DOGS ON CATWALK: Tainted Glove

Auch wenn die Band der fünf Bremer noch relativ jung ist und in ihrer derzeitigen Formation erst seit letztem Jahr besteht, haben sich DOGS ON CATWALK auf Ihrem Album "Tainted Glove" eindeutig von etwas älterer Musik inspirieren lassen. Schon der Titel ist da mehr als ein Wink mit dem Zaunpfahl – eher schon mit dem Vorschlaghammer: Die Anspielung auf den unkaputtbaren SOFTCELL-Hit aus den frühen Achtzigern gibt insbesondere für die ersten paar Songs der CD die Richtung vor, sprich wavig-melancholische Tanzflächenkracher, abwechselnd getragen von vorwärtstreibenden Gitarren- und locker-flockigen Keyboardmelodien. 

Auch wenn die Band der fünf Bremer noch relativ jung ist und in ihrer derzeitigen Formation erst seit letztem Jahr besteht, haben sich DOGS ON CATWALK auf Ihrem Album Tainted Glove eindeutig von etwas älterer Musik inspirieren lassen. Schon der Titel ist da mehr als ein Wink mit dem Zaunpfahl – eher schon mit dem Vorschlaghammer: Die Anspielung auf den unkaputtbaren SOFTCELL-Hit aus den frühen Achtzigern gibt insbesondere für die ersten paar Songs der CD die Richtung vor, sprich wavig-melancholische Tanzflächenkracher, abwechselnd getragen von vorwärtstreibenden Gitarren- und locker-flockigen Keyboardmelodien. 

Der Opener „Boxes Into Boxes“, zugleich die Single-Auskopplung, ist gleich ein Musterexemplar von dieser Art von Songs, und es geht dann munter so weiter. Alle sind sie eingängig, gehen sofort ins Ohr und in die Beine. Inhaltlich kreisen sie zumeist um klassische Punk- und Postpunkthemen der Spätsiebziger und Achtziger, wie Anonymität, Einsamkeit, Maschinenmenschen und Menschmaschinen etc., insgesamt ganz passabel, allerdings manchmal mit zu vielen abgedroschenen Phrasen („bad people walk proud/ empty houses/ empty faces/ bring it in they bring it out“), die man einfach schon zu oft in solchen Songs gehört hat. Harm Solos etwas eintöniger Gesang mit seltsamen Betonungen und einer nicht gerade umwerfenden Aussprache trägt leider auch nicht unbedingt zur leichteren Verdaulichkeit solcher Stellen bei. 

Musikalisch gibt’s aber ansonsten kaum was auszusetzen. Als sich nach den ersten paar Songs eine leichte Ermüdung angesichts des oft ähnlichen Musters einzuschleichen droht, schlagen DOGS ON CATWALK plötzlich andere Töne an. Nun dominieren eher die Indierocksounds. Die Stücke werden vielschichtiger, ohne an Tanzbarkeit einzubüßen, auch die Rhythmik wird abwechslungsreicher bis hin zu den fast schon ambientartigen Drums in „1000 Eyes“. Jetzt macht das Zuhören richtig Spaß – und das bleibt bis zum Schluss so. Zweifellos zu empfehlen ist das Album sicherlich Postpunkfans und Achtziger-Wave-Pop-Nostalgikern. Aber auch wer auf Indie- oder Elektrorock in der Tradition von Bands wie CAT RAPES DOG (!!) steht, wird an dem Album seine Freude haben.

Veröffentlichungstermin: 23.10.2009

Spielzeit: 41:28 Min.

Line-Up:
Harm Solo – Vocals
Nils – Guitar
Sir Reen – Keyboards
Dennis – Drums
Svenion – Bass

Produziert von Dennis Rademacher und Dogs On Catwalk
Label: Sister Jack

Homepage: http://www.dogsoncatwalk.com

MySpace-Seite: http://www.myspace.com/dogsoncatwalk

Tracklist:

1. Boxes Into Boxes
2. Machines
3. Love Shack In Flames
4. Despairing Desolator
5. Noah Is Leaving Without You
6. Sharp Lines
7. Purple Wall
8. Cracked
9. 1000 Eyes
10. Human Statue
11. Move On!
12. Pick Your Bags