death Metal, Heavy Rock, Doom Metal, Black Metal.