CLEAVER: Leur Sauvage Poussée [Eigenproduktion]

Insgesamt eine sehr interessante Scheibe, die durchaus zu gefallen weiß. Vielleicht fehlt der Band nur die nötige Portion Eigenständigtkeit, um vollends punkten zu können.

Unglaublich flink sind CLEAVER, die für 8 Songs gerade einmal 22 Minuten brauchen. Das gehetzte Trio kommt auch nicht aus Frankreich – so wie es der Albumtitel vermuten lässt – sondern aus Norditalien. Zudem kommt noch, dass die ganze Aufmachung zu erst an eine Black Metal-Band denken lässt. Aber das ist eine Täuschung, denn wenn man erstmal die CD eingelegt hat, wird schnell klar, dass wir es hier mit einer amtlichen Death Metal-Truppe zu tun haben. Besonders der grimmige Gesang kommt schön herüber, aber auch der leicht cleanere Gesang (der aber kein Metalcore-Gejaule ist!) passt hervoragend. Stilistisch lässt sich das ganze sicherlich mit den früheren Werken der Schwedentod-Fraktion vergleichen, obwohl sie teilweise viel melodischer zu Werke gehen. Erfreulich ist allerdings auch, dass sie niemals in schwülstige Italo-Melodien a la Stormlord abdriften, sondern immer ein Brett bieten. Der Kreischgesang in Storsæterfossen kann sicherlich an schwazmetallische Momente erinnern, da hier nicht nur der nordische Titel, sondern auch der ganze Song einen stärkeren Black Metal-Einschlag erfährt. Bei Brooding Time wird es dagegen wieder räudiger, auch wenn es das heitere Geklimper zu Beginn des Songs gar nicht ankündigt. Insgesamt eine sehr interessante Scheibe, die durchaus zu gefallen weiß. Vielleicht fehlt der Band nur die nötige Portion Eigenständigtkeit, um vollends punkten zu können.

Spielzeit: 22:11 Min.

Line-Up:

Exus – Guitars, Vocals
Cordelio – Drums, Vocals
Bonnie – Bass, Vocals

Label: Eigenproduktion

Homepage: http://members.xoom.alice.it/cleaver/

MySpace: http://www.myspace.com/cleavermetal

Tracklist:

1.Leaving The Beloved Prison
2.Ipna
3.Searching For Tragedy
4.Domani Si Muore
5.Happy Little Things
6.Storsæterfossen
7.Brooding Time
8.The Grand Fruit Of Sloth